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  #1  
Alt 20.03.2010, 00:36
Benutzerbild von Wunschtraum
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Wunschtraum befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Die Gerte

Hallo Leute,

mit was für einer Gerte reitet ihr?

Habt ihr unterschiedliche für Dressur, Gelände und Springen?
Welche Eigenschaften muss eine Gerte für euch haben?
Biegsam oder eher steif?
Was ist die optimale Länge
Welche Griffe bevorzugt ihr?
Wann und wie setzt ihr die Gerte ein?

Erzählt einfach mal!
__________________
Viele Grüße Wunschtraum

"Richtig reiten reicht"
(Paul Stecken)


"Reiten ist mehr als ein Sport. Reiten ist Gefühl und Vertrauen. Reiten ist eine Lebenseinstellung, voller Faszination, Leidenschaft und Sehnsucht."
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  #2  
Alt 20.03.2010, 01:19
Mrs.Rock'n'Roll
Gast
 
Beiträge: n/a
Ich reite zurzeit mit meiner schwarz/weißen Dressurgerte von keine Ahnung
Unterschiedliche hab ich eigentlich nicht, fände ich irgendwie auch unsinnig. Ich springe ja außerdem gar nicht.
Meine Gerten sollten meistens recht lang und "auffällig" sein, also was helles drinn. Sancho lässt sich allein durch das bloße Sehen so sehr davon treiben, dass ich sie gar nicht anderwärtig einsetzen muss
Ansonsten mag ich nur biegsame, wieso weiß ich selbst nicht. Aber ich denke, mit steifen Gerten kann man schneller mal fester "antippen" als man will.
Die Griffe sind mir eigentlich gar nicht so wichtig. Meine vorherzige hatte eine mit Goldknauf und solchem Gummigriff. Die jetzige ist so hartes Gummi, schon fast wie Plastik. Einen Unterschied bemerkte ich da nicht unbedingt, finde beide ganz okay.
Ich setze die Gerte meistens ein, wenn das Pferd meinen Schenkel total ignoriert und sich keinen Millimeter bewegt. Da wird dann schon ein kleiner Klaps auf den Po gegeben. Auch wenn das Pferd nicht aufpasst und irgendwelchen Unsinn macht, ist ein Klaps mit drinnen.
Ich persönlich würde bei meinem Pferd nie die Gerte einsetzen, wenn es gebuckelt hat oder sonstiges. Ignoranz ist gefragt
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  #3  
Alt 20.03.2010, 09:43
Benutzerbild von Gwenie
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Gwenie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Also ich habe unterschiedlich lange, von normal bis HH-"aktivierer" -also ne extra lange fürs Törööö um da von oben mal besser ans Hinterbein zu kommen- mit aufs Turnier darf das Ding aber nicht!

Ich mag keine Schlapperdinger, die so wabbeln dass man bei jedem Tritt dran komt und das unbeabsichtigt.
Sie sollten schon eher fester sein. Und der Griff nicht so dick. Damit sie einfach gut in der Hand liegen und ich nicht nur noch Gerte in der Hand habe.
So eine habe ich für Gomi: klick
Und das ganze in Silber mit blauem Griff für Galina.

Mit denen reite ich hauptsächlich.
Zum Ausreiten nehme ich keine Gerte mit. Wenn es sein sollte dann eher eine Springgerte- die kann man auch gut unter den Sattel oder in den Stiefel klemmen.
__________________
lg Gwenie

Einen Schuss Verrücktheit braucht jeder von uns - sonst trifft uns die Normalität mit voller Wucht...
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  #4  
Alt 20.03.2010, 14:07
Lelie
Gast
 
Beiträge: n/a
Ich reite grundsätzlich nicht so gerne mit Gerte sondern lieber mit Sporen. Einfach weil eine Gerte immer eine Ungleichheit in die Arbeit der beiden Hände bringt und (wenigstens bei mir) die Gertenhand immer ein bisschen steifer macht.
Mit Sporen kann ich schneller reagieren und das Pferd versteht sie sofort als Steigerung der Schenkelhilfe.
Allerdings hat die Gerte natürlich auch ihr Vorteile, weil man damit die Hinterhand noch gezielter erreichen kann, junge Pferde werden durch eine Gerte nicht so stark beeinflusst wie durch Sporen. Wenn das Pferd sich erschrickt und man als Reiter unbewusst z.B. die Beine zuklemmt, besteht durch die Gerte (anders als bei Sporen) keine zusätzliche Erschreck- oder Verletzungsgefahr.
Und natürlich kann man mit einer Gerte auch mal gezielter strafen als mit dem Sporen, z.B. wenn ein Pferd ohne ersichtlichen Grund beim Springen verweigert, steigt oder im Gelände nicht weiter will.
Aus der Boden- und Handarbeit ist die Gerte für mich nicht wegzudenken, da sie als Ersatz für den treibenden Schenkel oder verlängerter Arm dienen kann.
Ich habe vier verschiedene Gerten. Eine garnumsponnene, gewöhnliche Dressurgerte mit Griff mit Gummifäden in 1,10 m, also auch fürs Turnier zugelassen, eine Döbert-Dressurgerte in 1,20 m mit schmaler Lederklatsche und Ledergriff und zwei im Prinzip gleiche Springgerten (ca. 65 - 70 cm) mit dreieckiger Lederklatsche. Die eine ist garnumsponnen mit einem blau-weiß-roten Syntethik-Ledergriff, die andere ist rundum mit blauem Leder bezogen.
Fürs Gelände und zum Springen nehme ich (wenn ich eine Gerte benutze) immer eine der beiden letztgenannten. Für die Dressur benutze ich eigentlich nur die erste Gerte. Die Döbert hat mir meine Mutter mal geschenkt, aber für mich ist die nichts. Sie ist ziemlich weich und schnippt dadurch leicht ungewollt ans Pferd, was gerade die kitzlige Helli schwer ertragen konnte. Für die Arbeit vom Boden ist sie aber ganz gut geeignet.
Ich mag viel lieber steifere Gerten, gerade Springgerten dürfen für mich nicht schlabbern. Und bei Dressurgerten eben, damit das Pferd nicht ständig unabsichtlich gekitzelt wird.
Springgerten müssen schön kurz sein, Dressurgerten sind eigentlich mit 1,10 m (wie aufm Turnier zugelassen) zu kurz, aber um mich und das Pferd dran zu gewöhnen, reite ich trotzdem meistens mit einer 1,10er-Gerte. 1,20 m ist eigentlich optimal, alles darüber zu unhandlich und zu lang.
Ich mag rutschfeste Griffe, gerne aus Leder oder eben diese Griffe, die mit Gummifäden durchwebt sind. Normale, billige Plastik- oder Gummigriffe mag ich gar nicht, die werden leicht rutschig und fassen sich einfach nicht so angenehm an.
Ich benutze die Gerte als Verstärker der treibenden Hilfen in der Dressurarbeit (z.B. bei Seitengängen, Schenkelweichen, Kurzkehrt...) und zur Aktivierung der Hinterhand, vor allem bei lernenden Pferden. Wenn die Gerte kommt, dann in der Regel nur einmal kurz und deutlich, nicht ständig ein bisschen. Das stumpft die Pferde nur ab.
Beim Springen nutze ich die Gerte in brenzligen Situationen, z.B. wenn es weit zum Sprung wird, um dem Pferd zu sagen "spring jetzt schon ab" an der Schulter oder auch mal (selten und dann auch nur einmal kurz und deutlich) als Strafe nach grundlosen Verweigerungen, dann mit einer Hand auf den Hintern.
Aber eigentlich bin ich wie gesagt kein Gertenfreund und benutze sehr selten und sehr ungern eine Gerte. Selbst wenn ich mit Gerte reite, kann es sein, dass ich sie nur in der Hand halte, damit das Pferd weiß, dass sie da ist und sie die ganze Stunde nicht ein einziges Mal einsetze.
LG Lelie
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  #5  
Alt 21.03.2010, 15:47
Benutzerbild von Wunschtraum
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Wunschtraum befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Also in der Dressur hab ich eine 1,10 m lange Gerte von Döbert. Für mich ist die Länge optimal, da mein Pferd ja nicht soo lang ist, komm ich damit gut an die Hinterhand und 1,20 m wäre für uns schon wieder einen Ticken zu lange. Ich mag Gerten die eher fest sind, da die Hilfengebung da einfach gezielter ankommt und ich der Meinung bin, dass ich die Stärke des Impulses besser bestimmen kann. Bei diesen Wabbeligen Gerten finde ich das sehr schwer gezielte Impulse in der von mit gewünschten Intensität zu geben. Ganz dicke Griffe mag ich nicht und so ganz dünne aber auch nicht. Ich bevorzoge Griffe in denen so ein Gummiband eingewebt ist, oder die aus so rutschfestem Material bestehen.
Meine Springgerte ist glaub ich 70 cm lang und total alt. Ich hab sie mal von einer alten Dame aus meinem alten Stall geschenkt bekommen, die meinte, dass sie bei mir bestimmt gut aufgehoben sein. Der Griff ist aus Leder und die Klatsche ebenfalls. Ich liebe diese Gerte einfach.

In der Dressur setze ich die Gerte hauptsächlich dazu ein, die Hinterhand zu aktivieren. Manchmal auch hinter dem Schenkel um meinen Schenkelhilfen etwas Nachdruck zu verleihen. Generell reite ich auch lieber nur mit Sporen, weil ich finde das die Gerte immer etwas Unruhe in die Hand bringt. Aber im Moment braucht die Lütte ab und zu noch eine extra Aufforderung für die Hinterhand und auch ein anlegen der Gerte bei den Seitengängen ist für uns, z.B. bei erlernen der Traversalen im Trab noch hilfreich.

Im Springen fordere ich sie nochmal kurz damit auf, mehr zu galoppieren oder auch mal als Unterstützung vor einem schwierigen Sprung.

Erzählt einfach mal![/QUOTE]
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  #6  
Alt 21.03.2010, 17:07
Benutzerbild von Angie
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Angie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Ich bevorzuge auch die etwas festeren Gerten, da Villy eine Mimose ist. Es genügt, die Gerte anzulegen. Wir haben 2 Stück, eine 1,10 m und die andere 1,20m lang und beide mit einer Lederklatsche vorn. Die kürzere Gerte ist meine tägliche Gebrauchsgerte und die längere kommt in den Reitstunden zum Einsatz. Villy hat im Verhältnis zum Stockmaß(1,58 m) einen recht langen Rücken (145 cm). Wenn wir dann Reitstunde haben und ich den Burschen etwas aktiver in der Hinterhand haben möchte, weil wir an der Versammlung arbeiten, ist die längere besser. Ich glaube, die Dressurgerten sind von Döbert. Dann gibt es noch unsere uralte, erste Gerte für´s Gelände und zum Springen. Die musste ich vor 13 Jahren anschaffen, weil Villy sich sehr vor der Gerte fürchtete. Sie ist von DMS und man sieht ihr das Alter wirklich noch nicht an, obwohl sie nicht wirklich teuer war. Aber ich halte es bei den Gerten eben so wie bei den Sporen, ich reite immer mal wieder ohne. Mein Pferdchen läuft dann eigentlich auch gut.
Liebe Grüße
Angie
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  #7  
Alt 29.03.2010, 12:16
Benutzerbild von Zhofi
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Zitat - Nur für Mitglieder - Ja, das kann ich nur genauso unterschreiben. Bei meiner Stute benutze ich eigentlich nie eine Gerte. Ganz selten vielleicht mal, wenn ich sie einfach nicht richtig wach bekomme, aber da muss ich die Gerte eigentlich nur in der Hand halten und sie weiß schon, was Sache ist.
Am liebsten sind mir Gerten, die schön steif sind und nicht diese "schwabbeligen". Ich habe eine von Döbert, mit der komme ich sehr gut klar.
Gesprungen wird bei mir eigentlich auch immer ohne Gerte.
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  #8  
Alt 29.03.2010, 13:55
Benutzerbild von Mürmeli
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Mürmeli befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Ich reite fats immer mit Gerte.
Sporen trau ich mir einfach noch nicht so zu, und das eine mal als ich mit denen Geritten bin ging das zwar vom Bein ruhig halten, aber ich kam damit nicht so gut klar.. Und bei meinem Pferdchen brauch ich ne Gerte.
Ab und zu zickt sie einfach und reagiert weder auf Bein noch auf Sonstwas und dann braucht sie shconmal n Klaps mti der Gerte. Ansonsten tick ich sie zwischendurch immer mal wieder an, wenn ich merke das sie die HH schleifen lässt, oder jetz z.B. beim Tritte verlängern nicht auf mein Bein reagiert, um sie etwas aufzuwecken.
Das es meine Hand beeinflusst finde ich leider auch, aber ich schau immer das ich die Gerte nach innen nehme, und lass da dann den zügel n kleinen Tick länger werden um sie anzuticken. Lieber ab und zu eetwas unruhe ( im Sinne von Zügel mal kurz länger nicht immer Konstant dran, nicht im Sinen von rumgereiße oder rumgezerre) im Maul, als wunderSeiten.

Ich hab auch am Liebsten etwas Steifere , lange Dressurgerten. der Knauf ist mri nicht so wichtig, Hauptsache er stört nicht, udn die Gerte rutscht nicht soo leicht durch.im alten stall hatte ich immer auffäligerer Gerten ( z.B. rote / geflochtetne, auffällgier Knauf) weil die sonst öfters wegegkommen sind.
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Und ich vermiss dich, weil du Heimat und Zuhause bist, weil bei dir mein Bauchweh aufhört. Manico♥ du fehlst jeden Tag!

Geändert von - Nur für Mitglieder -
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  #9  
Alt 29.03.2010, 13:58
nellysjulchen
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Beiträge: n/a
Ich reite eigentlich fast immer mit Gerte. Am liebsten mag ich bei Rio die biegsame mit dem "Patscher" vorne. Bei Sarah hab ich eine steife, die nehme ich beim Spazieren gehen meistens mit (Shetty Dickschädel, wenn die Gerte dabei ist, geht man doch gleich viel lieber vorwärts )

LG Julia
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  #10  
Alt 22.09.2010, 14:46
Benutzerbild von Skydancer
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Zitat - Nur für Mitglieder - Geht mir auch so.

Am liebsten mag ich diese total biegsamen und "wabbligen" Gerten. Da kann man gut mal schnell und deutlich mit der Hilfe durch "anticken" durchkommen. Die Dinger sind nicht teuer, zweckmäßig und halten gut. Marke weiß ich grade gar nicht...
Mit diesen steifen "Stöcken" oder auch mit den Fleck-Gerten kann ich gar nichts anfangen, denn das fühlt sich für mich nicht nach Gerte, sondern nach Fremdkörper a la Eisenstab an.
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