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Wehwechen der Pferde Ist eurer Pferd zur Zeit erkrankt und ihr braucht Tipps- dann schreibt hier hinein!

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  #1  
Alt 06.07.2010, 15:30
Lelie
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Beiträge: n/a
Frage Hufrehe

Hey Leute,
aus gegebenem Anlass (wer's noch nicht gelesen hat sei auf meinen Blog verwiesen) würde mich mal interessieren wer von euch Erfahrungen mit Rehepferden habt. Egal ob eigene oder nur welche, die ihr aus eurem Stall oder so kennt.
Wie ist das bei denen abgelaufen? Also von den ersten Anzeichen über die Diagnose und Therapie bis zur Prognose und "Reha".
Was wurden für Auslöser festgestellt, wie behandelt? Und natürlich: Wie geht es den Pferden heute? Irgendwelche Rückfälle, Besonderheiten in der Haltung... ?
LG Lelie
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  #2  
Alt 11.07.2010, 23:19
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Gwenie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
oh wir haben einige Rehepferde bei uns stehen. Wenn ich wieder mit beiden Händen tippen kann werde ich das ausführlich machen.

Vorab schon mal: alle Pferde mit Rehe laufen bei uns wieder (freizeittechnisch). Aber wir haben auch einen sehr guten TA mit Klinik hier in der Nähe, der dafür super ist!

Sogar ein älteres Pony mit einer 13%Hufbeinabsenkung hat er wieder "hinbekommen" (klar mit Genesungswillen des Ponys)
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lg Gwenie

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  #3  
Alt 12.07.2010, 07:29
Mueffy
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Moin,

Else hatte im November eine Huflederhautentzündung durch Eiweißüberschuß. Sie ging aus heiterem Himmel lahm und ich dachte zuerst, es wäre ein Hufgeschwür, da sie Pulsationen in der Fesselbeuge hatte und der Huf warm war. Sauerkrautverband gemacht und den TA gerufen, der dann auch 2 Tage später kam, weil die Anzeichen eindeutig für ein Hufgeschwür sprachen, da sie auch einen Steinabdruck hatte.

Der Test mit der Hufzange ergab dann, daß sie auf beiden Vorderhufen komplett druckempfindlich war und in Wendungen noch stärker lahmte als auf grader Strecke. Sie bekam Entzüngungshemmer gespritzt, Equi und Mittel für den Bewegungsapperat (sahen aus wie Wurmkuren und waren a....teuer). Dann durfte sie 2 Wochen nicht raus und nur Schritt auf weichem Boden geführt werden.

Routation hat Gott sei Dank nicht stattgefunden. Heute bekommt sie kaum Eiweiß, ausschließlich Heu oder ganz trockene Heulage und geht mit Maulkorb auf die Wiese. Das Anweiden war etwas anstrengend, weil es nur minutenweise verlängert werden durfte. Alle waren schon bei 30 min. da war ich erst bei 10. Als die Wiese los ging, durfte Else immer erst mittags für eine Stunde raus, aber auch nur mit Maulkorb.

Mittlerweile ist unsere Wiese komplett abgefressen und das Gras hat keinen Streß mehr, so daß sie auch ohne Maulkorb raus kann.

Ich bin froh einen sehr fähigen und umsichtigen TA zu haben, der die Rehe frühzeitig erkannt hat und den ich vor der Weidesaison Löcher in den Bauch fragen konnte.
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  #4  
Alt 12.07.2010, 09:42
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Gwenie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Die Fructose ist ja das "Gefährliche" am Gras. Das hat aber nix mit der länge des Grases zu tun, sondern eher mit den Wetterbedingungen.

Wenn die Temperaturen nachts unter 5° gehen, dann schießt die Fructose ins Gras- wenn am nächsten Tag dann auch noch Sonnenschein kommt- explodiert das Gras fast an Fructose- und das ist das was für Rehepferde schlimm ist.
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  #5  
Alt 12.07.2010, 10:12
Mueffy
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Zitat - Nur für Mitglieder - Das ist mir durchaus bekannt, daher habe ich ja auch geschrieben, daß unser Gras keinen Stress mehr hat.
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  #6  
Alt 12.07.2010, 10:22
Lelie
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Zitat - Nur für Mitglieder - Was du meinst, sind Fructane. Das ist ein Unterschied, weil es sich dabei um Polysaccharide (also Zuckermoleküle aus mehreren Fructosebausteinen) handelt, die nicht von körpereigenen Enzymen gespalten werden können sondern nur von Mikroorganismen im Dickdarm.
Sind zu viel Fruktane im Futter, ist die Dickdarmflora damit überfordert und dadurch kommmt es zu massivem MO-Sterben und damit einer Endotoxinbelastung, die über die Blutbahn den Huf erreicht.
LG Lelie
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  #7  
Alt 12.07.2010, 11:11
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Lelie genau- meinte ich auch! Vll sollte ich kurz nach dem Aufstehen noch keine sinnvollen Beiträge schreiben!
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  #8  
Alt 12.07.2010, 17:37
Mueffy
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zfdbzztggggggggggggggtvdfdvbrftghjkjhtg nbbbbbbbbbb b bbbvvgh


OT so sieht es aus, wenn Eis in die Tastatur fällt

Gwenie, mach Dir nix draus, ich habe statt Fructose auch schön Fruktan gelesen - wir verstehen uns halt *lachweg*
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  #9  
Alt 20.07.2010, 19:26
Lelie
Gast
 
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Wie ihr sicher schon in meinem Blog gelesen habt, geht es Helli wieder deutlich besser. Sie geht (so gut das mit der Hüfte eben geht) einigermaßen lahmfrei, steht wieder rund um die Uhr auf der Koppel (auf der durch den heißen Sommer eh nur noch Gestrüpp steht) und bekommt ansonsten außer einer Hand voll Müsli um ihr ihr Hufpulver unterzujubeln nichts zu fressen. Scheint also, als hätte sie Glück im Unglück gehabt.

Trotzdem würde ich mich freuen, wenn noch irgendjemand was beizusteuern hat - so eine Rehe ist ja selten mit einem Schub ausgestanden.
*AuchganzliebzuGwenieschiel*

Zitat - Nur für Mitglieder - LG Lelie
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  #10  
Alt 20.07.2010, 22:56
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jetzt hab ich meinen ganzen Text selbst gelöscht! verdammte Hektik!

Also nochmal- übt die Hand beim Tippen:

Das eine Pony stand schon immer auf der Ganztagswiese und war sehr dick (schien immer trächtig zu sein ). Dieses Jahr fing sie plötzlich an zu lahmen. Der 1.TA konnte "nichts" finden.
Es war nichts heiß und sie schien hinten zu lahmen.
Nach ein paar Tagen wurde es schlimmer und sie lief vorne typisch rehig. Die Besi ist direkt zur Klinik gefahren. Diagnose: 13% Hufbeiabsenkung- akute Rehe!!!
Sie mußte länger in der Klinik bleiben- es stand länger auf der Kippe, aber sie hat es geschafft!
Hat mittlerweile tierisch abgenommen und darf (wie vorher auch) freizeitmäßig geritten werden. ABER auf die Weise geht sie gar nicht mehr- Sandpaddock.
Zu fressen kriegt sie nur noch Heu kein Kraftfutter (außer bei akuten Medis).

Das andere Pony ist schon älter (30?). Da sieht man die Reheschübe in "kürzeren" Abständen, dann versucht sie ihre Füße zu entlasten, liegt viel. Der Allgemeinszustand ist zur Zeit auch nicht soo gut.
Leider geht sie auch auf die frische Wiese- weil man ja "der alten Dame was gönnen möchte" - ist aber nicht sehr prickelnd für die Rehe.

Das dritte Pony ist 18. Hat Herzprobleme und Athrose +Rehe. Kenne die Hintergründe nicht so genau. Steht mittlerweile auf Spänen, darf aber auf die abgefressene Wiese.

Der aktuellste fall ist der Wiesenpartner unseres Opis. Der hatte in den letzten Monaten nichts gemacht (da Besi Schwanger) und ist normal auf die Wiese mit unserem Opi- relativ schnell sehr lange, da er aber eher der leichtfrüttrige Typ ist ist er echt in die Breite gegangen.
Dann ging er morgens lahm zur Wiese. Die Besi ist direkt zu rKlinik gefahren: Rehe!
Futter wurde umgestellt, er steht jetzt nachts mit unserem Opi auf nem Paddück mit runtergefressenem Gras.
Es wurde sehr schnell gehandelt und er ist nochmal "davon" gekommen- muß jetzt natürlich abnehmen, darf aber bei passende rArbeit wieder auf die Wiese.
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