Ich hab da die verschiedensten Strategien und entscheide auch nach dem Grad der Strahlfäule.
Wenn ich merke, dass sich leicht was anbahnt, reinige ich den Huf gründlich (trocken!) und sprühe die betroffenen Bereiche großflächig mit Blauspray ein. So wird ein Großteil der Erreger abgetötet und klassisches Blauspray (mit Kupfersulfat) hat außerdem noch einen gewissen Trocknungseffekt.
Allerdings ist es auch recht aggressiv, weshalb man es nicht bei schon sehr in die Tiefe gehender Fäule einsetzen sollte.
Dabei funktionieren mit Alkohol oder Äther getränkte Wattebäuschen gut, die man dann in die Furchen stopfen und täglich wechseln muss.
Gute Erfahrungen, auch bei heftigerer Fäule, habe ich mit
Strahlsan von Leovet gemacht.
Angeblich funktioniert es bei leichter Fäule auch gut die betroffenen Stellen mit Zahnpasta oder Speisestärke zu behandeln und so in erster Linie zu trocknen, hab ich aber bisher noch nicht getestet.
Was natürlich besonders gut ist, ist wenn der Schmied möglichst bald, wenn einem eine beginnende Fäule aufgefallen ist, die betroffenen Stellen ausschneidet, sodass 1. der "Entstehungsherd" beseitigt ist und 2. Luft an die gefährdeten oder schon leicht betroffenen Stellen kommt und die vorwiegend anaeroben (also ohne Sauerstoff arbeitenden) Keime absterben oder von aeroben, nicht krankmachenden Mikroorganismen verdrängt werden.
LG Lelie