Kurtscheid (fn-press). Der Disziplinbeirat Voltigieren des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) hat beim Preis der Besten in Kurtscheid die ersten Tickets für die Weltmeisterschaften in Lexington/Kentucky vom 25. September bis 10. Oktober vergeben. Bei den Teams vertritt der VV Ingelsberg die deutschen Farben und hat damit die Chance, den 2008 im tschechischen Brno gewonnenen WM-Titel zu verteidigen.
In einem spannenden Mannschaftswettkampf, bestehend aus einer Pflicht und zwei Kürdurchgängen, setzte sich die Gruppe um Trainer Alexander Hartl mit dem Pferd Adlon gegen die starke Konkurrenz durch. Mit insgesamt 8,090 Punkten verwies Ingelsberg die beiden Teams aus dem Rheinland, Neuss-Grimlinghausen (7,677) mit Arkansas (Longenführerin Jessica Schmitz) und das Team Bleyer der JRG Köln (7,525) mit Weltoni RS von der Wintermühle (Alexandra Knauf), auf die Plätze zwei und drei. "Wir haben im Vorfeld gesagt, dass wir bei einem eindeutigen Sieger im Teamwettkampf bereits beim Preis der Besten nominieren werden. Ingelsberg hat das Turnier an beiden Tagen dominiert und wird deshalb auch in Kentucky an den Start gehen", sagte Bundestrainerin Ulla Ramge (Warendorf). "Diese frühzeitige Festlegung auf ein Team ist deshalb notwendig, damit die nominierte Gruppe die nötige Planungssicherheit im Hinblick auf die Weltmeisterschaften hat. Es ist durchaus möglich, dass Ingelsberg noch personell verstärkt wird", so Ramge weiter.
Aber nicht nur das Team Ingelsberg darf sich einer Teilnahme bei den Weltreiterspielen sicher sein. Bereits vor der endgültigen Nominierung der Einzelvoltigierer im Rahmen des CVIO Aachen vom 9. bis 11. Juli legte sich der DOKR-Beirat auch auf Doppelweltmeister Kai Vorberg (Köln) fest, der in Kurtscheid den Wettkampf der Herren für sich entscheiden konnte. Mit 8,284 Punkten siegte er mit seinem Schimmelwallach Sir Bernhard RS von der Wintermühle (Kirsten Graf) vor dem dreifachen Vizeweltmeister Gero Meyer (Lastrup/8,227) mit Grand Gaudino (Dr. Silke Bartl) und Viktor Brüsewitz (Garbsen/8,087) mit Ghandy (Lars Hansen. "Lediglich die WM-Nominierung von Kai Vorberg ist zu 100 Prozent gesichert. Er hat sich nicht nur in den vergangenen Jahren bewährt, sondern befindet sich auch in diesem Jahr wieder in einer tollen Form", begründete die Bundestrainerin Vorbergs vorzeitige Nominierung. Kai Vorberg hat sich im WM-Jahr wieder etwas Neues einfallen lassen und geht zur Musik "Wind of Change", einer Rockballade der Scorpions aus dem Jahr 1990, an den Start. Vorberg erinnert in seiner "Berlin-Kür" unter anderem an den Fall der Berliner Mauer.
Insgesamt vier Startplätze wurden für die finale WM-Sichtung beim CVIO Aachen vergeben. Neben Vorberg, Meyer und Brüsewitz erhielt auch der EM-Dritte 2009, Daniel Kaiser (Delitzsch), eine Startgenehmigung. Der frischgebackene Vater musste aus gesundheitlichen Gründen auf einen Start beim Preis der Besten verzichten.
Ebenfalls vier Startplätze für das Nationenpreisturnier in Aachen erhielten die Damen. Diese gingen an die drei Erstplatzierten des Preises der Besten: Simone Wiegele (Grevenbroich), Antje Hill (Neuss) und Sarah Kay (Sörup). Über den vierten Startplatz durfte sich die achtplatzierte Kristina Boe (Hamburg) freuen. Gerade auf den ersten beiden Rängen ging es bei den Damen in Kurtscheid eng zu. Die beiden Vereinskolleginnen ...
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