| Verhalten Richtiges und falsches Verhalten im Umgang miteinander kann hier erfragt werden |

23.08.2010, 19:07
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Pferdepflegerazubi
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"kleinere" Unarten- verbieten oder ignorieren?
Ich woltle mal fragen was ihr als richtige Umgangsweise mit kleineren Unarten anseht. Es geht irh definitiv nicht um Dinge wie Steigen,Durchgehen,Treten, an die Wadn drücken etc. sondern eher um so kleinigkeiten die einen etwas nervben aber nicht gefährden. Z.B. das das Pferd immer den einen Huf wegzieht,mit dem Kopf schlägt wenn man es da putzen will, nicht warten kann bis es sich mit dem Kopf schubebrt anch dem reiten usw.
Unterbindet ihr das konsequent, oder ignoriert ihr das eher?
Bei was ignoriert ihr das lieber, was muss man eurer Meinung nach unbedingt verändern?
Speziell bezogen auf Schulpferde, bzw., pferde die man 1-2mal die Woche reitet würde mich das intressieren? Meint ihr da bringt es überhaupt etwas das zu verbeiten oder sollte man sich eifnahc damit abfinden?
schreibt mal drauflos 
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23.08.2010, 19:20
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Moderator
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Bei meiner Stute unterbinde ich das konsequent. Was ich nicht will, hat sie nicht zu machen. Da gibts dann halt mal ein lauteres "Nein" und da erinnert sie sich auch wieder an ihre gute Erziehung.
Auch bei Schulpferden würde ich das so machen. Denn Pferde können genau unterscheiden wer vor ihnen steht. Hab auch Pferde geritten die bei mir beim Aufsteigen nach mehrmaliger Korrektur brav stehen blieben, während sie beim Besitzer einfach los liefen. Ich kann meine Lütte vor der offenen Boxentür parken und sie wartet auf das Zeichen bis sie rein gehen darf. Bei meiner Mama läuft sie einfach rein.
Konsequenz lohnt sich immer!
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Viele Grüße Wunschtraum 
"Richtig reiten reicht" (Paul Stecken)
"Reiten ist mehr als ein Sport. Reiten ist Gefühl und Vertrauen. Reiten ist eine Lebenseinstellung, voller Faszination, Leidenschaft und Sehnsucht."
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23.08.2010, 19:29
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Auch kleinere Unarten haben etwas mit Respektlosigkeit gegenüber dem Menschen zu tun, das sollte einem klar sein. Deshalb unterbinde ich sowas auch recht konsequent. Bei 600 kg gegen 60 kg kann ich es mir einfach nicht leisten, dass das Pferd sich quasi schleichend in die Chef-Rolle begibt.
Alles, was du genannt hast, darf bei mir kein Pferd. Da mache ich auch keinen Unterschied zwischen eigenen und Fremdpferden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Pferde sehr gut unterscheiden können, wer konsequent mit ihnen umgeht und wer nicht.
Bei aller Disziplin finde ich es wichtig, dass man fair dem Pferd gegenüber bleibt und immer wieder Freiheiten schafft. Also z.B. nicht jegliches Kopf scheuern verbietet sondern das nur unterbindet, wenn das Pferd sich mit Trense oder unaufgefordert am Menschen kratzt. Ist die Trense ab, darf dass Pferd sich auch ohne "Aufforderung" an der Wand kratzen. Oder wenn das Pferd z.B. nach Fliegen schlägt, wenn ich gerade nicht in unmittelbarer Nähe bin.
Die Disziplinierung hat ja einen Sinn, sie soll der Sicherheit von Pferd und Reiter dienen. Aber sie soll nicht Selbstzweck sein und zum Drill verkommen.
Mit diesem Mittelweg bin ich bisher gut gefahren. Die Pferde haben Respekt und wissen um die klare Rangordnung, verkümmern aber andererseits nicht als unterdrückte Opfer.
LG Lelie
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23.08.2010, 19:51
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Pferdepfleger
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Zitat - Nur für Mitglieder -
Ähm, wie forderst du denn dein Pferd zum Kratzen auf? Meine Pferde kratzen sich nie am Menschen, daher kann ich mir irgendwie gar nicht vorstellen wie man ein Pferd dazu auffordern kann?
Zum Thema: Ich sehe es ähnlich wie meine Vorschreiberinnen. Ungehorsamkeiten kleinerer oder größerer Art werden bei mir direkt unterbunden. Das ist für beide Seiten die schonendste Variante, denn ich habe schon oft mitbekommen, dass sich die kleine, süße Unart mit der Zeit zu einem nervtötenden Problem entwickelt hat.
Pferde sind ja im Grunde auch Gewohnheitstiere und die werden nicht verstehen, wenn man eine Unart mal durchgehen lässt und irgendwann nicht mehr.
Bei meinem Kleinen war es beispielsweise ziemlich extrem mit seiner Verfressenheit und Bettelei. Dort wo er vorher stand, hat er von den Stallbesitzern immer wieder Leckerlies zwischen die Zähne geschoben bekommen und mit der Zeit angefangen eine richtige Taschenkontrolle zu machen. Ich war nur am WE da, unter der Woche steckte er fröhlich seine Nase in alle verfügbaren Taschen und bekam dafür immer noch was zugesteckt. Sowas geht für mich einfach gar nicht. Inzwischen haben wir das ganz gut im Griff, aber ab und an verirrt sich seine Nase immer noch in meine Tasche und das nervt. Daher: Besser gleich unterbinden. Spart Nerven und ist sicherer.
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23.08.2010, 20:01
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Zitat - Nur für Mitglieder -
Helli hat sich nachm Reiten immer ganz gerne mal den Kopf schubbern und kratzen lassen. Da gab es dann eine kleine Geste nach dem Abtrensen und wenn sie wollte, durfte sie sich dann kurz kratzen. Kurzes Ansprechen und sie hat wieder aufgehört.
Eine kleine Gewohnheit, die sich so mit der Zeit entwickelt hat. Sicher kann man auch darüber streiten, ob es überhaupt richtig ist, dass das Pferd sich am Menschen kratzen darf. Helli hatte nie ein Dominanzproblem und bei ihr war ganz klar, dass sie das nur in bestimmten Situationen darf, deshalb hab ich ihr diese Freude gegönnt.
LG Lelie
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23.08.2010, 20:09
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Pferdepflegerazubi
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Zitat - Nur für Mitglieder -
Sicher, beim eigenen Pferd lässt sich sowas unterbinden. Bei einem Shculpferd aufgrudn gearde dieser Tätigkeit nicht.
Und auch was Wunschtraum sagte , das Pferd könne unterscheiden wer vor ihm Stehe- Prinzipiell stimme ich dem zu.
Was aber wenn ich ein Pferd einmal in der Woche reite, und das Pferd im schnitt 1-2 mal am Tag Schuluntericht läuft? Geht man davon aus dass es nur an 5 Tagen die Woche läuft, dann sitzen da in der Woche ca. 15 verschiedene Reitschüler drauf. Dazu kommt dann am Wochende noch so etwas wie ein "Reitbeteiliungs/Pflegemädchen" udn eben die ganezn anderen personen mit denen das Pferd Kontakt hat- Stallpersonal, Reitlehrer, etc. hinzu. Man Köntne also sagen das pferd hat in der Woche mit ca 18- 20 Menschen zu tun. Dazu kommt dass natürlich nicht jede Woche der gleiche Reitschüler das gleiche Pferd reitet, sondern dass in vielen reitshculenw ert darauf gelegt wird, das jeder mal jedes Pferd reitet. Mit wie vielen Verschiedenen Menshcne das Pferd da zu tun hat kann man sich dann ja denken. Erschweerend kann man noch hinzufügen dass ein großteil dieser Personene aller-allerhöchstens eine Stunde mti dem Pferd verbringt. ( wenn man jetzt das reiten abzieht) oft sogar viel weniger. Das Pferd wird sich also bis auf einige bestimmte Bezugspersonen kaum jeden Merken der mit ihm zu tun hat.
Jetzt ist bei so vielen verschiedenen menschen in der Regel keien vernünfitge Absprache möglich d.h dass einige es dem pferd konsequent verbieten, andere das durchgehen lassen, die nächsten 1-2 nein sagen und es dabei belassen.
Meien Frage nun: Wie soll das Pferd da wissen was es tun soll?
Erleichtern wir es dem Pferd udn auch usn in diesem Fall nicht eifnach damit das ganze zu ignorieren, so lange es nicht in irgedneiner From gefährlich sein könnte?
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23.08.2010, 20:09
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Reitlehrer/in
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Ich seh das genau wie Wunschtraum!
Ich würde es auch bei den Schulpferden unterbinden. Jedes mal wenn das Pferd mit der "Unart" durchkommt trägt das dazu bei, dass sich das Verhalten festigt bzw. steigert.
Kleine "Frechheiten" wie zum Beispiel das Pferd bleibt während der Arbeit stehen um sich mit den Kopf an den Beinen zu kratzen können sich dahingehend verstärken, dass das Pferd das irgendwann auch plötzlich aus dem Trab macht, wenn es sich kratzen will. Deswegen gehört das meiner Meinung nach gleich unterbunden.
Meine eingenen Pferde sind ziemlich gut erzogen, weil das für mich das A und O ist. Gegen Unarten wie Betteln, Schubbsen, Scharren, Zwicken, Taschen-wühlen, Drängeln, nicht stehen bleiben und Co. bin ich einfach allergisch.
Respekt beginnt am Boden und brave Pferde werden schnell zum "Selbstläufer" und tanzen dem Menschen auf der Nase rum, wenn man nicht konsequent ist.
Stehen bleiben zum Äpfeln ist auch so eine umstrittene Sache unter Reitern... Wie seht ihr das? Ist das für eure Pferde erlaubt?
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23.08.2010, 20:29
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Pferdepfleger
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Mürmeli, Schuldpferde sind da ein spezieller Fall, da stimme ich Dir zu. Aber ich finde trotzdem, dass ein Pferde mit dem ich umgehe mich als Chef zu akzeptieren hat. Was es da mit anderen Reitern macht kann keiner wissen, aber wenn es versucht meine Autorität zu untergraben, dann kann ich das nicht dulden, nur weil das Pferd seine Unarten bei anderen Reitern, die eventuell nicht so viel Erfahrung im Umgang haben, einfach so durchsetzen kann.
Mein Post, dass es für das Pferd nicht ersichtlich ist, wann es etwas darf und wann nicht, bezog sich im Grunde darauf, dass es immer mit dem gleichen Menschen zu tun hat.
Bei Schulpferden kann ich mir schon vorstellen, dass sie das unterscheiden können. Pferde wissen ja auch in einer Herde wer das Sagen hat. Ich denke, da können sie auch bei Menschen recht gut differenzieren, wenn klare Ansagen gemacht werden.
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23.08.2010, 20:39
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Reitlehrer/in
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Zitat - Nur für Mitglieder -
Da bin ich mir absolut sicher.
Das selbe Pferd kann vor dem einem Menschen Respekt haben und z.B. beim Aufsteigen brav stehen bleiben und einen anderen Menschen aber verarschen und rumhampeln, weil einfach keine Respektsbasis geschaffen ist.
Der ganze Zauber hat meiner Meinung nach außer mit Konsequenz auch was mit Körperhaltung und selbstbewusstem Auftreten zu tun. Angst wird zum Teil auch ausgenutzt.
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23.08.2010, 21:22
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Pferdepflegerazubi
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Zitat - Nur für Mitglieder -
Ja, das könnene sie, natürlich. Meine Autorität in dem Sinne lass ich mir auch von keinem Pferd untergarben- ich würde mich z.B. nie an die Wand quetschen lassen.
Ich habe aber sehr wohl die Erfahrung gemacht dass man dem Pferd bestimmte Dinge als Reitschüler nicht abgewöhnen kann. Ein Pferd bspw. hat oft "gscharrt" u.Ä. Ich habe da Anfangs ( also die ersten 2-3 Monate !) Durchaus Klare Ansagen gemacht und versucht das zu unterbinden. Das Pferd hat jedoch jedesmal aufs neue Zeit gebraucht zu verstehen dass es das bei mir nicht darf- bei anderen durfte es das, es hat natürlich jedesmal getestete. Ich war also die ersten 20 minuten der 30 "fertig-mach"-minuten damit beschäftigt dem Pferd immer udn immer wieder das Scharren zu verbieten, mit dem Erfolg dass es die letzten 10 minuten Still stand. Und das wurde nicht etwa von mal zu mal besser, da es ja sozusagen imemr wieder von neuem lernen musste "halt das darf ich nicht" wenn es ihm zwischendurch erlautb worden ist. Meiner meinugn anch war dieses Scharren auch keinesfalls ein unterbinden meiner Autorität oder gefährlich. Wenn man ihn hat machen lassen hat er halt ein bischen gescharrt und gut war. Wenn es gearde gestört hat weil man z.B. die beien putzen wollte hat man Nein gesagt und er hat für 1-2 minuten stillgehalten. Er ist jedoch nie in irnedeiner From gefährlich geworden. Als ich ihm das die ganze Zeit verboten habe hatte ich am Ende ein genervtes Pferd und eine genervte Reiterin. Wenn ich das scharren zugelassne habe hatte ich am Ende ein entspanntes Pferd un eine entspannte Reiterin..
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