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Verhalten Richtiges und falsches Verhalten im Umgang miteinander kann hier erfragt werden

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  #1  
Alt 19.08.2010, 13:02
nellysjulchen
Gast
 
Beiträge: n/a
Wo hört Vertrauen auf und Leichtsinn fängt an?

Diese Frage beschäftigt mich schon ziemlich lange:

Wo hört für euch Vertrauen zum Pferd auf und Leichtsinn fängt an?

Ich bin gespannt.
(Wenns falsch ist bitte verschieben)

LG Julia
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Gwenie (19.08.2010)
  #2  
Alt 19.08.2010, 13:19
Benutzerbild von Wunschtraum
Moderator
 
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Ort: Bayern
Beiträge: 767
Abgegebene Danke: 298
Erhielt 334 Danke für 158 Beiträge
Wunschtraum befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Das ist ne gute Frage und gar nicht so leicht zu beantworten, finde ich.

Wo Vertrauen aufhört, kann ich gar nicht so genau sagen. Ich vertraue meinem eigenen Pferd eigentlich in jeder Situation! Wir kennen uns jetzt schon lange und können uns gegenseitig gut einschätzen. Bei fremden Pferden ist das nicht uneingeschränkt so.
Leichtsinn beginnt für mich da, wo meine eigene und die Sicherheit anderer (Mensch und Tier!) durch mein (Fehl)Verhalten gefährdet ist. Also alles wo ich mich selber in unnötige Gefahr bringe.
Das Pferd kann lieb und gut erzogen sein, aber es bleibt immer noch ein Fluchttier, dass man nie 1000%ig einschätzen kann. Das sollte man im Umgang immer bedenken und ich vermeide solche (unsinnige) Gefahrensituationen.

Ich würde mich z.B. nie unters Pferd setzen. Ich glaube zwar nicht, dass sie da etwas machen würde, aber man muss das Unglück ja nicht heraus fordern.
__________________
Viele Grüße Wunschtraum

"Richtig reiten reicht"
(Paul Stecken)


"Reiten ist mehr als ein Sport. Reiten ist Gefühl und Vertrauen. Reiten ist eine Lebenseinstellung, voller Faszination, Leidenschaft und Sehnsucht."

Geändert von - Nur für Mitglieder -
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Baccara (19.08.2010), Casey (19.08.2010), Gomi (20.08.2010), Gwenie (19.08.2010)
  #3  
Alt 19.08.2010, 13:49
Lelie
Gast
 
Beiträge: n/a
Ich kann Wunschtraum da auch nur beipflichten, Vertrauen heißt nicht, den Verstand auszuschalten.
Pferde sind nunmal Tiere und damit in gewisser Hinsicht unberechenbar. Je länger man das Pferd kennt und je größer das Vertrauen ist, desto geringer wird zwar die Wahrscheinlichkeit, in eine unvorhergesehene Situation zu geraten. Aber ausschalten kann man das Risiko nie.
Deshalb würde ich mich auch auf das bravste Pferd der Welt nicht ohne Kappe setzen. Schließlich hab ich nur diesen einen Kopf.
Ich würde nie ohne Trense (z.B. nur mit Halsring) ausreiten. Mit Turnschuhen in den Steigbügeln reiten. Meinem Pferd beibringen auf Kommando zu steigen. Das hier ist grob fahrlässig und für jeden ersichtlich total leichtsinnig. Nur so als Beispiele.
Ich glaube, dass man für jede Situation, bis auf eben diese paar Grundregeln, neu bewerten muss, was leichtsinnig ist und wofür man dem Pferd genug vertrauen kann.
Bei meinem Pony wusste ich z.B. nach einigen Jahren, dass ich sie, ohne eine größere Gefahr für uns und andere darzustellen, auch dann mit Halsring reiten kann, wenn mehrere Reiter in der Halle sind.
Helli konnte ich vertrauen, dass ihre Box nicht verlässt, auch wenn die Tür offen steht und ich eben was holen bin oder so. Ich konnte ihr vertrauen, dass sie nicht plötzlich anfängt rumzuzicken, wenn ich meine RB mit ihr ins Gelände schicke. Oder ich konnte mir recht sicher sein, dass sie beim Handpferdreiten auch dann brav bleibt, wenn der kleine Zappelphilipp neben ihr versucht sie zu provozieren.
Eine pauschale Aussage für jedes Pferd und jede Situation würde ich mir zu dieser Frage nie erlauben. Man muss abwägen, die Risiken einschätzen und dann bewerten, was man in Kauf nehmen kann. Der Umgang mit Tieren ist immer potenziell gefährlich, da muss man sich nichts vormachen. Man sollte nur so verantwortungsbewusst sein, dass man weder sich noch das Pferd noch seine Mitmenschen durch sein Verhalten einer unnötigen Gefahr aussetzt.
LG Lelie
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Gomi (20.08.2010), Gwenie (19.08.2010), Wunschtraum (19.08.2010)
  #4  
Alt 19.08.2010, 14:51
Benutzerbild von Gwenie
Administrator
 
Registriert seit: 22.12.2009
Ort: Datteln
Beiträge: 1.408
Abgegebene Danke: 528
Erhielt 358 Danke für 203 Beiträge
Gwenie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Leichtsinnig wird es immer dann, wenn der Mensch vergißt das sein Tier ein Fluchttier ist. Und so andere mitgefährdet werden.

Z.B. eine Mutter die ihr Kind in einem Sitzrucksack mit zum Ausreiten nimmt.
eine Mutter die ihr Kleinkind so durch die Stallgasse laufen läßt, in der viele Pferde stehen.Ohne dabei zu bleiben.

Aber auch jemand der sein Tier an unerfahrene abgibt, ohne die nötige Einweisung zu geben oder dabeizubleiben.

Ich vertraue meiner Stute auch, sonst würde ich sicherlich meine Kinder nicht mit aufs Pferd nehmen. Bzw. den großen in einem gewissen Rahmen "allein" reiten, aber hier bleibe ich dabei. er trägt eine Kappe und es wird gemacht wenn nicht allzuviel in der Nähe des Platzes los ist- leichtsinnig wäre es ihn ohne alles auf dem Platz reiten zu lassen, während auf dem Paddock Pferde toben, der Rasensprenger läuft und der Trecker Mist aufschiebt (so als Beispiel).
__________________
lg Gwenie

Einen Schuss Verrücktheit braucht jeder von uns - sonst trifft uns die Normalität mit voller Wucht...
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