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Springplatz Hier sind alle Springreiter und alle die es noch werden wollen, mit ihren Fragen, Anregungen und Tipps willkommen

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  #1  
Alt 18.04.2010, 20:42
Benutzerbild von Gwenie
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Gwenie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Rhythmusgefühl des Reiters trainieren

Hallo ihr Springreiter,
wie kann man den als nicht Springer sein Rhythmusgefühl und den Blick/das Gefühl für den richtigen Absprung üben- ohne ein Hindernis?

Reicht eine Galoppstange dafür?
Wie würdet ihr das machen?

Der Grund: Ich als Angstspringer, möchte schon etwas springen. zur Zeit lernt meine das Springen bei meinem SB.
Jetzt möchte ich aber mein Rhythmusgefühl und mein Gefühl für den richtigen Absprung schulen, damit ich nicht ganz wie ein Holzklotz auf dem Pferd sitze, sollte es dann mal soweit sein, dass ich mich an ein Kreuz oder ähnliches herantraue.
__________________
lg Gwenie

Einen Schuss Verrücktheit braucht jeder von uns - sonst trifft uns die Normalität mit voller Wucht...
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  #2  
Alt 18.04.2010, 21:50
Benutzerbild von Wunschtraum
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Wunschtraum befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Ja klar kannst du das ohne einen Sprung

Mach ich auch ganz oft, damit dann mit den Sprüngen problemlos klappt.

Stangen oder niedrig gestellte Cavalettis (die rollen nicht weg, wenn das Pferd mal drauf tritt) eignen sich dafür super.

Übung mach den Meister. Das richtige Gefühl für den Absprung bekommt man nur durch üben, üben und nochmal üben. Außer man ist mit dem Talent gesegnet von Natur aus ein "gutes Auge" zu haben.

Du kannst die Stangen einzeln auf dem Platz verteilen und dann anreiten. Oft hilft es die letzen 3-4 Galoppsprünge vor dem Absprung im Kopf mit zu zählen.
Ich denke du bist schon so weit, dass du merkst, ob du den Absprunpunkt richtig getroffen hast, oder nicht
Eine andere Möglichkeit wäre die Stangen an A/C, X und den Zirkelpunkten zu platzieren und dann auf dem Zirkel rhythmisch drüber zu galoppieren.

Dann kann man die Stangen auch als "Kombinationen" und "Distanzen" legen. Das schult das gefühl für den Rhythmus ganz gut. Da sollte man dann aber schon in der Lage sein, den Absprungpunkt korrekt zu treffen.

Als weitere Schwierigkeit kann man dann versuchen die gelegte Distanz, z.b. 21,50m für 5 Galoppsprünge einmal mit 4 und das andere Mal mit 6 Galoppsprüngen zu reiten.
Damit trainiert man den Galoppsprung passend zu machen, was sehr nützlich ist um das Pferd im Parcours passend zum Sprung zu bringen.
Denn ein gutes Auge nützt nichts, wenn das Pferd unrittig ist und man den Galoppsprung nicht verändern kann.

Die ganz Mutigen () können sich dann mal an "Knick-Distanzen" versuchen. Die Stangen liegen dabei auf einer leicht (!) gebogenen Linie.
__________________
Viele Grüße Wunschtraum

"Richtig reiten reicht"
(Paul Stecken)


"Reiten ist mehr als ein Sport. Reiten ist Gefühl und Vertrauen. Reiten ist eine Lebenseinstellung, voller Faszination, Leidenschaft und Sehnsucht."
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Angie (19.04.2010), Gwenie (18.04.2010), Zhofi (19.04.2010)
  #3  
Alt 19.04.2010, 16:32
Benutzerbild von Zhofi
Pferdepfleger
 
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Zhofi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Ich mache das Ganze im Training auch mal ganz ohne Stangen, aber das ist eine Technik, die ich mir zurechtgelegt habe, deshalb weiß ich nicht, ob andere sie auch so umsetzen können. Theoretisch müsste es aber gehen.
Ich denke mir beim Dressurreiten in der Bahn "imaginäre Sprünge". Zum Beispiel bei einem bestimmten Punkt an der Bande, einem Schatten auf dem Boden o.ä.
Diesen imagnären Sprung reite ich dann im Galopp an und versuche dort passend hinzukommen. Hierbei verändere ich dann eben gegebenenfalls auch das Tempo, wenn die Distanz nicht passt. Das hat im Dressurtraining für mich den Effekt, dass ich gleichzeitig noch Tempiwechsel reite, die zumindest bei meinem Pferd sehr lockernd wirken.
Manchmal denke ich mir auch mehrere "Sprünge" hintereinander, das klappt nach einiger Übungszeit auch ganz gut. Ich variiere auf diese Art und Weise jedenfalls sehr gern die Dressurarbeit, wenn ich gerade keine Stangen und Cavalettis zur Verfügung habe. Übrigens lässt sich der ganze Spaß natürlich auch ins Gelände verlagern.
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Gwenie (19.04.2010), Wunschtraum (20.04.2010)
  #4  
Alt 19.04.2010, 17:48
Benutzerbild von Wunschtraum
Moderator
 
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Wunschtraum befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
@ Zohfi: das ist auch ne gute Idee!
Ich mach das ganze in der Dressurarbeit immer weniger fantasievoll... Die Anzahl der Galoppsprünge an der langen bzw. kurzen Seite vergrößern oder verkleinern. Das ganze lässt sich auch auf den Zirkel verlegen. Von Zirkelpunkt zu Zirkelpunkt. Oder eben durch die Diagonale.

Hab heute Springtraining, da werd ich deine Idee gleich mal in mein Aufwärmprogramm einbauen!
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Viele Grüße Wunschtraum

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  #5  
Alt 22.04.2010, 22:27
Lelie
Gast
 
Beiträge: n/a
Ich kann die Tipps der beiden nur unterschreiben. Gerade Stangen-/Cavaletti-Arbeit ist super um erstmal ein Gefühl für die Distanzen zu bekommen, weil ein Rumpler da keine schlimmen Folgen hat und man andererseits im Folgenden auch üben kann unterschiedliche Galoppsprungzahlen zwischen zwei Stangen zu reiten.
Was ich zusätzlich noch empfehlen kann: Wann immer man die Möglichkeit hat (z.B. bei anderen Reitern, denen man im Training oder auf dem Turnier zuschaut) auch bei anderen Reitern die letzten drei Galoppsprünge mitzuzählen. Das klingt erstmal leichter als es ist, ist aber sehr nützlich, weil man dadurch ein gutes Gefühl für den Absprungpunkt bekommt. Mehr bringts natürlich beim eigenen Reiten, weil dann das Gefühl noch dazu kommt, aber man kann so ergänzend noch ganz gut "trainieren", finde ich.
LG Lelie
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Gwenie (23.04.2010), Wunschtraum (23.04.2010), Zhofi (23.04.2010)
  #6  
Alt 23.04.2010, 11:45
Benutzerbild von Zhofi
Pferdepfleger
 
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Zhofi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat - Nur für Mitglieder - Das ist wirklich einfach als es ist. Mir hat das zu Anfang meiner Springkarriere mal mein damaliger RL auf dem Turnier gesagt: "Versuch einfach mal bei den anderen mitzuzählen!" Darauf hab ich ihm erklärt, dass ich zwar mathematisch nicht besonders viel drauf habe, aber dass ich sowas ja wohl gerade hinbekomme. Aber ich hab dann relativ schnell gemerkt, dass es fürs ungeübte Auge schwieriger ist, als gedacht.
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  #7  
Alt 02.05.2010, 10:01
Mueffy
Gast
 
Beiträge: n/a


bevor Du Dein Auge schulst und Hindernisse außen vor lassen willst, mußt Du erstmal wissen, wie groß der Galoppsprung Deines Pferdes ist. Ein Galoppsprung von 3,50 m ist das Idealmaß und das kannst Du Dir auf dem Viereck ausmessen. Du gehst auf der langen Seite (bei einem 40 Viereck, bei einem größeren entsprechend mehr) 5 m und setzt Dir eine Markierung, damit Du auf 35 m kommst und dann zählst Du von Markierung 1 10 Galoppsprünge, bist Du bei Deiner Markierung, ist es perferkt, bist Du zu weit, mußt Du entsprechend zurücknehmen, bist Du hinter Deiner Markierung, dann mußt Du Gas geben.

Und wenn Du dieses Rhytmusgefühl hast, dann kannst Du anfangen Dein Auge zu schulen.
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Gwenie (02.05.2010)
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