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Oh, da fällt mir jede Menge ein.
Wir haben zum Glück einen Stallbesitzer, der auch ein Interesse an lustigen Sprüngen hat. Unseren ersten großen Satz Stangen haben wir damals mit der ganzen Stallgemeinschaft zusammen gestrichen. Z.B. haben wir Stangen, die (mit Handschuhe) mit roten und blauen Händen "bedruckt" wurden. Außerdem einen Dalmatiner-Sprung (der auf unseren Hausturnieren immer der Sprung war, bei dem die meisten Auswärtigen Probleme hatten), einen Milka-Sprung (lila-weiße Stangen) und und und. Überhaupt werden bei uns den Sprüngen immer Namen gegeben, fällt mir gerade auf... Das geht dann in der Springstunde so "reit mal linke Hand auf Biene Maja (schwarz-gelb), dann aus der Ecke über den Italiener (grün-weiß-rot) und versuch dann mal die Distanz vom Dalmatiner zum Kuh-Oxer (braun-weiße Stangen) mit 5 Galoppsprüngen."
Aber zurück zum Thema...
Neben den bunten Stangen werden die Sprünge bei uns hin und wieder durch improvisierte Unterbauten ergänzt. Ganz einfach geht das mit diesen Plastik-Cavalettiblöcken. Außerdem haben wir so Planen (ca. 40 cm lang), die oben zusammengenäht sind und über die Stange gezogen werden. Das funktioniert besser, als eine drübergelegte Plane und fliegt auch bei Wind nicht weg.
Besonders gut kommen auch immer so rot-weiße Hütchen (wie bei Straßenabsperrungen). Oder die gelbe oder blaue Variante, die die Dualaktivierer benutzen.
Früher haben wir einen Wassergraben mit einer blauen Plane simuliert, mittlerweile haben wir allerdings einen richtigen Wassergraben. Bei der Plane ist es echt wichtig die Ecken gut zu beschweren, damit die nicht hochflattert.
Eine große blaue Futtertonne (die man je nach Vermögen aufrecht oder liegend platzieren kann) hat oft auch den mutigeren Pferden den Rest gegeben. Irgendwie ist die weg, aber mit einer anderen Futtertonne hat es neulich auch gut geklappt.
Neulich in der Springstunde hat die Springreitlehrerin auch einen großen Gymnastikball (ihr seht schon, bei uns im Stall wird viel Quatsch, Schrecktraining und so mit den Pferden gemacht) unter einen Sprung gelegt. Eine Stange davor und eine dahinter haben den Ball fixiert. Später hat sie dann den Sprung weggeräumt und stattdessen oben noch zwei Stangen als V auf den Ball gelegt (als Begrenzung). Damit kann man (wie mit der Tonne auch) super schmale Sprünge trainieren, was natürlich für Vielseitigkeitsreiter besonders wichtig ist. Funktioniert auch mit Gartenstühlen (-bänken).
Was natürlich auch noch gut geht, z.B. um eine Hecke zu simulieren, ist, dass man kleine Bäumchen oder Büsche in Plastiktöpfen (wegen der Verletzungsgefahr) unter den Sprung stellt.
Ich finde es sehr wichtig bei all den verwendeten Sachen erst genau zu überlegen, ob und wie die Pferde sich daran verletzen können oder wie sie unerwartet erschreckt werden können. Beides sollte man verhindern, schließlich will man ihnen ja nicht das Vertrauen nehmen.
LG Lelie
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