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  #1  
Alt 20.05.2010, 03:23
Benutzerbild von Estrellita
Pferdepflegerazubi
 
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Erfahrungen als bzw. mit Reit-/Pflegebeteiligungen

Ich weiß, ein oft leidiges Thema

Ich wollt einfach mal ein allgemeines Thema zum Erfahrungsaustausch starten...

Wie ergeht/erging es auch mit einer PB/RB oder als PB/RB?

Meine "Geschichte" als PB/RB:
Als PB/RB
Ich hab mit einem Pflegepferd, einem verrückten Araber (Problempferd, ehemalige Besi ist auf im verunglückt...)... Die Besi hat mir alles gezeigt, auch mit Putzen etc., weil ich ja noch nicht soooo viel Erfahrung hatte... Seeehr viel Kontakt hatten wir nicht, gab halt das "Tagebuch", wo ich immer reingeschrieben hab, was ich gemacht hab... Hab ihn immer verwöhnt und bin mit ihm auch mal spazieren gegangen, allerdings war er im Gelände ein Pulverfass und ist auch mal gestiegen, aufgegeben hab ich aber nie...
Eines Tages hieß es kur per SMS, dass sie längere Zeit weg ist und einen Ersatzpfleger, auch zum Reiten hat... Seitdem war das Pferd irgendwie nie da, wenn ich da war und ich hab per SMS abgesagt, dass ich wohl nicht mehr kommen werde... Da sie anscheinend sehr krank war, weiß ich nichtmal, ob sie die SMS bekommen hat, ich weiß, sehr unvernünftig und unzuverlässig damals (war 12/13 Jahre alt)

Am Bodensee hab ich ja immer die Hafistute Holle zum Reitenlernen im Gelände gehabt und ich hab sie sehr gepflegt und sie ist ja heute noch mein Schatz... Bei ihr hatte ich nach ner Weile und bis jetzt immer freie hand, muss mich halt ankündigen, wenn ich komm, bin ja nicht mehr soooo oft am Bodensee...
Für mich war da auch Stallarbeit immer normal, das erste was ich immer gemacht habe und immernoch mache, ist, die Gabel in die Hand zu nehmen und die jeweilige Box zu misten... Das mach ich schon automatisch, auch wenn ichs nicht müsste...

Ich hab also auf der Hafistute am Bodensee reiten gelernt, die einfachsten Grundlagen halt, Schritt, Trab, Galopp, damals wusste ich noch nicht viel über verschiedene Paraden, Anlehnung, v/a etc.pp.
Hier in München hab ich ganz wenige Reitstunden in diversen Schulen gehabt, aber gelernt hab ich da nicht, immernoch wenig Ahnung von Paraden und Anlehnung etc. gehabt *schäm*

Weil ich aber im Gelände serh sattelfest war und gut mit Pferden umgehen konnte, hab ich hier nach einer PB oder RB gesucht, gar nicht so einfach, da ich ja nicht gut reiten und nicht viel Geld zahlen konnte...
Eine Wanderreiterin mit einer lieben Gelände-Araberstute hat sich bei mir gemeldet, dass sie jemand fürs Gelände sucht, ich soll doch einfach mal vorbeikommen, dann sehen wir weiter...
Mein erstes Probereiten also, mitten im Winter bei Schnee und Eis in einer 4er Gruppe ins Gelände, 2h lang in allen Gangarten... Genau nach meinem Geschmack und noch dazu gebisslos mit Hackamore, in das sie mich zuvor "eingeführt" hatte und ich einen riesen Respekt davor hatte... Es lief echt gut mit der Stute, wir sind einen eisigen Berg heruntergerutscht (mit Stollen gings aber) und durch Tiefschnee galoppiert... Am Ende des Ritts dann die Frage, obs geklappt hat und wie oft ich komen wollte etc.
Sie hatte nichts dagegen, wenn ich weniger zahlen kann, dann soll ich halt "nur" 2x/Woche reiten... Ich war einverstanden und hab die Besi erstmal ne Zeit lang gar nicht mehr gesehen, hab aber immer brav ins Tagebuch geschrieben... Gefahren bin ich übrigens einfach knapp 1h mit S-Bahn und Bus und im Winter hab ich auch mal 1-2h auf einen Bus gewartet...
Ich glaub knapp 1 Jahr war alles in Ordnung, dann lahmte die Stute ab und zu, ich meldete immer sofort, wenns wieder schlimmer war... --> Hufgelenksentzündung
Ich dachte schon, dass das das Ende war und hab aber gesagt, dass ich mich trotzdem um sie kümmern möchte, weil sie mir ans Herz gewachsen ist, durfte ich auch...
Aber die Stute wurde sehr schnell weggestellt und mir wurde eine RB an ihrem Zweitpferd, einem Isländerwallach angeboten, weil ich so zuverlässig bin und sie gemerkt hat, dass ich mich an die Pferde "gehangen" hab...
Ein Probereiten auf dem Isi zum Tölt lernen folgte, bei dem Ritt riss ein Zügel und ich ritt nur mit einem weiter, kein Problem und schon war ich RB auf ihm Tagebuch schrieb ich immer und zuverlässig war ich sehr...
Nur das ewige Fahren ging mir langsam auf die Nerven und noch dazu überlegte ich, an Bodensee zu ziehen, zu "meiner" Holle, was ich in einem Forum kund tat und die Besi des Isis mitbekommen hatte. Sie hat mich drauf angesprochen und gemeint, dass ich ihr halt frühzeitig Bescheid sagen sollte, damit sie sich nach jemand anderem umschauen kann... Ich hab letztendlich gekündigt ohne genau zu wissen, wie es mit Bodensee etc. weitergeht und die Besi war sehr traurig und hat gemeint, dass sie mich in Erinnerung behält und falls was "schief" geht, dass ich dann halt nur noch 1x kommen kann, wenn ich wieder "zurückkommen" wollen sollte...
Mit Bodensee hats natürlich nicht geklappt, aber "zurückkommen" wollte ich auch nicht mehr auch wegen der langen Fahrerei und weil ich mir blöd vorkam einfach gekündigt zu haben ohne das mit Bodensee und so sicher zu wissen...

Ich hab mich also wieder auf RB-Suche gemacht, dieses Mal aber mit deutlich mehr Erfahrung, am Bodensee hab ich nebenbei von einer Freundin auch immer mehr gelernt, u.a. das einfach Longieren etc.
Ich hab diverse Pferde angeboten bekommen, allerdings extrem teuer bzw. für München normal wie ich heute weiß... Hab auch selber in dem tollen Stall bei mir um die Ecke einen Zettel aufgehängt, wo sich auch prompt jemand drauf gemeldet hatte... Ich durfte Probereiten, auf einem eher schwereren 170cm-WB, also dem kompletten Gegenteil zu Hafi, Araber und Isi Allerding waren die Vorstellungen eher weniger Gelände und nie richtig lange Zügel wegen Stolpern etc, kA, das war also nicht wirklich meins, auch wenn die Besi meinte, dass sie es sich sehr gut vorstellen könnte, gemeldet hat sie sich allerdings trotzdem nicht mehr...
Dann kam der freizeit-western gerittene Merens-Wallach mit Bodenarbeit nach Pat Parelli, Besi: ein Mann! Ich konnts kaum fassen *lach* Wir vereinbarten ein Probetermin zum Reiten... Aston wurde damals noch viel mit Knotenhalfter geritten und das hat der besi auch drauf, aber damit hat der Kerl mich auf dem Platz nur verarscht, ich wär am liebsten in Grund und Boden versunken... Ich hab zwar dann das gebiss bekommen, aber soooo viel besser ist es nicht gelaufen... Wohl hab ich mich dennoch gefühlt auf dem sturen Kleinpferd, war ich es doch von den bisherigen gewohnt *lach*
Allerdings dachte ich, dass es sich nach DEM Probereiten erledigt hatte, aber nein, der Besi meinte, dass er sich das vorstellen konnte... Später erfuhr ich, das Ausschlaggebende war, dass ich beim Aufsteigen sofort "korrigiert" hatte, nachdem Aston meinte, gleich loslaufen zu können, und dass ich einfach nicht aufgegeben hätte
Die RB an ihm war also so gut wie sicher, wir haben uns noch ein paar Mal getroffen, damit er mir die Bodenarbeitssachen zeigen konnte und sonst hab ich den Besi dann auch nicht mehr so viel gesehen...
Weil meine Anzeige noch im Internet stand, hat sich noch jemand aus meinem Ort gemeldet und ich hab einfach mal zum Probereiten zugesagt, obwohl ich mich schon fast für Aston entschlossen hatte...
Es war wieder ein fast 170cm-WB und seeeeehr fein geritten... Die Besi hat mir doch glatt eine 1a-Reitstunde auf ihm verpasst, seitdem weiß ich "mehr" über Paraden, Anlehnung etc. Diese Besi konnte es sich ebenfalls gut mit mir vorstellen, weil ich eine sehr weiche Hand hatte (ich hab mich kaum getraut mal deutlicher zu werden mit dem Zügel) und ja Unterricht nehmen könnte, allerdings wollte sie 100 Euro und das war sicher nicht drin, ich sagte nach ein paar Tagen ab und entschied mich endgültig für Aston...

Reitstunden hatte ich zwischendrin mal ab und zu, wenn ich mit einer Freundin in deren Stall mitgegangen bin....

Mit Aston hab ich viel erleben dürfen, wieder nur Gelände eigentlich, diverse Ritte und Gaudi-Ralleys durfte ich mitmachen und in Sachen Bodenarbeit und alternative "Reitweisen", oder wie auch immer man das nennen mag, hab ich viel dazugelernt...
Ich hatte viel freie Hand und Aston hat auch jeden Spaß mitgemacht...
Als dann Luna kam, war ich froh, dass ich sie immer als Handpferd mit ihm mitnehmen konnte und durfte, da war Galopp auch kein Problem...
Je mehr ich mit Luna zusammengewachsen bin und nachdem ich sie dann endlich reiten konnte, hab ich Aston als RB aufgegeben, weil mich auch zunehmend Sachen an ihm gestört haben, die bei Luna halt einfach "perfekt" waren, außerdem wars auch eine zusätzliche finanzielle Belastung...

Mit PB/RB:
Bei Luna hatte ich auch lange nach einer Pflegerin gesucht... Die erste kam super mit Luna zurecht und hatte Erfahrung mit temperamentvolleren Pferde, sagte mir aber dann doch ab, wegen Arbeitslosigkeit und kein Auto etc. ... Die zweite kam erst gar nicht zum Probetermin und die dritte gestand mir, dass sie auch bald ein Pferd möchte und ihr unser Stall ja so gefallen würde... Ca. 3 Monate später kaufte sie sich ihren Tinker und kam zu uns (Kathrinchen bei auftrab ) Mittlerweile hat sie den Stall gewechselt und wir haben noch viel Kontakt, uns verbindet unsere Youngsters *lach*
Ich hatte die "Suche" schon aufgegeben, da kam mal ein Mädel mit ihrem Papa an den Stall und fragte nach einer RB und meine Stallbesi leitete sie weiter zu mir... Ich machte ihr verständlich, dass mit Reiten erstmal lange nichts ist (der Papa von ihr: "Wieso denn nicht!?" in einem Ton ), aber dass sie gerne pflegen kann, wenn sie möchte...
Das Mädel sah aus wie 17, war aber erst 13 und wir machten aber einen Probetermin aus... Von Bodenarbeit und Longieren hatte sie wenig Ahnung, aber das kann man ja lernen, am Anfang wollte ich eh immer dabei sein bzw. einfach am Stall sein, wenn sie da war... Sie kam also noch ein paar Mal...
Sie kam sehr unregelmäßig und selten, ok, Schule und so, keine Ahnung, ich hab ihr da ja "freie Auswahl" lassen, weil ich dachte, hauptsache sie kommt 2x in der Woche, wann ist mir egal, sie soll ich halt in Kalender eintragen... Da fing es schon an, hat sie nicht gemacht und anhand von Putzeug, Knotenhalfter etc. hab ich auch gesehen, dass sie kaum da war... Trotzdem schrieb sie mir dann mal ne SMS, ob ihre Mama mal mitkann, ja, klar, zufällig sind sie gerade mal gekommen, als ich da war und geritten bin, sah da schon serh harmonisch aus... Musste dann noch der Mutter erzählen, wieso Reiten nicht drin ist und es wurde auch verstanden und nach dem Gespräch meinte das Mädel auch, dass sie an bestimmten 3 Tagen in der Woche kommen wolle (sie wohnt gleich ums eck quasi)
Tja, tolle Versprechungen, sie war kaum da, wollte aber "Vertrauen aufbauen zwecks Reiten und so".... Ab und zu kam sie dann mal mit "Ich hab jetzt ne neue Reithose und ne Sicherheitsweste", womit sie mir passiv zu verstehen gegeben hat, dass ihr das Reiten wahrscheinlich fehlt... Ich hab ihr aber immer wieder gesagt, dass es mir noch zu viel Risiko ist und ich es nicht möchte, aber sie kann vom Boden aus alles machen, sie kann sich auch was einfallen lassen, Luna macht ja alles mit...
Auch hab ich ihr geschrieben, wenn ich krank war oder ein paar Tage weg war... Mir war halt im Winter wichtig, dass viel mit Luna spazieren gegangen wird etc., gerade als ich krank oder im Skiurlaub war, hatte ich mir das serh gewünscht... Als ich krank war, hat sie zwar gesagt, dass sie kommt, aber gemacht hat sie nichts mit Luna, nur "Hallo" gesagt und Karotte gegeben (meine Stallbesi bekommt ja immer so gut wie alles mit)
Als ich im Skiurlaub war und Luna die Verletzung hatte, die sie mir übrigens NICHT gemeldet hatte, obwohl sie diese entdeckt hatte (!), ist sie etwas spazieren gegangen, mit Kathrin und ihrem Tinker, aber das war dann auch so das letzte Mal, wo sie sich so richtig um Luna gekümmert hatte...
Ich hatte das irgendwie verstanden, ohne Reiten ist das halt alles wahrscheinlich langweilig, aber was konnte ich dagegen machen!?
Einmal kam sie noch mit einer Freundin und sie bat mich auch zu kommen und ihr ein paar weitere Sachen zu zeigen... Hab ich dann auch, aber sie war total ideeenlos und auch irgendwie lustlos und nicht soooo bei der Sache, ich weiß nicht... Nur die Freundin redete viel und fragte mich auch, wieso nicht reiten und so... Ich erklärte wieder alles...
Nebenbei setzte ich mich für sie ein, dass sie vielleicht eine richtige REITbeteiligung auf einem Pferd bei uns am Stall bekommen könnte und ich hätte es sicher geschafft, wenn sie wenigstens ein bisschen Interesse gezeigt hätte...
Immer wieder machte sie mir "Hoffnungen"... Sie würde mal zu einer Reitstunde mit wollen, sie würde dann und dann kommen und per Facebook haben wir auch nett geschrieben, zu Weihnachten gabs Geschenke...
Tja, seit spät. Fasching war wirklich kein Kontakt mehr und auch jetzt meldet sie sich nicht und ich sehs nicht ein ihr hinterherzulaufen...
Ich denke, dass sie wohl nicht mehr kommen wird und ehrlich gesagt will und brauch ich sie auch nicht mehr...

Ich nehm jetzt einmal die Woche mein Babysitt- und Nachbarskind (7 Jahre alt) mit in Stall, dazu hat mich unsere Nachbarin gebete... Der werd ich gründlich den Umgang mit dem Pferd und auch andere Pflichten wie Stallarbeit näher bringen, sodass sie vielleicht mal zu einer guten PB/RB, nicht bei mir, heranwächst, denn mir ist auch oft aufgefallen, dass man in der Reitschule nur wenig über Umgang und Verhalten, geschweige denn über Bodenarbeit und Longieren, lernt...

So, ein halber Roman, aber ich hab zur Zeit abends immer einen Schreibanfall *lach*

Viel Spaß beim Lesen, oder auch nicht, mich würden auf jeden Fall eure Erfahrungen interessieren!
Danke!

Gruß von der nachtaktiven Jessi
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  #2  
Alt 20.05.2010, 12:49
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Also mein Text fällt kürzer aus :

Meine Erfahrung zu Reitbeteiligungen:
Ich hatte eine an meinem Pony, sie durfte recht viel, fast alles. Habe ihr sogar die Turnierteilnahme ermöglicht.

Sie brauchte nichts zahlen als sie angefangen hat, da sie sehr zuverlässig war aber nicht die finanzielle Möglichkeit hatte.

War auch soweit ok, als sie allerdings ihre Ausbildung anfing (und da bekam sie Geld) bat ich sie im Verein Unterricht zu nehmen.
Sie wollte nicht, begründete es aber damit dass ihr der Unterricht (8€ die Stunde!!) zu teuer sei!
Kaufte sich aber ab da immer neue Klamotten.
....
letztendlich sind wir dann beim Verkauf des Ponys auseinander gegangen.

Mein Fazit: eine RB sollte immer etwas kosten, denn es dankt einem keiner wenn sie gratis ist (auch wenn die Kostenbeteiligung sehr gering ist)

Die Anforderungen der Jugenldichen an eine RB sind inmens gestiegen.
Wenn ich mich bei uns am Stall umguck!
Vielen ist das Ausmisten schon zuviel, andere bestehen auf ihre genaue Reitzeit!
Wenn ich da an meine Zeit zurückdenke (und die ist ja wirklich noch nicht soo lange her) Da waren wir froh wenn wie die Möglichkeit bekamen, haben ausgemistet und dem Besi sogar das Pferd für die Stunde fertig gemacht und wieder abgenommen!...

Nicht das ich das möchte, wenn ich eine RB hätte. Aber man sieht da doch deutlich unterschiede.
Da meine Mutter und ich uns gut ergänzen brauche ich keine RB für mein Pferd. Wenn ich nicht kann dann macht sie sie eben.
Seit kurzem steht meine beste Freundin auch bei uns am Stall- die darf sie dann auch reiten
Aber eine RB mit ihren ganzen Ansprüchen möchte ich nicht mehr haben
__________________
lg Gwenie

Einen Schuss Verrücktheit braucht jeder von uns - sonst trifft uns die Normalität mit voller Wucht...
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Estrellita (20.05.2010), Gomi (20.05.2010)
  #3  
Alt 20.05.2010, 14:22
Benutzerbild von Mürmeli
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Zitat - Nur für Mitglieder - Bei solchen Aussagen könnte ich ausrasten!
Ich sag doch auch nicht verallgemeinernd "Pferdebesitze sind geldgeil" weil ich mal einer begegnet bin die es war.
Sicher gibt es da welche, aber wer das Geld braucht um zuverlässig zu sein, da weiß ich nicht ob ich den auf meinem Pferd haben wollen würde.


Aber gut, nun zu meiner Erfahrung.

Ich bin ja fast 5 Jahre Schulpferde geritten und hab mich dann parallel auf die suche nach einer RB gemacht.
Das ganze hat recht lange gedauert, weil ich einfahc nichts richtiges Gefunden habe.
Das größte Problem ist einfach,dass ich in der Stadt wohne und man utner 45 minuten fahrzeit nicht wegkommt. Und dann findet man da natürlich nicht zwingend was.
Ich hatte dann eine Anzeige, habe nach anzeigen gesucht und viel hin und her geschrieben.
Probereiten war ich utner anderem Bei einem haffi, der aber eifnach sehr weit weg war, und das Mädel wollte mich wohl auch nicht, udn so klar kam ich mti dem Pferd auch nicht. Außerdem auf einem kleinen flitzigen Pony, aber da hat die Chemie zwischen pferd/Besi/mir nicht gestimmt. Die hätte mich wohl haben wollen, aber ich hab mich da eifnahc nicht wohlgefühlt, das Pony war auch fats zu klein für mich.
Einmal hatte ich ein sehr perfektes Angebot. Das wäre für umsonst gewesen, ich höätte einmal für um die 70 euro verschiedene Anschaffungen amchen können, aber das pferd ist bis M-Dressur gegangen, die Besi hätte mal draufgeschaut beim tunercith geben, und ich hätte super günstig super guten Untericht bekommen können. Das schien auch alles gut soweit,wir haben nett geschrieben, als ich dann aber einen festen probereittermin ausmachen wollte kam plötzlich nichts mehr ...
Dann war ich noch bei einem völligem Fehlschlag, Das ganze war fast anderhalb stunden weg, aber die höhe war die Besi.
Erstmal kam die ne halbe Stunde zu spät mti der begründung " wir mussten noch bei meiner Mama was essen" Schön, ich hab da ne halbe Studen ziemlich verloren gewartet, man hätte mich ja mal anrufen können. Das Pferd konnte gar nicht geritten werden. Hatte Hufrehe(und das nicht eifnahc so "plötzlich" ) Ich hab ja kein problem damit mal nicht reiten zu könnne, aber ich fahr doch nicht eben 3 stunden durch die gegend um ein Pferd zu putzen und auszumisten. Jedenfals nicht beim ProbeREITEN . ( wäre es ne Pflegebeteiligungn gewesen, kein ding) Das pferd wäre jednefals sehr oft nicht reitbar( was mir dann da erst mitgeteilt worden ist) wenn wäre es auch eher eine Art beritt gewesen, ich denke ich konnte besser reiten als die Frau. Untericht war nicht wirklich möglich, ne Halle gabs nicht udn der Platz war auch fürn .. A**** Und dafür dann 60€
Danach habe ich dann endlich meine Missi gefunden,da gings mri dann richtig gut, ich hatte zwar nicht soo viele möglichkeiten, aber das war schön . Igrendwann kam ich dann aber ohne den Untericht nicht merh gut mit ihr klar, ich war dauern im Stress, weil ich viel zu tun hatte, und mir gings auch eifnach nicht gut, so dass das ganze mehr was von "ich muss jetz reiten gehen" hatte. Ich reiten seit dem nur noch 1x die Woche im Untercith auf ihr und es klappt alles wieder total gut
__________________
Und ich vermiss dich, weil du Heimat und Zuhause bist, weil bei dir mein Bauchweh aufhört. Manico♥ du fehlst jeden Tag!
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Estrellita (20.05.2010)
  #4  
Alt 20.05.2010, 15:36
Benutzerbild von Zhofi
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Zhofi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Eine richtige Reitbeteiligung war ich nur einmal. Da habe ich auch nur gute Erfahrungen gemacht. Ich habe während einer Verletzung meiner Stute für ein halbes Jahr ein Pferd einer Stallkollegin mitgeritten. Ich habe dafür recht viel gezahlt, aber es war in Ordnung.

Ansonsten wurden mir früher mehrere Pferde zur Verfügung gestellt. Das war kostenlos und ich durfte sie teils auch mit zum Turnier nehmen. Ich habe dafür halt mal das Sattelzeug sauber gemacht, gemistet etc.

Auf meiner Stute hatte ich auch schon eine RB. Sie musste dafür nichts bezahlen, ich möchte dafür auch nichts haben, selbst wenn ich mir nochmal eine RB zulegen möchte. Für mich bedeutet das Geld, das ich von einer Reitbeteiligung nehme, dass ich ein Stück Verfügungsgewalt über mein Pferd verkaufe. Ich habe keine Lust auf Sprüche à la "Ich bezahle aber so und so viel, also möchte ich auch das und das machen dürfen!". Das heißt allerdings nicht, dass ich nichts erlaube. Einer RB muss ich hundertprozentig vertrauen. Da gibt es erstmal sehr wenige Menschen, denen ich mein Pferd überhaupt überlassen würde, da bin ich sehr eigen.
Mit der letzten RB hat es wunderbar geklappt. Die Sache endete dann, als sie ihre junge Stute einreiten konnte.

Ich würde aber generell nicht pauschalisieren, dass man für eine RB Geld verlangen sollte. Es gibt durchaus Menschen, die auch ohne Geld zuverlässig sind. Und nur solche möchte ich auf meinem Pferd wissen. Wenn man auf das Geld angewiesen ist, beispielsweise weil man studiert o.ä. sieht es für mich schon wieder anders aus. Aber Geld der Zuverlässigkeit wegen? Nein.
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Casey (20.05.2010), Estrellita (20.05.2010), Mürmeli (25.09.2010)
  #5  
Alt 20.05.2010, 15:54
Benutzerbild von paulina
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Meine Erfahrung als RB:
Ich hatte immer Reitbeteiligungen, obwohl die damals nicht so genannt wurden .. Ich begann auch auf Schulpferde, war jeden freien Tag im Reitverein und im Stall unseres Vorstandes, den ich von und daheim sogar sehen konnte Dann bekam eine Klassenkameradin (heutige Stallkollegin)ein eigenes Pferd und ich durfte ab und zu drauf reiten.Meine erste richtige RB war dann Jinni, ein dunkelbraunes Pony, die gehörte der Schwester eines Schulkameraden und ich durfte sie 4 mal die Woche reiten, fahren einfach alles machen. Als Jinni dann nicht mehr war (nach einer Kolik verstorben) ritt ich wieder Schulpferde bis mir Pia dann unterkam Die Tochter der BEsitzerin suchte dringend jemanden der das verrückte Pferd gelegentlich reitet und ich probierte es einfach, gleich beim Proberitt hat sie mich abgesetzt aber ich blieb dran... Pia hatte ich dann von meinem 16. bis zum 24. Lebensjahr als "mein" Pferd, Samstag, Sonntag und Mittwochs feste Tage ansonsten konnte ich jederzeit reiten, die Besi kam wenn dann ganz in der Früh und ich ritt abends noch aus. Mit Pia ritt ich im Unterricht, Umritte, 1 mal ein Turnier einfach alles konnte ich mit ihr machen. Nebebei halt ich einen Freund bei seinem Pferden und ritt seine Pferde nebenbei mit, seine Trakki Stute wurde dann mein "Zweitpferd" die ich in den Turnierpausen ritt, teilweise im Unterricht und die ich auf Turniere begleitete. Seine verschiedenen Berittpferde habe ich auch mitgeritten wenn er Schicht hatte. Teilweise kam ich in der Zeit auf 4 Pferde am Tag :: Als ich dann schwanger wurde hörte ich dann Anfang 5. Monat auf mit der Reiterei, dann folgte das zweite Kind, meine Krebserkrankung und Pia und Linganas, die ihren Altersruhesitz auf einem Hof hatten, gingen über die Regenbogenbrücke Da war der Kuchen für mich gegessen und ich dachte eigentlich ich reite nie wieder....

bis Julia anfing 2 oder 3 Reitstunden hab ich zugeschaut und die Stallluft war soooo gut *lach* mich juckte es im Hintern und ich buchte kurzerhand eine Reitstunde auf Meggi, dann noch eine und noch eine und dann ging ich auf die Suche nach einer Rb. Hatte schon fast eine, eine Traberstute, als mich dann E. der Wirt unseres Stüberls fragte, ob ich Fini nicht machen wollte, und ich wollte

Fini habe ich dann fast 3 Jahre geritten (die letzte Zeit hatte ich Nelly schon) und dann gingen wir, da ja nicht nur ich, sondern auch Julia ritt, auf die Suche nach einem eigenen Pferd und kamen zur Nelly. Nach ca. 1/2 Jahr Nelly gab ich Finius dann ab, ritt ihn nur noch ab und zu, wenn ich ein zweites Pferd zum ausreiten brauchte aber sonst nicht mehr.

Ich hatte alle Reitbeteiligungen unentgeltlich bekommen. Vor der Babypause gabs das bei uns gar nicht, dass man was zahlen musste außer für Stunden, da konnte man sich eine Reitstunde auch noch im Stall "erarbeiten" das geht jetzt alles nimmer.

für Fini mußte ich auch nichts zahlen, konnte reiten wann ich wollte und er war "wie ein eigenes".

Nicos ist jetzt auch so eine Art Reitbeteiligung für uns. Wir kümmern uns um ihn mit da I. nicht viel Zeit hat und dürfen ihn reiten wenn wir wollen.


Meine Erfahrung mit einer RB
Auf Nelly hatte ich dann nach einiger Zeit eine RB ab 18 gesucht und gesucht und gesucht... was da alles kam ::::
Die eine wollte Mitspracherecht bei allen Entscheidungen wenn sie für den "Beritt" meines Pferdes auch noch was zahlen soll ::

Die andere fragte gleich ob sie da schon jedes Wochenende auf s Turnier kann

und noch mehr so Scherzkekse...

bis ich D. fand, Schülerin, damals 17 ritt sehr gut, ging mit ihr ins Gelände und im Unterricht kam 2 mal die woche und in den Ferien nach Absprache öfters. Ich verlangte einen kleinen Betrag der in eine Pferdekasse kam und lies ihr dafür freie Hand. Diese RB hatten wir bis wir Nelly gehen liesen.

Für Rio und später auch für Sammy ist eine RB vorerst kein Thema, evtl später mal, wenn Julia schulisch auch nicht mehr so oft kann aber ansonsten nicht. Da die Pferde jeden Tag draussen sind tuen ihnen "Freie" Tage im Herdenverband auf der Weide auch gut.
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Estrellita (20.05.2010)
  #6  
Alt 20.05.2010, 16:35
Benutzerbild von Gwenie
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Gwenie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
@mürmeli: ja nach dieser Erfahrung würde ich immer etwas Geld verlangen.
Habe jetzt zu der RB auch nicht alles augeschrieben, vll kam das jetzt auch so rüber wegen der Zuverlässlichkeit und dem Geld.

Fakt ist:
die RB hatte 5-6 Tage die Woche das Pony für sich
durfte mit ihm ins Gelände (mit bestimmten Leuten als Begleitung)
wurde von mir aufs Turnier gefahren
die Nennungen wurden nicht von ihr bezahlt

aber dann wurde ihr die Lederpflege zu anstrengend- hey wär saß in der Woche öfter auf dem Pferd- sie oder ich?
da kann ich wohl erwarten dass (was ja auch abgeprochen war) auf das Lederzeugs achtet- hat sie nicht auch nicht nach mehrmaliger Nachfrage/Aufforderung von mir

das Ausmisten der Box wurde auch immer schlamppiger...

Also warum nicht einen kleinen Betrag nehmen? Schließlich verschleißen die Lederteile etc ja auch.

Wieviel € das dann letztentlich sind ist ja eine Absprachen Sache.
Den Betrag kann man ja dann ansparen und Neuanschaffungen fürs Pferd machen.


Dies sind halt nunmal meine Erfahrungen mit RB's. Habe meiner RB es halt kostenlos ermöglicht- und sie fing an zu schlunzen.
Ich sehe es aber auch bei anderen RB's. Darum sage ich ja auch- dass für mich zur Zeit keine RB in Frage kommt!

Sondern eher meine Freundin oder meine Mutter die mein Pferd longiert.
Hier im Umkreis ist die erfolgreiche Suche nach einer vernünftigen Mitreiterin fürs Pferd eher spärlich. Weil sie so hohe Anforderungen haben.
Sicherlich gibt es auch vernünftige, zuverlässige RB's mit kleinem Geldbeutel- aber mal ehrlich, die wären auch bereit ihr ganzes Taschengeld für ein vernünftiges Pferd zu geben

Unsere Pglegebeteiligung am Opi zum Beispiel. Da er nicht mehr der jüngste ist kann man ihn nicht mehr soviel reiten.
Sie kommt und putzt ihn, geht mit ihm spazieren und darf ihn jeden zweiten Tag "reiten"- gehen viel Schritt, traben und wenn es klappt galoppieren sie auch mal.
Sie investiert ihr Taschengeld (sie ist unter 14) in Leckerlies und Putzeug- beide Seiten super zufrieden- Opi hat jemaden der ihn betüddelt, wie jemanden der zuverlässig ihn versorgt.

DIESE Pflegebeteiligung ist kostenlos, weil es eben paßt!
__________________
lg Gwenie

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Estrellita (20.05.2010)
  #7  
Alt 20.05.2010, 17:30
Benutzerbild von Zhofi
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Zhofi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat - Nur für Mitglieder - Eine RB, die sich sowas geleistet hätte, die wäre bei mir gefolgen. Tut mir Leid, aber zu sagen, "Weil Du die Sachen nicht putzt, nehme ich dafür Geld!" finde ich schon komisch. Für mich hat so eine Person beim Reitsport nicht verstanden um was es eigentlich geht. Und wenn nicht ordentlich gemistet wird o.ä. dann suche ich mir ne neue RB. Aber das jemand besser ausmistet, weil er oder sie dafür Geld bezahlt kann ich mir nicht vorstellen.
Es gibt einfach Regeln, an die sich die RB zu halten hat. Und wenn sie nicht versteht, warum eine Box gründlich ausgemistet gehört, dann wird sie das auch meiner Meinung nach nicht tun, wenn sie Geld dafür zahlt.
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Estrellita (20.05.2010), Mürmeli (25.09.2010)
  #8  
Alt 20.05.2010, 17:59
Benutzerbild von Gwenie
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Gwenie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
irgendwie kommt das hier gerade falsch rüber *amkopfkratz*

klar lernt jemand der eine Box nicht richtig ausmistet auch das nicht wenn er Geld "dafür" bezahlen muß.

Aber aus meiner Erfahrung hat sich gezeigt dass jemand der Geld dafür geben muß, dass er das Pferd "benutzen" darf, es eher Wertschätz.
Das soll nicht heißen dass es nicht Leute gibt die auch so (unentgeltlich) die Sachen zuverlässig macht.
Andersherum hilft auch das Geld nicht wenn jemand keinen Bock mehr aufs Pferd und alles drum herum hat.
Allerdings neigen die die Geld dafür geben dann schneller und offener zu sagen, dass sie keinen Bock mehr haben, als die die sowas unentgeltlich machen.

(hoffe das ist besser verständlich)
__________________
lg Gwenie

Einen Schuss Verrücktheit braucht jeder von uns - sonst trifft uns die Normalität mit voller Wucht...
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Estrellita (20.05.2010)
  #9  
Alt 20.05.2010, 20:55
nellysjulchen
Gast
 
Beiträge: n/a
Ich denke man kann das nicht verallgemeinern, ob man Geld nehmen MUSS, damit die RB zuverlässig ist, oder ob es auch so geht. Ich kenne z.B. viele (und würde mich auch dazu zählen), denen es ums Pferd geht und die auch, wenn man mal nicht reiten kann, zuverlässig kommen würden.

Von der RB auf Nelly hat meine Mum ja oben schon was geschrieben. Und zu Nicos ja auch

LG Julia
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Estrellita (20.05.2010), Mürmeli (20.05.2010)
  #10  
Alt 20.05.2010, 21:16
Lelie
Gast
 
Beiträge: n/a
Ich hab da schon sehr verschiedene Erfahrungen gemacht und kenne beide Seiten der Medaille.
Mit 7 Jahren habe ich auf Schulpferden angefangen zu reiten, aber weil unser Reitlehrer seinen Stall dann quasi auflöste, musste ich schon nach sehr kurzer Zeit auf Reitbeteiligungen umsteigen.
Meine erste RB war ein Norwegerwallach. Die Besitzerin ritt eigentlich kaum noch. Ich hatte zwei feste Tage in der Woche, davon mindestens einmal Unterricht. Wenn ich mich recht entsinne, haben wir dafür 100 DM im Monat gezahlt.
Lange habe ich ihn nicht geritten, weil die Besitzerin dann den Stall wechselte. War vielleicht auch besser so, denn zum Reiten lernen war er wirklich nicht optimal.
Es folgte eine weiter suboptimale Kurzzeitlösung: Haflingerstute, ziemlich eigensinnig und noch recht jung. Gleicher Preis, gleiche Tageregelung.
Die Stute erkrankte leider schwer und musste nach einiger Zeit eingeschläfert werden. Auch wenn wir in der Zeit dann nichts mehr bezahlt haben, habe ich trotzdem wann immer ich am Stall war nach ihr gesehen, sie auf der Weide besucht, geputzt und gekuschelt.
Danach kam eine ganz, ganz tolle Reitbeteiligung, eine damals 28jährige Zuchtstute unseres Stallbesitzers, ca. 1,58m Stockmaß, Dressur bis S, Springen bis L gegangen und dazu ein ganz zauberhaftes Wesen.
Diese Stute hat mir eine Menge beigebracht, auch wenn ich aufgrund der Größe weder alleine satteln, trensen noch aufsteigen konnte. Schon toll, wenn man so am Anfang seiner reiterlichen Karriere ein Pferd unter dem Hintern hat, was fliegende Wechsel springt, wenn man im Galopp die Hand wechseln will...
Auch hier zahlten wir 100 DM im Monat für zwei Tage. Da ich die einzige war, die sie zu der Zeit noch regelmäßig geritten hat, hatte ich sie auch sonst "für mich". Ich hab sie oft einfach so geputzt, bekuschelt oder spazieren geführt, wenn ich am Stall war.
Zu ihrem 29. Geburtstag wurde sie dann endgültig in Rente geschickt. Fortan blieb sie trotzdem immer noch mein persönlicher Schatz. Ich sah immer nach ihr, putzte, ging mit ihr grasen, spazieren und so. Daran änderte sich bis zu ihrem Tod (mit fast 33) nichts.
Meine nächste Reitbeteiligung war eine Ponystute, auch schon über 20, die ich gut zwei Jahre lang ritt. Auch hier hatte ich zwei Tage in der Woche. Allerdings mit dem Unterschied, dass die Besitzerin an den übrigen Tagen ritt, sodass ich eben eine ganz "gewöhnliche" Reitbeteiligung war.
Wir zahlten zu Beginn 100 DM, irgendwann bekam die Besitzerin finanzielle Probleme und wir erklärten uns bereit 130 DM zu bezahlen.
Mit diesem Pony lernte ich, was es heißt auf einem heißen Ofen zu sitzen. Ansonsten wurde ich von der Besitzerin stark reglementiert. Ich durfte weder ausreiten (natürlich in Begleitung erfahrener Erwachsener mit ebensolchen Pferden) noch springen (selbstverständlich im Unterricht) noch an Turnieren teilnehmen (nichtmal beim Führzügelwettbewerb beim Nachbarverein). Für alles gab es eine Ausrede, warum ich das nicht darf. Ist ja nicht so, dass nicht genug qualifizierte Leute auf mich ein Auge gehabt hätten und meine selbst reitende Mutter war ja auch immer dabei.
Das höchste der Gefühle war nach langer Bettelei, dass sie mir erlaubte im heimischen Stall bei meiner normalen Reitlehrerin das "große Hufeisen" zu machen.
Für mich war es (wie bei allen anderen zuvor) auch bei diesem Pony selbstverständlich regelmäßig das Lederzeug zu putzen, mal eine neue Bürste oder Leckerlis mitzubringen, den Schrank aufzuräumen oder was sonst eben so anfällt. Ausmisten (wie bei allen anderen) musste ich nicht, da das täglich durch das Stallpersonal erledigt wurde.
Irgendwann wurde das nicht nur mir alles zu dumm, auch befreundete Mitreiter sahen, wie wenig ich mit dem Pony (aufgrund der Vorschriften der Besitzerin) weiterkam.
Es folgte eine glückliche Fügung für mich: befreundete Stallkollegen mit zwei kleinen Kindern (knapp 1 und gut 2 Jahre alt) hatten was geerbt und fanden es daher ganz sinnvoll schonmal ein Pony für ihre Kinder zu kaufen. Da die aber natürlich noch lange nicht reiten konnten und ich mit meiner RB immer unglücklicher wurde, sollte ich das Pony reiten, später könnte es meine Schwester übernehmen und wenn wir dann beide "rausgewachsen" wären, könnten es ihre Kinder reiten. Sie hätten ein Pony, dass sie lange kennen und wir hätte nicht das Problem, dass wir dann ein Pony haben, für das alle zu groß sind und das wir eigentlich nicht verkaufen wollen.
So wurde also gemeinsam nach einem Pony gesucht und kurz darauf zog die damals 4 1/2jährige Kenia bei uns ein. Wir übernahmen die Boxenmiete (damals gut 200 Euro, hab die genauen Zahlen nicht mehr so im Kopf) sowie die Schmiedkosten voll. Tierarzt sollten die Besitzer übernehmen, ebenso größere Anschaffungen. Außerdem mistete ich täglich die Box und wir finanzierten evtl. nötiges Zusatzfutter.
Ich hatte dafür das Pony quasi zur freien Verfügung, nur zu Beginn ritt die Besitzerin sie (als Beritt) ein- bis zweimal wöchentlich mit.
Im Prinzip durfte ich alles, sofern es vorher abgesprochen wurde.
Lange Zeit lief das sehr gut so. Ich durfte Unterricht nehmen, Springen, ausreiten (zu mehreren, später auch alleine), meine Reitabzeichen mit ihr machen, auf Turniere fahren (zahlten wir selbstverständlich alles) oder an Geländetraining teilnehmen.
Mit der Zeit begann die Freundschaft (sicher nicht wegen des Ponys) zu den Besitzern zu bröckeln und schleichend lief auch hier vieles anders als abgesprochen. Wir finanzierten mittlerweile die laufenden Tierarztkosten (Impfungen...), nutzten unseren eigenen Sattel (weil ihrer nicht mehr passte) und hatten überhaupt so ziemlich sämtliches Zubehör selbst angeschafft.
Irgendwann durfte ich nicht mehr springen (weil ich mit damals 53 Kilo angeblich zu schwer dafür war --> trainiertes Endmaßpony) und uns wurde allgemein einfach sehr viel reingeredet. Meine Schwester übernahm das Pony mehr und mehr und ich verabschiedete mich irgendwann von ihr. Reiterlich zumindest, im Herzen ist mir das bis heute nicht gelungen.
Auch wenn das nicht mehr Teil meiner Geschichte ist: Irgendwann wurde meine Schwester immer stärker in ihrer Reiterei reglementiert, die Kosten blieben die selben aber ihre Kinder sollten bitteschön auch zwei Tage mindestens die Woche reiten. Da war dann irgendwann wirklich das Ende der Fahnenstange erreicht.
Zum Schluss parallel und dann später ritt ich wieder verschiedene echte Reitbeteiligungspferde.
Nummer eins war ein 5jähriger Holsteinerwallach der o.g. Besitzer. Ich hatte zwei feste Tage, davon i.d.R. einmal Unterricht. Wir zahlten dafür 50 Euro im Monat. Durch eine längere Verletzung war er nicht reitbar, da ergab sich dann, dass ich ein anderes Pferd reiten sollte und deshalb hörte ich mit ihm wieder auf.
Dieses andere Pferd gehörte den gleichen Besitzern. Ein 12jähriger Wallach, hochtalentiertes Dressurpferd aber nach einer (gut verheilten) Rücken-OP vier Jahre lang auf der Weide, weil unreitbar. Um es anders auszudrücken, er schmiss jeden noch so guten Reiter in den Dreck. Was mir so natürlich vorher nicht gesagt wurde.
Dieses Pferd sollte "mein" neues werden. Mit der Hilfe der Besitzern trainierte ich ihn wieder an und ritt ihn dann an ca. 5 Tagen in der Woche, außer mir war sonst niemand drauf. Dafür übernahmen wir die gesamten Weidekosten (160 Euro im Monat).
Da er eben ein etwas schwieriger Kandidat war, war genaustens abgesprochen, was ich durfte und was nicht. Ich durfte nicht springen (hat Spat), nicht an Turnieren teilnehmen (ohne Begründung) und bestimmte Lektionen, z.B. fliegende Wechsel, nicht reiten (weil er die nicht kann). Ich hielt mich immer daran.
Als er irgendwann wieder recht schön lief und der Holsteiner verkauft wurde, kam der Mann der Besitzerin irgendwann wieder auf den Geschmack und fing an, den Schwarzen mitzureiten. Ich ritt dann eben nur noch an 4 Tagen.
Weil er aber wenig Zeit hatte, ritt sie selber ihn auch wieder (ihr Pferd war da auch noch verletzt) und kam auf den Geschmack. So blieben für mich nur noch 2 Tage. Die Kosten blieben. Außerdem wurde mir zunehmend mehr vorgeschrieben.
Als dann auch noch Gerüchte in die Welt gesetzt wurden, ich hätte mit ihm fliegende Wechsel geübt (ich habe mit diesem Pferd niemals auch nur versucht einen einzigen Wechsel zu reiten) und die Besitzer lieber dem Stalltratsch als mir glaubten, war die Freunschaft endgültig hin und ich gab diese RB auf. Schade, dass es so zuende ging, obwohl ich ihn erst wieder reitbar gemacht hatte bzw. riskiert hatte mich auf diesen "Killer" überhaupt draufzusetzen. Dass mir dann noch nichtmal mitgeteilt wurde, dass er auf eine Rentnerweide kam und da dann recht bald eingeschläfert wurde, war eigentlich nur die logische Folge.
Es folgte ein 9jähriger Trakehnerwallach, der gerade neu für eine Ponyumsteigerin gekauft worden war. Meine Funktion war so eine Mischung aus Beritt und RB, da ich der Besitzerin reiterlich deutlich überlegen war. Ich hatte zwei bis drei feste Tage und zahlte dafür 50 Euro im Monat, die aber mehr als symbolischer Betrag gedacht waren. Die Besitzerin wollte eigentlich gar kein Geld.
Diese Kombination ging nicht lange gut, da die Besitzerin zunehmend die Lust verlor, nicht an sich arbeitete und das Pferd immer schwieriger wurde. Auch die bestehenden Rückenprobleme verschärften sich.
Ich versuchte einiges, um sie aufs neue für ihr Pferd zu begeistern und ein bisschen Ordnung in die Arbeit zu bringen (mit einem Tagebuch z.B.). Leider verlief das ganze extrem unbefriedigend und irgendwann gab ich diese RB auf, was auch damit zusammenfiel, dass ich Helli (zurück)bekam.
Neben Helli hatte ich dann keine richtige RB mehr, nur einige Pferde, die mitritt (also eher Beritt, ich bekam aber in der Regel kein Geld dafür).
Als ich nach Leipzig ging, brauchte Helli eine RB und da traf es sich gut, dass ein kleines Mädchen mit leider nicht so reichen Eltern nicht so wirklich was zu reiten hatte. Die Maus ist unglaublich begabt, hatte gleich einen guten Draht zu Helli und war absolut toll. Sie ritt Helli an zwei Tagen in der Woche und zahlte dafür nichts.
Trotzdem konnte ich mich auf sie (und ihre Mutter, die natürlich immer dabei war und beim Fertigmachen half) absolut verlassen. Unterricht nahm sie nach Absprache auch und zahlte diesen auch bereitwillig selber.
Sie durfte mit Helli ausreiten und eben ganz "normal" reiten.
Leider musste ich diese Kombi zerreißen als ich Helli nach Leipzig holte, was mir für die Kleine in der Seele wehtat. Zum Geburtstag schenkte ich ihr eine Reise nach Leipzig und sie besuchte Helli und mich für eine Woche.
Hier in Leipzig machte ich mich auf die Suche nach einer RB für Helli und das Ergebnis war ernüchternd. Die guten Leute haben wohl alle eigenen Pferde. Aber jemanden, der nur mit harter Hand im Maul hängt oder sich komplett verarschen lässt, wollte ich nicht auf meinem Pferd haben.
Eine Zeit lang ritt eine Freundin (mit eigenem Pferd) Helli mit, wenn ich keine Zeit hatte oder zu Hause war.
Als Helli zurück nach Hamburg ging, brauchte sie wieder eine RB. Es ergab sich, dass mein jetziger Freund (damals noch nicht) ein Pferd suchte, mit dem er mal ein bisschen Spaß haben kann. Also ein gut ausgebildetes (Lehr-)Pferd und eben keine junges oder vergurktes Exemplar (wie die, auf denen er sonst Beritt macht).
Er konnte nichts zahlen, aber das machte auch nichts, denn wir waren froh quasi Beritt für umsonst zu bekommen und so war es für alle Beteiligten eigentlich die perfekte Lösung. Leider wurde Hellis Reitpferdekarriere kurz darauf jäh beendet, weshalb diese Reitbeteiligung nicht lange Bestand hatte.
Tja, das war so mein "RB-Lebenslauf".

Ich kann daraus nur das Fazit ziehen, dass man 1. sehr froh und glücklich sein kann, wenn einem Leute gute Lehrpferde (siehe die Zuchtstute) als RB zur Verfügung stellen, dass man 2. sehr unglücklich werden kann, wenn Besitzer sich nicht an Vereinbarungen halten und dabei darauf spielen, dass die RB genug am Pferd hängt um dabei zu bleiben und dass man 3. als Besitzer mit zahlenden RB wesentlich mehr Pech haben kann als mit welchen, die keinen Cent zahlen können und trotzdem die besten sind, die man sich für sich und sein Pferd wünschen kann.
LG Lelie
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Estrellita (20.05.2010)
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