| Pferdebox Hier kommen alle Themen rein, die nicht zur Haltung, Pflege und Verhalten gehören! |

31.01.2010, 00:08
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Moderator
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Was habt ihr durch eure Pferde gelernt?
Huhu,
ich hab heute einen interessanten Artikel gelesen, in dem beschrieben wurde, wie Tiere ihre Menschen (in positiver Hinsicht) erziehen.
Passend dazu gabs ein Zitat von Hans-Heinrich Isenbart: "Wer gelernt hat mit einem Pferd umzugehen, hat ein großes Stück Erziehung an sich selbst vollbracht!"
Was habt ihr durch den Reitsport bzw. den Umgang mit Pferden gelernt?
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Viele Grüße Wunschtraum 
"Richtig reiten reicht" (Paul Stecken)
"Reiten ist mehr als ein Sport. Reiten ist Gefühl und Vertrauen. Reiten ist eine Lebenseinstellung, voller Faszination, Leidenschaft und Sehnsucht."
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31.01.2010, 11:29
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Administrator
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GEDULD!
Bin in manchen Sachen echt ungeduldig! Durchs Reiten hab ich gelernt mich mehr in Geduld zu fassen.
SELBSTKRITIK!
Einfach mal an sich zu gucken was falsch läuft, in sich hineinzuhorchen um festzustellen woran es liegt!
Gerade darum werden Tiere(hier jetzt mal speziell Pferde) ja auch in der Therapie eingesetzt- egal ob mit "schwer Erziehbaren" (mag diesen Ausdruck nicht so) oder Menschen mit irgendeiner Behinderung/Einschränkung.
Sie zeigen einem einfach deutlich was richtig und was falsch ist!
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lg Gwenie
Einen Schuss Verrücktheit braucht jeder von uns - sonst trifft uns die Normalität mit voller Wucht...
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31.01.2010, 14:14
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Moderator
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- Vertrauen in mich und mein Pferd, ich war anfangs nicht wirklich mit viel Selbstvertrauen ausgestattet!
- Geduld, weil auch Rom nicht an einem Tag erbaut wurde. Pferdeausbildung braucht Zeit.
- mir über meine Ziele klar zu werden, nur dann kann ich mein Pferd von meinen Vorhaben überzeugen.
- Deutlichkeit, nur wenn ich meinem reitbaren Untersatz unmissverständlich klar machen kann, was ich von ihm möchte, kann das Rösslein das auch umsetzen.
Konsequenz: Pferde verstehen ja und nein sehr gut, ein Vielleicht ist in deren "Wortschatz" nicht enthalten.
Selbstverständlich auch Rücksicht auf das Können und den Zustand des Tieres und Weitsicht, dass mal etwas warten uns vieel weiter vorwärts bringen kann, als eine Aktion mit Gewalt durchzudrücken. Allerdings gibt es für mich auch ein nogo: Diskussionen über Sinn und Zweck des Reitsportes werd ich mit meinem Pferd sicherlich nicht haben. Da bin eindeutig ich der Chef und das Pferd das ausführende Organ, sorry.
600 Kg Muskeln, Knochen und Sehnen können eine Waffe sein und mit so jemanden mag ich auch nicht diskutieren. Erfreulicher Weise hat Villy das schnell kapiert und stellt es auch seltenst in Frage
Lieber Grüße
Angie
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...  denn das größte Glück der Pferde ist ein Reiter auf der Erde!
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31.01.2010, 14:43
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Pferdepfleger
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Um ebenfalls mit einem Zitat zu antworten: Das Pferd ist dein Spiegel. Es schmeichelt dir nie. Es spiegelt dein Temperament. Es spiegelt auch seine Schwankungen.
Ärgere dich nie über ein Pferd; du könntest dich ebensowohl über deinen Spiegel ärgern. (Rudolf G. Binding)
Dieses Zitat trifft auf mich hundertprozentig zu. Ich habe gelernt, die Schuld als erstes bei mir selbst zu suchen und die Reaktion des Pferdes als Gegenreaktion auf mein Verhalten zu erkennen. Dadurch habe ich mich selbst viel besser kennengelernt und gemerkt, wie wichtig es ist, in sich hineinzuhören.
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31.01.2010, 14:47
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Moderator
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Mein allerallererster und allerallerliebster Reitlehrer hat mal gesagt: Pferde machen keine Fehler. Die Fehler machen die Reiter. Der gute, alte Herr hatte durchaus recht!
Liebe Grüße
Angie
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02.02.2010, 13:37
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Futtermeister
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Mein Opa hat früher immer zu mir gesagt "Zuckerbrot und Peitsche kann man immer mal wieder gebrauchen"
Natürlich verstehe ich das unter einem anderen Sinn aber auch er hat da manchmal nicht unrecht gehabt.
Ich habe gelernt Konsequenz zu sein, denn unser Tiere verstehen schon was sie dürfen und was nicht.
Und vor allem RUHE UND GEDULD, selbst wenn es einmal nicht klappt ruhig bleiben und wenn nicht üben, irgendwann klappt es mal und das ich die Fehler zuerst bei mir suchen sollte, bevor ich es meinem pferd anhänge.
Und vor allem was bestimmt jeder so kennt vor allem bei den schüchternen Mädchen SELBSBEWUSStSEIN, denn meist war ich diejenige die sich am meisten um unsere Pferde gekümmert hat und sich gegen manches zu Wehr setzen musste auch wenn es dem Pferd mal schlecht behandelt wurde.
UND NICHT ZU VERGESSEN,
VERANTWORTUNGSBEWUSSTSEIN (was ich manchmal auch etwas zu viel davon habe denn ich gebe ungerne ab)
Ihr seid für eure Tiere verantwortlich die können nicht sprechen und sagen es geht mir schlecht oder ich werde schelcht behandelt, eure Tiere sind auf euch angewiesen, sei es im Sport oder auch in der Freizeit, im sommer sind sie auf euch angewiesen wenn sie durst haben oder hungrig sind ect.
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02.02.2010, 16:32
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Reitlehrer/in
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Ich habe durch die Pferde in erster Linie gelernt, dass man nichts, aber auch gar nichts, im Leben erzwingen kann.
Und, dass es Tage gibt, an denen es einfach nicht so geht wie man möchte und man dann nicht auf biegen und brechen gegen das Pferd kämpfen darf, sondern auch mal seine Ansprüche und Ziele zurück schrauben muss und vielleicht das Pferd nur mal locker V/A reiten sollte und dann glücklich und zufrieden wieder wegbringen soll und nicht mit aller Gewalt irgendwelche Lektionen "reindrücken" muss. Den jedes Lebewesen hat gute und schlechte Tage und muss dementsprechend behandelt werden.
Außerdem habe ich durch die Pferde viel mehr Feingefühl für Situationen und Reaktionen bekommen und ein Gefühl entwickelt Gefahren realistisch einschätzen zu können.
Grade meine Arame und auch ihr Tod haben mich sehr demütig und dankbar, grade für Kleinigkeiten, werden lassen und mich gelehrt, dass es immer irgendwie weiter geht und auf Regen immer Sonnenschein folgt.
Zur Charakterbildung allgemein und im Bezug auf Verantwortung, Fairness, Geduld haben meine Pferde auch sehr sehr stark beigetragen!
Geändert von - Nur für Mitglieder -
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02.02.2010, 16:50
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Das ist schwer... weil es Dinge sind, die mir wahrscheinlich gar nicht auffallen.
Ich habe durch Sancho gelernt, dass in manchen Situationen weder Geld, noch Schule oder sonst was eine Rolle spielt. Er vermittelt mir immer mehr Ehrgeiz und Zielsicherheit, auch wenn es oft infrage gestellt wird. Also alles in allem habe ich gelernt, einfach selbstsicherer zu sein. Ansonsten, ebenfalls wie Sky  , dass man selbst für Kleinigkeiten dankbar sein sollten.
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04.02.2010, 15:07
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Die Kombination aus Geduld, Konsequenz und Fairness. Pferde sind oft ehrlicher als Menschen und das macht es um so wichtiger, dass man sich immer im Griff hat und die Anforderungen dem Leistungsvermögen des Pferdes anpasst, einfach das Miteinander über den eigenen Ehrgeiz zu stellen.
Ich muss zugeben, dass ich früher manchmal zu ehrgeizig war und zu viel auf einmal wollte. Ich denke nicht, dass ich dadurch wirklich einem Pferd geschadet habe, aber ich habe unserem gemeinsamen Fortkommen dadurch sicher hin und wieder im Weg gestanden. Mittlerweile gebe ich mir und dem Pferd mehr Zeit und das ohne dabei das Ziel aus den Augen zu verlieren.
Verantwortungsbewusstsein lernt denke ich jeder Tierbesitzer, eigentlich muss er davon schon eine große Portion haben, bevor er sich überhaupt ein Tier anschafft.
LG Lelie
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23.02.2010, 01:53
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Moderator
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Ich hab auch recht viel durch mein Pferd gelernt.
Als erstes hab ich gelernt immer konsequent zu sein, weil meine Lütte mir sonst auf der Nase rum tanzen würde. Dann hab ich gelernt, dass man Ruhe und Geduld braucht um zum Erfolg zu kommen. Und ich hab Durchhaltevermögen gelernt. Ich musste mich bei der Dicken viel und lange durchbeißen.
Und was für mich glaub ich ganz wichtig war, weil ich so schüchtern und mit nicht sehr viel Selbstbewusstsein gesegnet war: sich selbst etwas zutrauen zu müssen um ein Ziel zu erreichen.
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Viele Grüße Wunschtraum 
"Richtig reiten reicht" (Paul Stecken)
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