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  #1  
Alt 23.08.2010, 12:16
Benutzerbild von Skydancer
Reitlehrer/in
 
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Skydancer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Stangenarbeit an der Longe - wer macht`s?

Wer von euch macht auch an der Longe Stangenarbeit?
In welcher Form und mit welchen Aufbauten?
Welchen Sinn und Zweck versprecht ihr euch durch diese Art Longenarbeit?

Erzählt doch mal. Freu mich auf viele Antworten.
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  #2  
Alt 23.08.2010, 15:30
Lelie
Gast
 
Beiträge: n/a
Stangenarbeit ist immer gut, auch an der Longe. Allerdings braucht es dazu ein Pferd, dass absolut sicher zu kontrollieren ist. Denn sonst (gerade wenn man auf einem Longierzirkel/in einer Longierhalle longiert und nicht mal eben an den Stangen vorbeilongieren kann) kann das ganz leicht mal daneben gehen, wenn das Pferd sich verschätzt. Ein junges, gerade anlongiertes Pferd würde ich deshalb nie über Stangen longieren. Es sei denn, ich kann in einer normalen Reithalle longieren und den Stangen gut ausweichen.
Mit Helli hab ich an der Doppellonge und auch sonst mit "Beritt"pferden an der Longe gerne Stangen eingebaut.
Dabei kamen verschiedene Aufbauten für die unterschiedlichen Gangarten zum Zuge.
  • vier (ggf. auch fünf oder sechs) Stangen im Abstand von ca. 1,30 m in der Mitte (außen weiter, innen enger) für die Trabarbeit. Damit lässt sich das aktive Abfußen sowohl im Arbeitstempo (Mitte) als auch in der Versammlung (innen) oder in den Verstärkungen (außen) gut verbessern. Auch gut geeignet in Kombination mit Übergängen vor und hinter den Stangen (z.B. Galopp, kurz davor durchparieren zum Trab, wieder angaloppieren).
  • drei bis vier Stangen im Abstand von ca. 3,30 m in der Mitte für die Galopparbeit. Vor allem auch gut, um den Rhytmus zu bearbeiten (Vorbereitung aufs Springen) und das eigene Auge zu schulen. Wie im Trab kann man auch hier in allen Tempi arbeiten, wenn man die Zirkelgröße variiert. Wenn man vermehrt in Richtung Springpferdetraining arbeiten will, lässt sich dieser Aufbau auch wunderbar mit halbhohen oder hohen Cavalettis nutzen. Wenn man die Stangen etwas enger legt oder den Zirkel etwas kleiner macht, kann man diesen Aufbau auch für die Trabarbeit nutzen, sodass das Pferd nur bei jedem zweiten Tritt über eine Stange tritt. Sehr gut, um die Aufmerksamkeit zu erhöhen.
  • Kombination aus erstem und zweitem Aufbau, jeweils an den gegenüberliegenden Zirkelpunkten (also eins bei A, eins bei X). Für die Trabarbeit (s.o.) oder mit Übergängen dazwischen, die engeren Stangen im Trab nehmen, die anderen im Galopp.
  • vier Stangen verteilt auf die Zirkelpunkte für alle Gangarten, vor allem für die Arbeit an Übergängen zwischen den Stangen. Auch sehr gut für die Galopparbeit: mal drei, mal vier, mal fünf Galoppsprünge dazwischen - super Training für das Reiten von Distanzen im Parcours später. Natürlich kann man auch diesen Aufbau mit Cavalettis nutzen.
Von der Arbeit mit Stangen im Schritt halte ich nicht so viel, deshalb würde ich das auch an der Longe nicht unbedingt machen.
Wie auch unter dem Reiter ist Stangenarbeit immer gut um die Aufmerksamkeit des Pferdes zu erhöhen und das aktive Abfußen (v.a. der Hinterbeine) zu fördern. Außerdem erreicht man damit eine schöne Selbstkontrolle. Man kriegt schonungslos vor Augen geführt, ob man das Pferd wirklich ausreichend aufgenommen hat, die Hilfe zum Übergang wirklich rechtzeitig durchkam und und und.
LG Lelie
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Folgender Benutzer sagt Danke zu für den nützlichen Beitrag:
Gomi (27.10.2010)
  #3  
Alt 26.08.2010, 17:43
Benutzerbild von Estrellita
Pferdepflegerazubi
 
Registriert seit: 13.05.2010
Ort: bei München
Beiträge: 396
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Estrellita befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Oh ja, ich arbeite unheimlich gerne mit Stangen, sowohl an der Longe, als auch unterm Sattel...

Luna kennt das schon sehr lange und hat von Anfang an super mitgemacht, mittlerweile weiß sie bei manchen Aufbauten schon selber, wann sie welches Tempo gehen muss *lach*

Da ich ohne Ausbinder longiere, hab ich mir vom Longieren mit Stangen versprochen, dass Luna die Hinterhand mehr aktiviert, den Kopf senkt (v/a), sie nicht so herumschlurft und der Rücken gut "mitarbeitet"

Ich baue 4-6 Stangen hintereinander in Schritt- oder Trababständen, alle erhöht, abwechselnd erhöht oder abwechselnd rechts/links erhöht, damit auch aufgepasst werden muss
Ähnlich wie Lelie beschrieben hat, wird mit vielen Tempiwechsel drüberlongiert...
Ich baue die Stangen jedoch meistens an einer Seite gerade auf, aslo nicht im Kreis, was ich dann aber im neuen Stall in der Longierhalle wohl oder übel machen werde

Im Galopp nehm ich im Moment max. 2 Stangen, weil wir im Galopp mit Stangen nocht nicht soooo sicher sind bzw. die Abstände je nach "Laune" variieren...

Luna ist eigentlich absolut sicher darin und denkt wie gesagt selber mit und das bestätigt mir, dass es gar nicht so überl sein kann
__________________
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  #4  
Alt 27.08.2010, 23:21
Benutzerbild von Wunschtraum
Moderator
 
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Ort: Bayern
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Wunschtraum befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Ich arbeite sehr gerne und auch recht viel mit Stangen. Aber meistens mehr unterm Sattel als an der Longe. Muss aber auch sagen, dass ich die letzte Zeit allgemein wenig longiere.

Ich nutz die Aufbauten wie Lelie sie schon schön beschrieben hat.
Die Lütte hat damit rhythmisches galoppieren gelernt, was uns im Parcours zu gute kommt. Die Hinterhand wird trainiert, der Rücken schön aufgewölbt und zum Schluss hat man ein schön lockeres Pferd. (wenn man alles richtig gemacht hat
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Viele Grüße Wunschtraum

"Richtig reiten reicht"
(Paul Stecken)


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  #5  
Alt 26.10.2010, 23:34
Benutzerbild von Rappschnapp
Stalllehrling
 
Registriert seit: 25.01.2010
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Rappschnapp befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Ja, zwischendurch durch Abwechslung. Angefangen mit einer einzelnen Stange im Schritt und Trab zu zwei Stangen im Schritt und Trab. Mehr noch nicht, weil sie da bisher gerne mal heftig wurde. Und zum Schluß ein kleiner Sprung (vielleicht 60cm) aus dem Trab mit Vorlegestange. Denn beim Freispringen wird sie viel zu heiß und unkontrolliert. An der Longe klappt es ganz gut. Heute ging es sogar aus dem Galopp und ohne Vorlegestange Vielleicht klappts dann irgendwann auch noch mit dem Freispringen und der Feldprüfung...
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