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Dann will ich auch mal.
Ich bin grundsätzlich überzeugt davon, dass Pferde Bewegungstiere sind und sich wesentlich mehr Pferde die Beine kaputt stehen als sie sich draußen kaputt zu toben. Deshalb gehören sie für mich so viel wie möglich raus.
Da ich aber trotzdem mit einem gewissen Anspruch reiten möchte (das ist nicht mit Plüschfell, andauernde durchgeweichtem Pelz und Megagrasbauch vereinbar), würde ich die Pferde, wenn ich die freie Wahl hätte im Winter von morgens (wenn es langsam hell wird) bis frühen Abend (wenn es langsam dunkel wird) rausstellen, also so ca. 8 Stunden. Das ist auch das Maß, was alle Pferde, mit denen ich bisher zu tun hatte am liebsten haben und weshalb ich es immer ganz furchtbar fand, wenn die Pferde auf den meisten Anlagen im Winter nur für ein paar Stunden rauskommen. Dann fangen sie nämlich doch an unaufgewämt zu toben und kriegen in der langen Zeit in der Box dicke Beine.
Im Sommer ist die Sache schon schwieriger. Helli z.B. kommt sehr gut damit zurecht rund um die Uhr draußen zu stehen. Das freut mich sehr, denn so halte ich es für am pferdegerechtesten.
Mein Pony hingegen ging auch mit nur 6 Stunden Weidegang auf wie ein Hefekloß. Zusätzlich problematisch: Wenn sie später rauskam, hat sie erst recht schnell gefressen. Fressbremse ging nicht, weil sie sowieso schon ständig ihre Halfter verloren hat (hatte da eine sehr ausgefeilte Technik). So ein Pferd würde ich auch in Zukunft nur halbtags auf die Weide stellen, den Rest des Tages auf ein Paddock oder so.
Jungpferde gehören für mich unbedingt raus. Im Sommer sowieso rund um die Uhr, im Winter wenigstens tagsüber für mehrere Stunden und auch danach auf keinen Fall in Einzelboxen sondern in einen Laufstall, am besten mit Paddock.
Tja, Wunsch und Wirklichkeit klaffen da oft auseinander, ich hoffe, ich hab irgendwann die Möglichkeit die Pferde wirklich nach meinen Wünschen zu halten.
LG Lelie
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