| Futterwagen Hier könnt ihr eure Fragen und Tipps über die Grundfütterung loswerden |

01.04.2010, 01:08
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Moderator
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Pferd "spritziger" bekommen?
Ich weiß nicht ob das Thema hier richtig ist, wenn nicht bitte verschieben.
Ich schilder euch mal kurz mein Problem. Seit 2-3 Wochen geht meine Lütte nicht mehr so freiwillig vorwärts wie sonst und reagiert auf den treibenden Schenkel etwas stumpf. Ich muss sie grade anfangs des öfteren recht deutlich mit der Gerte auffordern, dass ich ein flotteres Tempo haben möchte. Heute meinte dann auch mein RL, dass wir uns seit 2 Wochen mit dem vorwärts schwerer tun als sonst, und sie sonst spritziger und kerniger war.
Ich weiß nicht ob sie einfach durch den Fellwechsel etwas schlapp ist, oder ob es einfach daran liegt, dass das Training für sie jetzt anstrengender wird (Versammlung/Verstärkung) und sie sich ein bisschen vor der Arbeit drücken will.
Ich persönlich würde den Fellwechseln ausschließen, weil sie damit die letzten Jahre nie Probleme hatte.
Meine Überlegungen wären, dass sie durch das anstrengendere Training vielleicht mehr Energie benötigt und ich das Futter umstellen sollte. Haltet ihr das für sinnvoll? Einfach die Haferration erhöhen, oder z.B. ein Müsli für Sportpferde wie das hier *klick* zusätzlich zur Normalen Ration zu füttern?
Sie bekommt an Kraftfutter im Moment früh und abend jeweils 2,5 Schippen Hafer mit etwas Pellets vermischt und von mir Mineralfutter und ein bisschen Kräuter-Müsli.
Die zweite Überlegung wäre, dass es sich so langsam eingeschlichen hat, dass sie den treibenden Schenkel nicht mehr so gut annimmt. Hättet ihr Tipps, wie ich sie wieder sensibler auf den Schenkel bekomme?
Hat sonst noch jemand Ideen an was es liegen könnte?
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Viele Grüße Wunschtraum 
"Richtig reiten reicht" (Paul Stecken)
"Reiten ist mehr als ein Sport. Reiten ist Gefühl und Vertrauen. Reiten ist eine Lebenseinstellung, voller Faszination, Leidenschaft und Sehnsucht."
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01.04.2010, 10:31
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Reitlehrer/in
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Ich würde auf jeden Fall erst gesundheitliche Ursachen/Probleme ausschließen.
Ein großes Blutbild gibt vielleicht schon Aufschluss.
Mangelnde Bewegungsfreude, bzw. wenig Vorwärtsdrang ist manchmal auch in Indiz für "osteopathische" Probleme. Würde ich vielleicht auch mal abklären, wenn ich du wäre.
Denn wenn etwas gesundheitliches vorliegt und nicht erkannt wird kannst du erfolglos ändern und tüfteln wie du willst.
Ansonsten wenn gesundheitlich nichts ist, kann ich es mir zum einen schon vorstellen, dass der Fellwechsel etwas schlaucht, aber vielleicht auch einfach in Kombination von zu wenig Kraftfutter.
Allerdings um ein "zu wenig" definieren zu können, müsste man wissen, was deine Stute derzeit zu fressen bekommt und wieviel und wie schwer sie genau arbeitet.
EDIT: Ich hab gesehen, dass du eh geschrieben hast, was die Stute zu fressen kriegt... Aber wie "hart" muss sie denn arbeiten?
Kommt jetzt ganz auf das Ausschlussprinzip an: Gesundheit - Fellwechsel - Fütterung und wenn dann nichts übrig bleibt deutet es doch sehr auf ein reiterliches Problem hin.
Geändert von - Nur für Mitglieder -
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01.04.2010, 11:11
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Pferdepfleger
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Wie ist sie denn im Gelände? Gehfreudig wie immer oder auch ein wenig zurückhaltender? Das wäre auch noch interessant zu wissen 
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01.04.2010, 11:59
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Ich würde vermuten, dass es eine Kombination von Fellwechsel und Arbeitsunlust ist. Letztere kann natürlich durch Schmerzen (Osteopathin und Sattler hattest du ja grad erst da, deshalb würd ich das eher ausschließen) oder einen Mineralstoffmangel begünstigt werden. Um einen Mangel an irgendwas auszuschließen, ist ein großes Blutbild eine gute Sache. Nur kostet es natürlich auch seinen Preis und deshalb würd ich da nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schießen.
Was fütterst du denn für ein Mineralfutter und wie dosierst du das? Dabei solltest du bedenken, dass im Muskelaufbau (in dem sie sich ja sicher durch das veränderte Arbeitspensum befindet) auch der Bedarf, z.B. an Vitamin E, Selen oder Magnesium erhöhen kann.
Ich würde die Belastung durch den Fellwechsel auch nicht so schnell ausschließen. Das ist schon eine enorme Stoffwechselleistung, die da erbracht werden muss. Und gerade nach diesem heftigeren Winter und der Immunsystembelastung durch die Infektiöse Anämie bei euch am Stall kann es schon sein, dass ihr das zu schaffen macht. Es schadet bestimmt nicht, wenn du ihr mal ein bisschen Sonnenblumenöl übers Futter kippst. Das gibt auch gleichzeitig noch einen ordentlichen Energieschub.
Die Kraftfutterration hört sich eigentlich ganz okay an. Helli hat zwar zum Schluss ihrer Reitpferdekarriere etwas mehr bekommen im Winter, aber ich würd da jetzt erstmal nicht so viel dran ändern. Vielleicht einen Tick mehr Müsli. Oder du gibst ihr statt dem Kräutermüsli einfach so ein Sportmüsli. So viel wird das nicht ausmachen, aber einen Versuch ist es wert. Ich hab nur einmal sowas gefüttert, als mein Pony einen sehr anstrengenden Turniersommer hatte, inkl. Distanzritt und so. Ich hab dran geglaubt, dass es was nützt, aber ob's wirklich den Ausschlag gegeben hat? Höveler ist dann in jedem Fall eine gute Wahl.
Mich würde auch noch interessieren, wie sie beim Springen und im Gelände drauf ist. Wenn sie da nämlich vor Power strotzt und auch nicht müde wird, dann vermute ich doch, dass die Hauptursache (ist ja fast nie nur eins allein) Arbeitsunlust und Faulheit ist.
Vielleicht hilft es dann, wenn du sie eine Zeit lang mit kürzeren Bügeln und quasi springmäßig mit viel Galopp löst. Wenn diese "liebe" Variante nicht fruchtet, könnte es auch helfen, die Lösungsphase kürzer und knackiger zu gestalten, mit vielen Übergängen und schnellen Lektionsfolgen, sodass sie aufmerksamer wird und dann vielleicht auch eifriger auf die nächste Aufgabe "lauert".
Wenn sie nicht reagiert, dann lass das in jedem Fall nicht durchgehen. Lieber einmal richtig mitm Bein angebufft oder mitm Sporen angepiekst, als dass ihr die ganze Zeit voneinander angenervt rumkrebst.
Vielleicht kannst du auch kurzfristig mal andere Sporen nehmen, z.B. mit Rädchen ohne Zacken. Einfach um einen gewissen Überraschungseffekt zu erzielen und sie damit aufmerksamer aufs Bein zu machen.
LG Lelie
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01.04.2010, 16:41
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Moderator
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Zitat - Nur für Mitglieder -
Also die Physiotherapeutin war da, hat aber nichts gefunden. Die Sättel wurden auch erst vor ein paar Wochen angepasst.
Zitat - Nur für Mitglieder -
Ich bewege sie jeden Tag. Im Moment 1-2x die Woche ins Gelände, Dauer ca. 2 Stunden, Konditionstraining mit viel Klettern. 1x Springtraining, 3-4x Dressur, Dauer ca. 20 Min Schritt zum Aufwärmen, 45 Minuten Arbeit, 10-15 Min. Abschwitzen. Die Arbeit besteht im Moment aus Vorbereitenden Übungen zur Versammlung und zu Verstärkungen und dann natürlich im Wecheln von Versammlung - Arbeitstempo- Verstärkungen.
Zitat - Nur für Mitglieder -
Da hat sie die letzten Male auch weniger gezogen als sonst. Heute war sie aber wieder recht flott unterwegs.
Zitat - Nur für Mitglieder -
Also im Moment bekommt sie von mir an Mineralfutter täglich (wurde mir vom TA empfohlen)
25g davon: *klick*
20g davon: *klick*
Zitat - Nur für Mitglieder -
Zum Thema Gelände hab ich auf Sarahs Post schon was geschrieben. Gesprungen bin ich seit 2 Wochen nicht mehr, weil erst die Halle belegt war und sie ein Eisen verloren hatte. Da kann ich im Moment wenig dazu sagen. Aber als ich vor 3 Woche das letzten Mal gesprungen bin, war sie sehr flott unterwegs. Ist sie beim Springen aber eigentlich sowieso immer 
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01.04.2010, 17:10
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Das Mineralfutter ist auf gut, gerade für ihre momentane Situation. Kann mir danach kaum vorstellen, dass sie an entscheidender Stelle einen großen Mangel hat.
Wenn sie auch im Gelände nicht ganz so flott war, spricht das für mich wieder mehr für ein Fellwechsel-Problem als für ein nur von der Unlust auf Dressurarbeit verursachtes "matschig sein".
Ich würds wirklich mal mit Öl oder Leinsamen versuchen. Und eben mit den Sachen zur Dressurarbeit, die ich oben schon geschrieben hab.
LG Lelie
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