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  #1  
Alt 10.01.2010, 17:49
Lelie
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Pfeil Fohlenaufzucht

Hey Leute,
wer von euch hat Erfahrung mit Fohlenaufzucht? Worauf würdet ihr besonders achten? Was haltet ihr für unerlässlich, was für überflüssig?
Worauf würdet ihr außerdem bei der Fütterung achten?
Ich freu mich über alle Tipps, Anregungen und Ratschläge.
LG Lelie
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  #2  
Alt 10.01.2010, 19:16
Benutzerbild von Gwenie
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Gwenie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Also ich selber habe noch kein Fohlen gezogen/aufgezogen, aber mir wäre wichtig dass es in den ersten Jahren viel mit Gleichaltrigen zusammen kommt UND draußen ist!

Zudem sollte man gucken dass man es gut mit Mineralien versorgt, damit Knochen, Muskeln und Bänder gut versorgt sind.

Der Schmied sollte ein Auge drauf haben um mogliche Fehlstellungen möglichst frühzeitig zu erkennen.

Außerdem würde ich es zwar an den Menschen gewöhnen (Halfterführigkeit, Hufe geben, putzen lassen) aber nicht so zu viel Schnickschnack machen- diese sogenannten Fohlen/Jährlingsspiele finde ich persönlich zuviel für die Pferdebabys.
__________________
lg Gwenie

Einen Schuss Verrücktheit braucht jeder von uns - sonst trifft uns die Normalität mit voller Wucht...
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  #3  
Alt 11.01.2010, 23:54
Benutzerbild von Willi07
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Willi07 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Ich habe meine beiden als Absetzer gekauft. Seit sie bei mir sind kommt regelmäßig der Schmied, sie kommen oft und viel raus, sind Halfterführig, lassen sich verladen und anbinden. Jetzt sind beide 3 Jahre alt und das super Verhältnis und die Bindung, die vom Boden aus in den letzten 2 1/2 Jahren gewachsen ist, sehe ich nur als Vorteil für die weitere Ausbildung, da ich meine, meinen Dicken gut zu kennen und ich merke, wenn er überfordert oder einfach nur bockig ist.
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  #4  
Alt 12.01.2010, 12:28
Benutzerbild von Skydancer
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Skydancer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Ich habe mein Hengstfohlen von Mai 2009 momentan weg zur Fohlenaufzucht ca. eine Stunde Fahrt entfernt.
Ich besuche ihn nur 1 x im Monat, weil ich mir sicher sein kann, dass er gut versorgt ist.
  • Er steht in einer kleinen gemischten Herde mit Gleichaltrigen Fohlen, wobei die Hengstfohlen als Jährlinge kastriert werden (fast zumindest, da er ja seine Mutter verloren hat sind die anderen Fohlen etwas älter!)
  • Nachts steht die Gruppe im Laufstall und hat Raufutter und Wasser zur freien Verfügung.
  • Morgens nach dem Füttern werden sie während des Mistens erst mal in die Halle gelassen, um auf gutem Boden laufen zu können. (Lahmheiten, etc. können dann sofort gesichtet werden)
  • Danach kommen sie raus auf die Koppel bzw. Bewegungspaddock im Winter oder bei Dauerregen, und werden auch dort mit Raufutter versorgt.
  • Abends werden sie dann alle wieder reingeführt und nochmals kontrolliert und dann gefüttert.
  • Im Sommer gehen sie teilweise nach dem Kraftfutter auch wieder über Nacht raus.
  • Die Fohlen bekommen Schwarzhafer aus eigenem Anbau und Mineralfutter
  • Mir ist es sehr wichtig, dass die Fohlen menschlichen Kontakt haben und sie regelmäßig kontrolliert werden.
  • Beim Schmied werden alle auch regelmäßig vorgestellt und sie werden fachgerecht entwurmt.´
  • Unser Kleiner ist jetzt Tetanus geimpft, denn das ist ja bei den Rangelleien unerlässlich.
  • Herpes und Influenza werden die Fohlen aber erst geimpft, wenn es später ans Anreiten geht, denn sie sollen Gelegenheit bekommen ihr Immunsystem zu entwickeln und zu trainieren.
Mir ist besonders wichtig, dass das Futter von guter Qualität ist, dass die Fohlen entsprechend im Futter stehen, aber auch keinen fall zu fett sind, viel Bewegung an der Luft haben, regelmäßigen menschlichen Umgang um das Fohlen ABC nicht zu verlernen und dass sie regelmäßig kontrolliert werden.

Fohlenaufzucht ist Vertrauenssache und braucht wirklich extrem viel Erfahrung.
Ich würde niemals ein Fohlen auf eigene Faust aufziehen, auch wenn gleichaltrige Artgenossen vorhanden wären.
Das gehört in fachmännische Hände.

Rießige Herden, in denen die Fohlen den ganzen Sommer sich selbst überlassen auf der Weide stehen würde ich persönlich nicht haben wollen.
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Gwenie (14.01.2010)
  #5  
Alt 13.01.2010, 19:05
Lelie
Gast
 
Beiträge: n/a
Ich sehe das größtenteils so wie Gwenie.
Ich habe mich so grob mit dem Thema ja schon vor einem Jahr beschäftigt, als im Raum stand Helli decken zu lassen. Jetzt erlebe ich alles gerade live und in Farbe bei Pünktchen, dem Fohlen meines Freundes mit.
Ich erzähle einfach mal, wie es bei ihm so ist.
Da er gerne den Kontakt behalten wollte, sollte der Kleine in der Nähe bleiben. Er steht jetzt am gleichen Stall wie alle unsere anderen Pferde auch (bzw. die Pferdegroßfamilie...).
Der Zwerg steht mit neun anderen Fohlen, überwiegend Ponyfohlen, Tag und Nacht auf einer großen Weide. Laufstall mit tagsüber Weide wäre vielleicht optimaler, aber sowas gibt es bei uns nicht in erreichbarer Nähe und da die Fohlen sowohl durch einen kleinen Unterstand als auch durch die Knicks und Bäume rundrum einigermaßen geschützt sind, geht das schon. Fördert vielleicht sogar eine gewisse "Härte".
In der Herde sind mit ihm 3 oder 4 Hengste, der Rest Stuten. Das geht natürlich nur noch dieses Jahr. Danach wird die Herde getrennt, aber es kommen dann wohl auch noch ein paar Fohlen dazu, sodass die Herde nicht zu klein wird. Ich finde das sehr wichtig, weil die jungen Pferde in einer größeren Herde a) mehr Sozialkontakte haben und b) auch mehr laufen, als wenn sie nur zu zweit oder zu dritt sind. Da muss ja nur einer was spannendes am Zaun entdecken und schon rennen sie alle hin.
Gefüttert wird einmal täglich vom Stallbesitzer Hafer mit Pellets und angeblich wohl auch Mineralfutter, da lässt er sich nicht so richtig in die Karten kucken. Ein kleiner Nachteil ist auch, dass die Pferde eben "frei" auf der Weide fressen. Es sind zwar genug Futterkrippen da, aber oft fressen sie doch zu zweit oder zu dritt aus einer und deshalb ist schwer zu regulieren, wer wieviel bekommt.
Da Pünktchen auch noch der größte und älteste von allen ist, müssen wir aufpassen, dass er genug bekommt. Deshalb bekommt er einmal täglich von meinem Freund noch Fohlenmüsli und Mineralfutter und ein paar Möhren und/oder Äpfel zugefüttert.
Ich finde es extrem wichtig, dass die Fohlen nicht zu fett werden, was gerade in der Gruppe auch super zu besichtigen ist. Das schadet dem wachsenden Skelett unglaublich, fördert die Entstehung von Chips und und und.
Pünktchens Müslimenge passen wird deshalb immer wieder an, je nach dem, wie er aussieht und wie kalt es z.B. ist.
Heu oder Silage haben sie ganztägig an einer Rundraufe zur Verfügung.
Um Entwurmung und Impfung kümmert sich mein Freund selbst. Geboren im Anfang März 2009 ist Pünktchen längst Tetanus geimpft und hat jetzt auch seine Influenza- und Herpes-Grundimmunisierung hinter sich, die wir leider aufgrund eines Infekts mehrfach verschieben mussten.
Entwurmt wird er alle 3 Monate, was ich gerade bei Fohlen für sehr wichtig halte (die erwachsenen Pferde werden bei mir nur 2x im Jahr entwurmt).
Von "Kinderarbeit" bei Fohlen halte ich gar nichts. Es gibt einige Besitzer bei der Herde, die ihre Fohlen täglich zum Spaziergang rausnehmen. Das finde ich schon zu viel.
Pünktchen lässt sich brav aufhalftern und führen und wird auf jeden Fall niemals ein "Join-up" brauchen, so wie er seinen Menschen auch ohne alles über die Weide folgt.
Natürlich lernt er beim Führen (wenn es z.B. wg. Schmied oder Tierarzt in den Stall geht) schon die Kommandos fürs Halten und Antreten.
Der Schmied kommt bei ihm aufgrund einer leichten Fehlstellung momentan alle drei Wochen. Die Korrekturen entwickeln sich gut und unser Schmied achtet wirklich sehr darauf, dass davon später nichts zurückbleibt. Deshalb vertrauen wir ihm da auch komplett, was den Ausschneide-Rythmus angeht.
Kastriert wird Pünktchen frühestens mit zwei, vielleicht auch erst mit drei Jahren.

Zitat - Nur für Mitglieder - Das würde ich NIE NIE NIE machen! Durch die Kastration verändert sich schlagartig der Hormonstoffwechsel und durch den plötzlichen Abfall von z.B. Testosteron bleiben die Pferde in gewissem Maße im Wachstum stehen.
Natürlich muss man rechtzeitig kastrieren um hengstiges Verhalten gar nicht erst entstehen zu lassen. Aber als Jährling ist definitiv zu früh.
Ich kann dir mit allem medizinischen Wissen, was ich im letzten halben Jahr zu dem Thema erworben habe (und da ging es genau um diese ganze Hormon-Problematik) nur dringend davon abraten!

Zitat - Nur für Mitglieder - Eine lustige Theorie! Ich bin nun wirklich kein Impffanatiker (bin z.B. auch nicht H1N1-geimpft), aber ein Fohlen nicht gegen Influenza und Herpes zu impfen ist Wahnsinn.
Gerade die Kleinen brauchen doch den Schutz. Ein normales, gesundes erwachsenes Pferd wird so oder so von einer Influenza oder einem Herpes nicht richtig doll krank.
Aber Fohlen können daran sterben. Sie sind eigentlich die einzigen, bei denen ich die Herpes-Impfung (von tragenden Stuten abgesehen) überhaupt für sinnvoll erachten würde.
Das Immunsystem entwickelt sich trotzdem. Gibt genug Erreger, gegen die man nicht impfen kann und im Prinzip ist eine Impfung auch nichts anderes als Training. Der Immunzelle ist es egal, ob sie gebildet wurde, weil ein Impfstoff oder ein wirklich krankmachender Erreger vorbeigeschwirrt ist...

LG Lelie
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  #6  
Alt 13.01.2010, 19:30
Benutzerbild von Angie
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Eine Bekannte von mir lässt ihre Fohlen auf dem Haupt- und Landgestüt Marbach aufziehen und anschließend dort auch einreiten. Die Fohlen werden nach Stuten und Hengsten getrennt auf großen Weiden aufgezogen. Weidegang gibt es täglich. Die Weiden sind groß und hügelig. Das Futter wird im Laufstall gegeben und während des Fressens ist die Bande angebunden. Den Tag verbringen sie so weit wie möglich draußen. Bei ganz schlechtem Wetter ist auf jedem Vorwerk eine Reithalle, dann dürfen die Fohlen dort toben. Nachts stehen sie in großen Laufställen. Hufschmied und Tierarzt sind regelmäßig zu Gast und die Tiere haben genügend Kontakt zu Menschen. Zweifelhafte "Fohlenarbeit" gibt es nicht, nur eben Halfterführigkeit, sich putzen lassen und Schmied/Tierarzt erleben und artig hinter sich zu bringen. Die Tiere sind bei Besitzerbesuch aufgeräumt und sehr vertraut mit Menschen. Sicherlich ist dieses Verknügen gewiss nicht billig, aber sie hat beste Erfahrungen gemacht. Das Einreiten geschieht meist zu der Zeit, wo sie auf Lehrgang dort ist. Dann kann sie gleich von Anfang an mit dem Remonten arbeiten.
Liebe Grüße
Angie
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...denn das größte Glück der Pferde ist ein Reiter auf der Erde!
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  #7  
Alt 14.01.2010, 01:00
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Zitat - Nur für Mitglieder - Ich werde das so machen lassen.

Zitat - Nur für Mitglieder - 3 verschiedene Tierärzte halten dieses Vorgehen des Aufzüchters, der das schon seit vielen Jahren so macht, für sinnvoll. Es kann natürlich sein, dass diese Tierärzte über zu wenig Fachkompetenz verfügen, weswegen sie diese lustige Theorie vertreten.
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  #8  
Alt 14.01.2010, 10:03
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Ich habe Willi mit ca. 1 Jahr und 3 Monaten kastrieren lassen. Ich habe davor mit vielen Tierärzten geredet, mich im Internet schlau gemacht und den Entschluss gefasst, Willi in dem Alter kastrieren zu lassen. Die einhellige Meinung war, dass es das Wachstumwenig bis gar nicht beeinflußt- früh kastrierte Hengste stecken die Energie ins Höhenwachstum und nicht ins Wachstum in die Breite, verschwenden weniger Energie mit ihrem Hormonhaushalt. Ich wollte einen richtigen Wallach, ohne irgendwelche hengstige Anwandlungen. Und wenn das Pferd so in der gemischten Herde bleiben kann, finde ich die Lösung mit dem 1 Jährigen legen lassen gut.

Da finde ich es bedenklicher, Fohlen nur mit Unterstand ganzjährig auf die Wiese zu stellen. Es gibt immer rangniedrige, schwache Fohlen die dann unter Umständen nicht in den Unterstand gelassen werden, zu wenig Futter abbekommen usw. Und wie ist es bei richtigem Suddelwetter? Bei uns wäre da bei unseren lehmigen Böden alles nur noch ein Sumpf- selbst bei ausreichende großen Weiden.
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Gwenie (14.01.2010)
  #9  
Alt 14.01.2010, 10:49
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Ich denke gerade bei dem Thema Fohlenaufzucht gehen die Meinungen der Züchter gerne und schnell auseinadner. Bei Züchterstammtischen wird heiß und hitzig diskutiert welche "Geheimtipps" die Besten und tollsten Fohlen hervorbringt.


Das Zeitpunkt der Kastration ist schon immer umstritten gewesen (und wird es wohl auch immer bleiben).
DEN RICHTIGEN ZEITPUNKT gibt es wohl nicht, dass ist einfach vom Pferde/Fohlentyp und den Umständen drum herum abhängig.
Was bringt es dem Pferd länger Hengst zu bleiben, wenn es dann zB. nicht mehr mit der Herde laufen kann- vll sogar in "Einzelhaft" kommt?

Ich habe bisher bei allen Hengsten die kastriert wurden ein "körperlichen Verfall" gesehen, egal in welchem Alter sie gelegt wurden. Erst als sich der Hormonhaushalt ausgeglichen hatte ging es wieder aufwärts.
Und dabei war es egal ob es ein 3jähriger war oder ein 6 jähriger (M-fertig)- der sah nach der kastration aus wie ein 3jähriger!

Wenn ich ein Fohlen hätte und es die Umstände ermöglichen würde ich es mit zwei legen lassen- aber nur aus dem Grund weil mir ein 1jähriger noch so klein vorkommt. Aber auch hier spielen ja dann wieder die Umstände mit, wenn das Fohlen dann schon sehr hengstig wäre.... die Möglichkeit der Unterbringung.....


@Lelie: kümmern sich die anderen Fohlenbesitzer denn auch so um ihr Fohlen, um sicher zu gehen dass die Fohlen auch alle z.B. genug Futter bekommen?
Guckt der SB nach den Fohlen um deren Gesundheitszustand im Auge zu behalten?
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Skydancer (15.01.2010)
  #10  
Alt 14.01.2010, 11:45
Lelie
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Zitat - Nur für Mitglieder - Natürlich ist es extrem schwer den bestmöglichen Zeitpunkt abzupassen. Aber es ist auch ziemlich übertrieben, zu behaupten jeder Hengst, der nicht als Jährling kastriert wurde, würde hengstig und unverträglich mit anderen Pferden werden.
Einzelhaft für ein Pferd ist für mich der absolute Horror. Auch ein Grund weshalb Pünktchen, der ja auch Chancen auf eine Körung hätte, auf jeden Fall kastriert werden soll.
Nur sollte man eben auch das Risiko, dass das Pferd verhältnismäßig klein und kümmerlich bleibt bei einer frühen Kastration nicht außer Acht lassen.

Zitat - Nur für Mitglieder - Das ist ja auch ganz normal. Aber man stelle sich mal vor, was passiert, wenn ein Jährling solch einen "Verfall" durchmachen muss.
Ein etwas älteres Pferd kann das viel leichter kompensieren.

Zitat - Nur für Mitglieder - Ob die anderen Besitzer sich alle regelmäßig um ihre Fohlen kümmern, ist ihnen selbst überlassen. Ist ja bei Reitpferden auch nicht anders.
Die meisten sind aber schon recht oft da.
Der Stallbesitzer ist wie gesagt mindestens einmal täglich zum Füttern bei den Fohlen, außerdem zum Wasser auffüllen und Silage nachliefern.
Dass sie zu wenig zu fressen bekommen, ist wirklich nicht zu befürchten, da er immer sehr üppig füttert und sie rund um die Uhr Heu/Silage zur freien Verfügung haben.
Außerdem sind unter den Fohlen auch einige seiner eigenen Fohlen, deshalb hat er nochmal mehr ein Interesse, dass es ihnen gut geht.
Nur weil sie Tag und Nacht auf der Weide stehen, heißt das doch nicht, dass sie wie Wildpferde leben.

Zitat - Nur für Mitglieder - Also erstens: Testosteron ist neben seiner Wirkung aufs Verhalten und die Sexualorgane eins der haupt Wachstumshormone. Es wirkt weniger auf das Höhenwachstum, das stimmt. Es hat mehr anabolische Effekte, weshalb ja auch im Sport viel mit Testosteron gedopt wird.
Mancher mag es mögen, aber ich lege keinen Wert darauf, dass mein Pferd ohne Not möglichst wenig Muskeln aufbaut...
Hormone sind keine Energieverschwendung, sie sind vielmehr wichtige Botenstoffe zur Regulation des Stoffwechsels.
Mit dem Argument könnte man Pferden auch einen Teil des Nervensystems, warum nicht gleich das Gehirn?, amputieren. Das braucht doch viel zu viel Energie...


Zitat - Nur für Mitglieder - Die Herde ist sehr ausgeglichen, der Unterstand hat einen breiten Eingang, sodass dieser nicht einfach versperrt werden kann und wie ich oben schrieb gibt es noch weiteren Schutz durch dichten Baumbestand und Knicks.
Zum Futter steht oben auch schon was, das würde auffallen und bei den Futtermengen muss man sich da wirklich keine Gedanken machen.
Der Boden ist kein Problem, es bilden sich keine dicken Matschlöcher, da die Fohlen die ganze Weide nutzen. Sollte es um die Raufe herum zu matschig werden, wird diese regelmäßig umgestellt.
Bisher haben die Fohlen den Winter alle putzmunter überstanden, waren fröhlich und gesund, auch wenn ihnen teilweise der Schnee auf dem Plüschfell lag. Dann stellen sie sich dichter zusammen und alles ist schick.
Wie gesagt, Laufstall für die Nacht wär mir auch lieber, aber ich glaub wirklich nicht, dass das so schlecht ist.
Viel schlimmer finde ich es, wenn Fohlen den größten Teil des Tages in der Box verbringen, wie es auch oft ist (eine Besitzerin hat deshalb ihr Fohlen von der Weide genommen und in einen anderen Stall gestellt, wo es 3 Stunden täglich raus kommt).

LG Lelie
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