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01.05.2010, 19:59
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Administrator
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die lieben Hufschlagfiguren!
Hallo@all,
heute beim Reiten ist es mir wieder aufgefallen. Man schummelt doch das eine oder andere mal beim Reiten von Bahnfiguren.
Macht ihr das auch (bewußt/unbewußt)?
Welche Bahnfiguren reitet ihr mit vorliebe? Welche haltet ihr für Blödsinn? Welche reitet ihr total ungern und warum?
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lg Gwenie
Einen Schuss Verrücktheit braucht jeder von uns - sonst trifft uns die Normalität mit voller Wucht...
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01.05.2010, 21:28
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Ich achte schon ziemlich extrem darauf, dass ich die Bahnfiguren korrekt reite. Das hat nichts mit dauerüben fürs Turnier oder so zu tun sondern einzig und allein damit, dass sie ihren Zweck nur dann vernünftig erfüllen können. Ein Beispiel: Eine Volte soll u.a. gleichmäßige Längsbiegung vermehrte Lastaufnahme des inneren Hinterbeins trainieren. Wie soll das gehen, wenn ich sie ausgebeult und krumm oder eiförmig reite? Dann kann ich diese Gleichmäßigkeit überhaupt nicht erreichen und hätte mir die Volte also auch gleich sparen können.
Hufschlagfiguren sind ja nicht dafür da, damit die Turnieraufgaben nicht so langweilig sind sondern dienen dem Reiter als Hilfsmittel in der Ausbildung und Instrumente um das Gelernte zu überprüfen. Das geht nur, wenn man sich bemüht, sie korrekt auszuführen.
Dabei geht es nicht darum ein bestimmte Hufschlagfigur immer nur an den selben Bahnpunkten oder in der vorgeschriebenen Größe zu reiten. Gerade Volten kann man ruhig auch mal größer anlegen (für ein junges Pferd) oder auf der langen Seite verteilen. Einfache Schlangenlinien kann man je nach Ausbildungsstand (ebenso wie aus der Ecke kehrt...) mal flacher und mal mit mehr Biegung reiten und so weiter.
Und dazu kommt noch, dass nicht jeder Reitplatz Bahnpunkte oder das Standardformat hat (Beispiel: An meinem letzten Stall hatte der Außenplatz 60 x 80 Meter ohne Punkte). Das muss einen nicht davon abhalten korrekte Bahnfiguren zu reiten, man kann sie nur "kreativer" anordnen und mehr variieren.
Zu guter Letzt haben korrekt gerittene Bahnfiguren einen weiteren großen Vorteil: Wenn jeder seine Figuren sauber reitet, können die Mitreiter seinen Weg viel einfacher einschätzen und man kommt sich nicht so leicht in die Quere.
Natürlich habe ich einige Lieblingsbahnfiguren. Ich reite grundsätzlich viele "Kringel" in der Arbeit, weil sich das sehr positiv auf die diagonale Hilfengebung und damit auf Losgelassenheit, Anlehnung, Geraderichtung und Versammlung auswirkt.
Sämtliche Zirkelfiguren (Zirkel, Achten, aus dem/durch den Zirkel wechseln, Zirkel verkleinern und vergrößern) und im Laufe der Arbeit auch Volten in allen Variationen (ganze, doppelte halbe, Kehrtvolten, kleine Achten) haben sich über Jahre bewährt und lassen sich eigentlich an jeden Ausbildungsstand anpassen.
Sehr gerne reite auch Schlangenlinien durch die Bahn, weil man dort den Wechsel zwischen Biegung und Geraderichtung sowie häufige Handwechsel verbinden kann. Gerade häufige Handwechsel finde ich sehr wichtig, damit die Pferde nicht zu lange auf einer Hand und insgesamt gleichmäßig gymnastiziert werden.
Weniger gern reite ich einfache Schlangenlinien. Die sehr geringe Biegung darin verleitet immer dazu die Biegung komplett aufzugeben, sodass man leicht (oft ungewollt und unbemerkt) mogelt und damit den Zweck verfehlt.
Lange, gerade Linien sehe ich zwiegespalten. Oftmals fällt das Pferd am Ende einer Geraden leichter auseinander und man "arbeitet" dann obendrauf zu viel um das ganze in den Griff zu bekommen. Das kriegt man auf gebogenen Linien leichter und unsichtbarer hin, deshalb reite ich gerade Linien (Mittellinie, durch die ganze Bahn wechseln...) eher um das Erarbeitete zu überprüfen als um damit selbst etwas zu erreichen.
Es ist schwierig das pauschal zu beurteilen, da jede Hufschlagfigur ihre Berechtigung und ihren speziellen Sinn hat. Aber es ist einleuchtend, dass es unsinnig ist, mit einem 3jährigen zu versuchen Volten im Trab zu reiten. Genauso wie es schwachsinnig ist, die Rückführung aus dem Arbeitsgalopp in den versammelten Galopp zuerst auf der Mittellinie oder Diagonalen zu üben.
LG Lelie
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Folgender Benutzer sagt Danke zu für den nützlichen Beitrag:
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02.05.2010, 08:37
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Moderator
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Mein größter Dank gebührt meinem allerersten Ausbilder. Er hat uns die Hufschlagfiguren einzeln in einem Sandkasten aufgemalt und uns vor bzw. nach der Reitstunde in den Pflegerwagen gesetzt, Blätter verteilt und wir haben die Hufschlagfiguren nach Ansagen aufs Papier-Viereck gezeichnet. Danach wurden die Hufschlagfiguren am lebenden Objekt Pferd erst im Schritt erarbeitet und wenn die gesessen sind, dann in den höheren Gangarten gepaukt. So hab ich mit der Genauigkeit der Bahnfiguren wenig Probleme. Als Villy in mein Leben trat, war mein allererster Reitlehrer ein alter Herr von Anfang 80 Jahren und musste mir erst mal wieder energisch auf meinen Allerwertesten treten, dass meine Beine die von Herrn Stern so schön beschriebene Leitplankenfunktion erfüllt haben. Ich kringele besonders gerne, Villy liebt die korrekte Biegung nicht immer so sehr. Anfangs wurde aus dem aus der Ecke kehrt ein in die Ecke kehrt, um Villy einfach die Mogelei auf der engen Wendung auszutreiben. Gar nicht mag ich die Vorhandswendung, da wir keine Tore zu öffnen brauchen. Ansonsten erlaub ich mir noch die Schlangenlinien durch die Bahn so zu reiten, wie ich es vor 37 Jahren gelernt habe. Mit der Biegung bin ich einfach konzentrierter als wenn ich die Dinger gerade aus reite. Villy liebt Volten, Achten, gerne mal 2 Achten im Zirkel, Tempiverstärkungen und fliegende Galoppwechsel. Die Versammlung wird viel besser, ist aber noch nicht wirklich sein größtes Hobby. Der letzte Winter und die Pickelei hat uns doch etwas zurückgeworfen. Da unser Reitplatz 40 x 40 Meter groß ist, kann ich auch sehr viel mit Trabstangen arbeiten. Manchmal bring ich Villy zum Wahnsinn, wenn ich erst unser Viereck längs "lege", um es nach einer gewissen Zeit über die Breite des Platzes aufzubauen. Dann muss sich der Herr Wallach sehr konzentrieren und da "mault" er schon mal gerne, grins.
Liebe Grüße
Angie
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...  denn das größte Glück der Pferde ist ein Reiter auf der Erde!
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02.05.2010, 10:08
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Moin,
am liebsten reite ich Diagonalen in allen Varianten, denn dann fühle ich am besten, ob mein Pferd gerade gerichtet ist und die Hinterhand mit einsetzt.
Korrekt gerittene Hufschlagfiguren sind nicht nur für die Mitreiter sondern für das Pferd wichtig, denn nur korrekt gerittene Hufschlagfiguren bedeuten, daß ich mich konzentriere und mein Pferd somit ebenfalls konzentriert arbeiten kann. Das heißt nicht, daß immer alles klappt, aber nur wenn ich konzentriert bei der Sache bin, dann brezelt mir mein Hü nicht auseinander und ich habe die Möglichkeit, dieses Mißgeschick wieder glatt zu biegen.
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02.05.2010, 13:33
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Pferdepflegerazubi
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Ich finde korrekt gerittene Hufschlagfiguren wichtig !
Besonders wichtig natürlich mit vielen in der Halle, damit man gut sehen kann wer wann wo, wo langreitet. Da versuche ich dann auch immer die Hufschlagfiguren an den "vorgeschriebenen" Punkten zu reiten.
Wenn ich alleine bin reite ich auch gerne mal "kreativere" Hufschlagfiguren, und dann auch nicht immer zwingend an den vorgeschriebenen Punkten.
Wichtig ist dabei nur, dass man sich genau überlegt was man wann , wo und wie reitet und das dann auch korrekt ausführt und nicht "irgendwie hinpfuscht" dann hat das ganze natürlich auch keinen Zweck mehr. Ich halte mich da aber da nicht zwingend stoisch an die vorgeschriebenen sachen, sondern reite es gerne ebend so "passend" wie es für mein pferd und mich gerade gut ist!
Besonders gerne "kringel" ich momentan. Zirkel, Zirkel und Zirkel. Ich gebe zu der Zirkel ist meine Lieblignshufschlagfigur xD ich hab etwas mehr begrenzung als bei einer volte usw. Kann die Biegung leicht üben, und direkt aus der "großen" Biegung anfangen in eine kleinere Überzugehen. Durch den Zirkel wechseln mag ich sehr gerne,weil ich da wieder asu der "großen" Biegung eine kleiner Entwickeln kann, und über der geraden gut Zeit habe umzustellen. Da ich aus der "kleinen"biegung komme fällt es mir dann auf der neuen Hand viel leichter sie zu stellen. Volten und ähnliches mag ich auch, reite ich aber so gut wie nie aus einer gearden herraus. Lieber reite ich z.B. auf dem Zirkel und kringel mich dann bei X in einer volte in die entgegengesetzte richtung, und kehre dann wieder auf den Zirkel zurück.
Schlangenlinien durch die Bahn mag ich auch, besodners in der alten Form!
Gearden reite ich eigentlich nur am Anfang , damit sie sich "eintraben" kann und z.B. beim zulegen udn abfangen, das fällt mri auf dem Zirkel noch etwas schweer.
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Und ich vermiss dich, weil du Heimat und Zuhause bist, weil bei dir mein Bauchweh aufhört. Manico♥ du fehlst jeden Tag!
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14.05.2010, 00:12
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Pferdepflegerazubi
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Auf unserem kleinen Mini-Platz (insgesamt nur fast so groß wie ein Zirkel eines 20x40m-Platzes) gehen leider nicht soooo viele Bahnfiguren bzw. es ist alles viel enger und auch ungenauer, da der Patz auch nicht richtig "eckig" ist und Bahnpunkte fehlen...
Leider, auch ein Grund für mich, den Stall hoffentlich bald zu wechseln...
Ich reite am liebsten viele Volten ("Kringel"  ), Schlangenlinien, "aus der Ecke kehrt", "durch und aus dem Zirkel wechseln"... oder auch mal Eigenkreationen 
Hauptsache viele gebogene Linien für die Stellung und Biegung, damit das Pferd geschmeidig und wendig bleibt
Zirkel verkleinern tu ich übrigens beim Longieren unheimlich gerne, nur mit Körpersprache 
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