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  #1  
Alt 28.01.2010, 16:25
Futterknecht
 
Registriert seit: 21.01.2010
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Pusteblume befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Was ist für euch GUTES Reiten?

Ich bin immer wieder erschrocken was sich dort für Unterschiede auftun.

-Woran macht Ihr gutes Reiten fest?
-Was sind für euch absolute no go´s?
-Wie wichtig ist die Qualität des Pferdes für Gutes Reiten?

Freue mich über Beteiligung.
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  #2  
Alt 28.01.2010, 18:10
Mrs.Rock'n'Roll
Gast
 
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-Woran macht Ihr gutes Reiten fest?
Naja, allem vorangestellt natürlich am zufrieden Pferd. Es soll nichts erzwungen wirken, sondern wie ein Zusammenspiel von Pferd und Reiter. Dann natürlich irgendwie an der Körperhaltung. Ein guter Reiter sollte sich auf dem Pferd strecken und mitschwingen.

-Was sind für euch absolute no go´s?
Puh, da gibts es einiges. Rollkur ist kein gutes Reiten, auch kein Stochern mit Sporen... :: Das i-Tipfelchen wäre es dann natürlich, wenn man mit Kandare reitet, aber nicht damit umgehen kann.

-Wie wichtig ist die Qualität des Pferdes für Gutes Reiten?
Kein Stück, wie ich finde. Wenn man wirklich gut reitet, schafft man es auch mit viel Geduld und Ehrgeiz ein vermurckstes oder "nicht geeignetes" Pferd gut zu reiten. Okay, Warmblüter mit guter Abstammung werden besser zu reiten sein, als ein Kaltblut. Dennoch finde ich, sollte man sich nicht immer so dolle auf die Rasse verlassen oder auf den Vater vom Vater etc. Ist ja fast wie Rassismus
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Angie (28.01.2010)
  #3  
Alt 28.01.2010, 20:11
Benutzerbild von Wunschtraum
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Wunschtraum befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Gutes Reiten mache ich an reelem Reiten fest, an einem durchlässigen, zufriedenem Pferd, das seinem Reiter vertraut und einem Reiter, der feinfühlig und fair mit dem Pferd umgeht. Das Pferd-Reiter-Team sollten Vertrauen und Harmonie ausstrahlen. Dabei finde ich es nicht mal so schlimm, wenn da ein kleiner Sitzfehlher des Reiters dabei sind. Es gibt genug die schön sitzen und trotzdem schrecklich reiten und welche die nicht den perfekten Sitz haben, aber einfach das richtige Gefühl fürs Pferd. Das Gesamtbild sollte einfach stimmig sein.

Absolute No-Goes sind für mich Leute die unfair mit ihren Pferden umgehen. Leute, die ihre eigene Leistung nicht reflektieren können. Scharfe Gebisse ind harten Händen und Sporen an unruhigen Beinen. Doping im Pferdesport, Barren, Rollkur etc.

Mein Trainer sagt immer, jedes Pferd kann im Rahmen seiner Möglichkeiten gut sein. Und damit hat er meiner Meinung nach auch vollkommen recht. Klar gibt es Pferde, die von ihrem Exterieur her leichter zu reiten sind als andere. Aber auch ein Pferd was vielleicht nicht die optimalen körperlichen Vorraussetzungen hat, kann korrekt und gefühlvoll geritten sein. Und das macht für mich gutes Reiten aus. Ganz extremes Beispiel: das ein Mitteltrab bei einem Warmblut ausdrucksvoller ausschaut als bei einem Kaltblut ist klar. Aber trotzdem kann auch ein Kaltblut die Rahmenerweiterung zeigen. Vielleicht nicht in dem Maße wie ein talentiertes Warmblut, aber zumindestens ein bisschen. Gutes Reiten hängt nicht von der Qualität des Pferdes, sondern von der Qualität des Reiters ab.
__________________
Viele Grüße Wunschtraum

"Richtig reiten reicht"
(Paul Stecken)


"Reiten ist mehr als ein Sport. Reiten ist Gefühl und Vertrauen. Reiten ist eine Lebenseinstellung, voller Faszination, Leidenschaft und Sehnsucht."
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Folgende 5 Benutzer sagen Danke zu Wunschtraum für den nützlichen Beitrag:
Estrellita (06.09.2010), Gomi (20.12.2010), Gwenie (29.01.2010), Lotus (18.12.2010)
  #4  
Alt 03.02.2010, 19:06
Benutzerbild von Casey
Futtermeister
 
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Casey befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Woran macht Ihr gutes Reiten fest?

An ein zufrieden kauendes Pferd was von sich aus alleine V/A geht und sich selbst anbietet, sowie einen einfühlsamen Reiter der Spaß am reiten hat und die Pferde "unsichtbar" in seinem Möglichen Rahmen tanzen läßt.

-Was sind für euch absolute no go´s?

Rollkur, Am Zügel ziehen/ zerren hauen, Pferd Verprügeln mit Gerte sowie Sporen, und die Pferde überhitzen lassen...

-Wie wichtig ist die Qualität des Pferdes für Gutes Reiten?

Finde ich selber gar nicht so wichtig, selbst gut gerittene Freizeitpferde ohne Abstammung sind wirklich sehr gut geritten ohne auf irgendwelche Qualitäten der Abstammung ect. zu achten. Ich finde wenn man einen guten RL und ein williges Pferd und das gilt auch für den Reiter, kann man gut reiten lernen egal welcher abstammung ect.
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  #5  
Alt 04.02.2010, 15:47
Lelie
Gast
 
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Für mich zeigt sich gutes Reiten in erster Linie darin, ob das Pferd zufrieden ist und gut mitarbeitet, also Spaß an seiner Arbeit hat. Dabei muss man schon ziemlich genau hinschauen. Es gibt "tot" gerittene Pferde, die sich in ihr Schicksal ergeben haben und deshalb nicht primär unzufrieden aussehen, allerdings sieht man, dass sie nicht wirklich fröhlich aussehen (z.B. Totilas, Salinero...).
Es gibt auch Pferde, die voller Elan mitarbeiten und dabei manchmal vielleicht nicht 100%ig zufrieden erscheinen, es aber doch sind. Meine Helli z.B. hat manchmal, wenn sie sich besonders konzentriert hatte oder im Gelände richtig Spaß hatte, angefangen mit den Zähnen zu knirschen. Sie ging mit pendelndem Schweif, nahm jede Hilfe an und war total eifrig. Nur knirschte sie eben dabei. Es gibt blütige Pferde, die sind so.
Es nützt deshalb nichts, eine Schablone anzulegen und danach schwarz und weiß zu beurteilen, ist das Pferd glücklich oder nicht.

Absolut gar nicht geht, wenn der Reiter ungerecht zu seinem Pferd ist. Dazu zählt Rollkur genau so, wie unberechtigtes oder übermäßig hartes Strafen mit Gerte und Sporen. Im Maul reißen geht auch nicht. Auch vermeintlich nicht so besondere Grobheiten, wie stundenlanges Reiten, nur weil eine Lektion heute nicht so klappen will. Eben alles, was das Pferd nicht begreifen kann, wo es seinen Fehler nicht heraus erkennen und es besser machen kann.
Auch hier muss man differenzieren: Es kann Situationen geben, in denen auch ein guter Reiter sein Pferd mal kurz und heftig mitm Sporen anpiekst. Und auch ich würde einem Pferd, dass (warum auch immer) kopflos auf eine Straße zurennt und sich nicht mehr durchparieren lässt lieber einmal kurz im Maul rucken als einen Unfall zu produzieren.
Wichtig ist eben, dass der Bezug zur Situation stimmt und man nicht ungerecht wird.

Für gutes Reiten ist die Qualität des Pferdes nicht entscheidend. Im Rahmen seiner Möglichkeiten kann jedes Pferd gut geritten sein. Es ist nunmal nicht jedes Pferd als Lampenaustreter oder zum Springfloh geboren.
Ich glaube sogar, dass die hohe Rittigkeit und Qualität unserer Pferde dazu geführt hat, dass vielerorts schlechter geritten wird, als vor vielen Jahren. Einfach weil es ja trotzdem irgendwie funktioniert und hoch benotet wird.

LG Lelie
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Estrellita (06.09.2010), Lotus (18.12.2010), Wunschtraum (04.02.2010)
  #6  
Alt 06.09.2010, 12:41
Benutzerbild von Skydancer
Reitlehrer/in
 
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Skydancer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Woran macht Ihr gutes Reiten fest?
Ganz klar am Gesamtbild. Ein harmonisches Gesamtbild sagt meiner Meinung nach schon sehr viel über die Reiterei aus.
Andere Kriterien sind dann noch:
  • Wie sehr muss der Reiter einwirken?
  • Regiert das Pferd auf feine Hilfen?
  • Wie stabil, weich, konstant ist die Anlehnung?
  • Macht das Pferd allgemein einen zufriedenen Eindruck mit locker pendelndem Schweif, entspanntem Gesichtsausdruck, ruhigem Maul?
  • Ist der Motor hinten?
  • Geht das Pferd reell über den Rücken
  • Wie sitzt der Reiter?
  • Bleibt das Genick auch in den höheren Lektionen der höchste Punkt?
  • etc...
Was sind für euch absolute no go´s?
Ich kann jetzt an dieser Stelle nicht schreiben, ein Pferd darf in meinen Augen nicht "so und so" geritten werden, denn alle Pferde sind anderes. Man kann Pferde in kein Schema F pressen, auch nicht in der klassischen Reitlehre!
Ich bin auch der Meinung, dass es Pferde gibt, die gerne etwas länger im Hals und etwas "runder" geritten werden wollen um zu entspannen. Solche Pferde kann man auch nicht auf biegen und brechen in den Lektionen "oben ran" stellen, denn dann werden sie bretthart im Rücken...

Aber das hat mit Rollkur nichts zu tun. Denn in Rollkurposition fühlt sich kein Pferd wohl. Das Sichtfeld wird eingeschrenkt, Muskeln und Bänder gewaltsam überdehnt und der Kopf auf die Brust gezogen, was mitunter die Atmung einschränkt...

Zum anderen gibt es auch Pferde die man z.B. vermehrter zusammenhalten muss, auch schon in der Lösungsphase um das Hinterbein aktiv zu halten... Etc...

Man muss während der Arbeit immer ins Pferd horchen und fühlen was es anbietet und was es leisten kann.

Für mich ist das NO GO schlechthin der unfaire Umgang mit dem Pferd und ungerechtfertigte Strafe.


Wie wichtig ist die Qualität des Pferdes für Gutes Reiten?
Schon relativ wichtig. Ein Pferd ohne körperliche Mängel und mit einer guten Einstellung zur Arbeit tut sich bei allen verlangten Dingen um einiges Leichter und lässt sich auf geradlinigerem Weg ausbilden. Auch Pferde mit "Handicaps" werden oft sehr gut nur ist der Weg meist länger, da man hin und wieder Kompromisse eingehen muss und zum Teil etwas "tricksen" muss, worunter das reelle Reiten leidet.
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Estrellita (06.09.2010), Grawuzel (06.09.2010), Wunschtraum (17.09.2010)
  #7  
Alt 30.11.2010, 23:07
nellysjulchen
Gast
 
Beiträge: n/a
-Woran macht Ihr gutes Reiten fest?

Am losgelassenen, lockerem, gymnastiziertem, zufriedenen Pferd, das locker an den Hilfen steht und feinste Signale annimmt. Der Reiter sollte eine lockere und feine Zügelverbindung OHNE Handeinwirkung haben und eine vom Sitz unabhängige Hand haben, sein Pferd rund reiten können, es sollte Untertreten, nachgeben und den Weg nach unten suchen.
Wenn ich wieder höre, dass es manchen wirklich nur drum geht, dass "der Kopf unten ist", dann drehen sich mir die Zehennägel hoch

-Was sind für euch absolute no go´s?

Riegeln, Rollkur, das Pferd zu überfordern und es für reiterliche Fehler zu bestrafen. Außerdem das reiten mit zu scharfen Gebissen (dem Können angepasst - ein E-Niveau Reiter braucht seinem Pferd keine Kandare einschnallen). Oftmals ist glaube ich auch ein großes Problem die Selbstüberschätzung des Reiters.


-Wie wichtig ist die Qualität des Pferdes für Gutes Reiten?

Es kommt natürlich schon immer auch aufs Pferd an, so direkt kann man es nicht fest machen. Sicherlich kann man auf einem top ausgebildetem Pferd "besser reiten" als auf einem verrittenem, sturem Pferd, aber unterm Strich zählt meiner Meinung nach am meisten der Reiter, denn man kann meistens schon noch einiges herausreiten, wenn man selbst das Können dazu hat.

Geändert von - Nur für Mitglieder -
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  #8  
Alt 30.11.2010, 23:33
Benutzerbild von Mürmeli
Pferdepflegerazubi
 
Registriert seit: 15.02.2010
Ort: Bremen :)
Beiträge: 372
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Mürmeli befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
-Woran macht Ihr gutes Reiten fest?
An einem lockeren, losgelassenen gut gymnastizierten Pferd.
Das ist etwas was man meiner Meinugn nach nur durch gutes Reiten erreichen kann, also "schließt" sich da sowas wie feine Hilfenbildung,unabhängig sitzender Reiter, weiche Hand usw. automatisch mit ein weil sich nur daraus die losgelassenheit udn gymnastiziertheit(wie shcireb man das bitte?) ergibt.
Ein harmonisches Zufriedenes Gesamtbild ist irgendiwe ausschlaggebend
-Was sind für euch absolute no go´s?
Bewusstes "Falschmachen". Also alles womit man dem Pferd bewusst (!!)schmerzen zufügt oder ihm schadet( Rollkur, Riegeln, rumgetsocherer mti Sporen, überforderung usw. usw.)
-Wie wichtig ist die Qualität des Pferdes für Gutes Reiten?
Das wiederum kommt meiner Meinung nach auf die Qualität des reiters an. Ich selbst brauche ein "gutes" Pferd, weil ich so Dinge wie richtige Hilfengebung etc. noch üben muss, und ich also ein Pferd brauche, was sich leicht gymnastizieren lässt und rittig ist, umd "vnerünftig" udn pferdefreudnlich zu reiten. Jemand der von sich behauptet sehr gut zu reiten muss meiner Meinung nach so gut wie jedes Pferd "gut" reiten können ( natürlich nicht von null auf hundert^^)
__________________
Und ich vermiss dich, weil du Heimat und Zuhause bist, weil bei dir mein Bauchweh aufhört. Manico♥ du fehlst jeden Tag!
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  #9  
Alt 17.12.2010, 14:05
Stalllehrling
 
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Beiträge: 20
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santiago befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Woran macht Ihr gutes Reiten fest?
Für mich ist das Reiten umso besser,je weniger man den Reiter bewußt wahrnimmt.Also ein schön harmonischer Sitz und nur minimale Hilfengebung,so dass das pferd in seiner bewegung möglichst wenig gestöhrt wird. Dazu kommt, daß der Reiter das Pferd möglichst vielseitig ausbilden sollte, also nicht jeden Tag das gleiche machen.Außerdem sollte man sich im griff haben,nicht ausrasten. Und man braucht ein Gespühr für die Talente,um sein Pferd auch angenmessen zu fördern.

Was sind für euch absolute no go´s?
unruhige Hände, schlackernde schenkel,bohren mit den Fersen oder Sporen, Schlaufzügel, barren und alles was das Pferd nach Schema F in eine bestimmte Form preßt oder unnatürliche leistungen abfordert.

Wie wichtig ist die Qualität des Pferdes für Gutes Reiten?
Eher unwichtig,man kann jedes gesunde Pferd vernünftig reiten. Ob man mit jedem pferd unbedingt bei Olympia teilnehmen muss steht ja auf einem andern blatt
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