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  #1  
Alt 25.01.2010, 09:43
Benutzerbild von Zhofi
Pferdepfleger
 
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Zhofi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Wie würdet ihr einem Anfänger Reiten beibringen?

Frage: Siehe oben

Als ich vorgestern im Reitunterricht für die ganz Kleinen zugesehen habe, habe ich mir irgendwie gedacht, dass ich Anfängern Reiten ganz anders beibringen würde.

Was meint ihr? Wie lernt man am Besten Reiten? Anfangs ohne Sattel? Zuerst Voltigieren? Oder direkt rauf aufs Pferd und ohne Longe gucken was passiert? Würdet ihr Unterschiede zwischen Erwachsenen und Kindern machen, oder bei allen nach dem gleichen Konzept vorgehen?

Was würdet ihr machen, wenn ihr eure eigene Reitschule hättet und Zeit und Geld keine Rolle spielen würden (man darf ja mal träumen)?

Erzählt mal, ich bin neugierig (Ach ja, und antwortet ruhig als Text und nicht mit ausgefülltem Schema )
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  #2  
Alt 25.01.2010, 10:49
Benutzerbild von Gwenie
Administrator
 
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Gwenie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Also ich würde sie schon an die Longe nehmen. Dem Pferd zuliebe aber ohne Zügel, aber mit Sattel.
Voltigurt und Pad kämen als abwechslung rein. Ganz ohne fänd ich ich nicht gut- man weiß ja selbst wie man als Reiter auf bloßem Rücken ins Rutschen und hoppeln kommt -armes Pferdi!

Wichtig finde ich das die Reiter vertrauen bekommen, also erstmal länger Schritt und da ein paar Bewegungsaufgaben.
Kinder brauchen meist nicht sher lange, Erwachsene sind da schon steifer und brauchen vom Kopf her länger!

Was ich mit ihnen gerne machen würde, sobald sie die Bewegungen etwas raus haben und vertrauen haben ist Stangenarbeit (direkt an der Longe und rausgehen (geführt) ind Gelände oder einem Abgezäunten Geländeteil- mit Hügeln etc.

Das Bedarf natürlich ordentlich ausgebildeten Pferden und auch Leuten die Führen können
__________________
lg Gwenie

Einen Schuss Verrücktheit braucht jeder von uns - sonst trifft uns die Normalität mit voller Wucht...
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  #3  
Alt 25.01.2010, 18:48
nellysjulchen
Gast
 
Beiträge: n/a
Ich würde erst mal an die Longe nehmen, wahrscheinlich auch erst mal ohne Zügel aber mit Sattel, wenn der Sitz dann gut genug ist, mit Zügeln und später auch in der Gruppe.
Je nach dem, wie gut die Reiter sind, würde ich sie auch so in Gruppen einfügen, also die Anfänger in ne extra Gruppe, die Fortgeschrittenen usw. und dann eben auch je nachdem, wie gut die Gruppe ist, auch mal Stangen, Cavaletti, Ausreiten etc.
Abwechslung reinbringen

Ich glaube ich hätte auch lieber nicht zu viele Schulpferde, dann lieber gute, die alle eine große Box + Weiden etc. hätten.

LG Julia
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  #4  
Alt 25.01.2010, 20:43
Mrs.Rock'n'Roll
Gast
 
Beiträge: n/a
Ich würde Kinder wie Erwachsene erst mal an die Longe nehmen und am Anfang lockernde Übungen für den Reiter machen. Einfach damit man Routine bekommt und sehr viel Vertrauen zum Pferd. Von daher wär ich mir gar nicht so sicher, ob ich gleich mit dem Traben anfangen würde. Je nachdem wie schnell sich der Reiter auf dem Pferd zurechtfindet. Sobald das in Ordnung ist und er sich selbst höhere Gangarten zutraut, würde ich mit Trab und Galopp anfangen. Wenn, dann aber mit beidem gleichzeitig und nicht erst Trab und dann nach Wochen erst Galopp. Vielleicht kann man ja je nach Fortschritt am Schluss der Longenstunde mal frei reiten lassen. Einfach so zum Gucken, wie weit derjenige dann wirklich ist. Zwischen Erwachsenen und Kindern würde ich wohl keinen großen Unterschied machen.
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  #5  
Alt 26.01.2010, 11:10
Futterknecht
 
Registriert seit: 21.01.2010
Ort: Norddeutschland
Beiträge: 109
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Pusteblume befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Ich finde zuerst einmal unglaublich wichtig zu unterscheiden ob ich einem Erwachsenen das Reiten beibringe oder einem Kind.

Kinder sind viel unbekümmerter und denken nicht über das "was könnte passieren" nach. Ein weiterer meiner Ansicht nach Elementarer unterschied ist das Denken. Kinder überlegen nicht groß, sie machen einfach. Außerdem sind sie aufgrund ihres Alters leichter dazu im Stande motorische Dinge zu erlernen und neue Synapsen im Kopf zu bilden.

Pauschalisieren würde ich die Art und Weise des Unterrichts nicht. Erwachsene lernen unterschiedlich genauso wie Kinder. Deswegen gilt es für mich in den ersten Reitstunden festzustellen welches der richtige Weg für jeden einzelnen Schüler ist.

Ohne Longe denke ich ist am Anfang nichts zu machen. Egal ob man als Reitlehrer dann eben ein paar Kilometer durch die Halle laufen muss oder das Pferd im Kreis um einen rum geht. Es gibt aber auch einfach Sicherheit wenn man weiß da ist noch jemand der hält und ich kann mich auf mich konzentrieren und auf die im ersten Moment ungewohnten Bewegungen.

Wann Trab wann Galopp kann man überhaupt nicht sagen. Bei mir gibts grundsätzlich erst mal nur Schritt bis ich das Gefühl habe, der Reitschüler ist bereit zu Fühlen und das Denken hinten anzustellen. Erst dann hab ich meiner Meinung nach die Möglichkeit das Handwerkszeug zu lehren. Denn beim Reiten gehts doch zu 90 % ums Fühlen.

Geändert von - Nur für Mitglieder -
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Folgende 5 Benutzer sagen Danke zu Pusteblume für den nützlichen Beitrag:
Angie (26.01.2010), Gwenie (26.01.2010), Skydancer (22.09.2010), Wunschtraum (27.01.2010)
  #6  
Alt 27.01.2010, 20:02
Lelie
Gast
 
Beiträge: n/a
Egal ob Kind oder Erwachsener, ich würde den Anfänger erstmal führen. Ohne Zügel, nur mit einem Riemchen oder Strick zum Festhalten und je nach Mensch und Pferd mit oder ohne Sattel. Ich würde ohne Sattel allerdings bevorzugen, da der Schüler so ein besseres Gefühl für die Bewegungen des Pferde entwickelt und dadurch auch dazu "erzogen" wird die Bewegungen mitzumachen. Klemmen und steifes Sitzen wird so eher vermieden. Aber natürlich braucht man dazu ein absolut braves Pferd.
Mit Sattel würde ich erstmal die Bügel weglassen, da es ja erstmal um das sitzen geht. Wer nach den Bügeln angelt, kann sich nicht auf den Sitz konzentrieren.
Bei Kindern würde ich das ganze sehr spielerisch angehen. Ich hab es mit Kindern (natürlich nur mit einem braven Pferd) z.B. auch schon so gemacht, dass ich mit ihnen ohne Sattel zusammen geritten bin. Das schafft Vertrauen, weil sie jemand festhält und das Pferd von oben im Griff hat.
Auch wenn es ans Traben geht, würde ich erstmal führen, weil man einfach näher dran ist, zupacken kann, wenn der Schüler ins Rutschen kommt und das Pferd schneller durchparieren kann als an der Longe (von Gomis Volti-geprüften Pferden vielleicht abgesehen ).
Ich habe auch schon Kinder erlebt, die an der Longe am Anfang einfach nicht galoppieren wollten. Ist zwar superanstrengend, aber da bin ich dann eben führenderweise im Galopp neben dem Pony (Endmaß) her gerannt.
Ich würde zunächst sehr lange ohne Zügel reiten lassen, um den Sitz zu festigen. Vorher kann man eh nicht einwirken und da stören Zügel dann nur.
Ich finde auch die Idee sehr toll, Reitanfängern das Reiten mit Halsring beizubringen. Super für einen gefestigten Sitz und eine unabhängige Hand. Aber dafür braucht es natürlich ein ganz braves, super ausgebildetes Pferd und ein extrem gutes Vertrauensverhältnis von Schüler, Ausbilder und Pferd.
Wenn der Sitz soweit in Ordnung ist, würde ich grundsätzlich erstmal theoretisch das Zusammenspiel der Hilfen erklären. Wann man es gut in Worte verpackt, kann das auch ein Kind schon verstehen.
Und dann heißt es üben, üben, üben und die Geduld nicht verlieren.
LG Lelie
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Folgender Benutzer sagt Danke zu für den nützlichen Beitrag:
Wunschtraum (27.01.2010)
  #7  
Alt 16.02.2010, 23:38
Benutzerbild von Mürmeli
Pferdepflegerazubi
 
Registriert seit: 15.02.2010
Ort: Bremen :)
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Mürmeli befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Tolles Thema !
Wenn es ganz nach meinen wünschen gehen würde würde ich den Kinder die pferde erstmal nah bringen. Je nach dem wie ängstlich oder nicht ängstlich bzw. wie alt halt erst zeigen , dann mal knuddeln, etwas putzen ein bisschen spazieren gehen etc. Dabei dem Kind halt schon so "umgangsgrundlagen" beibringe, wie halt das man sich einem pferd nicht von hinten nähert etc. Dann das Kind nach dem Putzen vielleicht einfach mal aufs "nackte" Pferd setzten ( wenn es möchte natürlich^^) und gucken wie es sich anfühlt. Mehr als 1-2 tritte ohne Alles würde ich jedoch nicht führen. Dann am liebsten pad mit Volitgurt drauf und das Kind von einer Person führen lassen. Dann das Kind halt erstmal ans pferd gewöhnen lassen und wenn es sich etwas sicherer fühlt ein paar Gleichgewichtsübungen machen. halt so Häne austrecken /auf den Kopf legene, vielleicht sowas wie Mühle oder so. Dann auch mal einen ball zuwerfen den Das Kind fangen muss. Dann halt die Grundlagen des Sitzes beibringen und an die Longe nehmen. Dann würde ich eigentlich erst den Sattl hinzunehmen, und dann vielleicht auch immer mal wieder für eine Stunde aufs Pad "umsteigen" Wenn das Kind dann in Schritt /Trab / Gallop Wirklich sicher im Gleichgewicht sitzt ( jetzt nicht der perfekte Dressursitz, aber das es auch bei einem Schritt zur seite nicht in Raumnot gerät ) dann, das es halt anfängt zu reiten. das es lernt Anzutraben, zu treiben, anzuhalten etc. Das alles Würde ich erstmal ohne Zügel machen. Dann halt Langsam dem Kind die Zügel in die Hand geben und von der Longe lösen, also das man nach der reistunde immer schonmal ein paar Minuten frei reitet. Und dass dann steigert. Dann würde ich halt anfangen das zusammenspiel der Hilfen , Korrketes reiten etc. zu erklären. Je nach dem wie alt , natürlich komplexer oder wengier komplex. Parallel dazu halt den Umgang und Bodenarbeite zeigen.

Wenn ich mir das jetz so durchlese, dann hört sich das meeag strikt an. Ob ich das so durchziehen würde ist die Frage, aber ich hätte mir gewünscht das man mir damals mehr auf diese art beigebracht weil man mich damals zu früh auf Zügel udn freies reiten losgelassen hat. Davon merke ich heute noch so einiges. Ich würd trozdem versuchen das ganze spielerisch zu halten und naja .. auch von Mensch zu Mensch zu entscheiden
__________________
Und ich vermiss dich, weil du Heimat und Zuhause bist, weil bei dir mein Bauchweh aufhört. Manico♥ du fehlst jeden Tag!
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  #8  
Alt 21.02.2010, 12:25
Benutzerbild von Willi07
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Ort: Wo Fuchs und Hase sich gute Nacht sagen
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Willi07 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Also ich würde vor dem reiten lassen erst mal Grundvertrauen vom Boden schaffen, heißt mit dem zukünftigen Reittier Bodenarbeit in einfacher Form machen. Danach aufs Pferd und führen- wenn es geradeaus geht ist es einfacher das Gleichgewicht zu halten und danach an die Longe. Notwendig sind dazu aber ausgeglichene, gut erzogene Schulpferde.
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  #9  
Alt 12.07.2010, 20:31
Benutzerbild von Evalein_x3
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Evalein_x3 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Da hab ich schon gaanz oft darüber nachgedacht und mit Freundinnen schon geplant wie dass mal wird "wenn wir unsere eigene Reitschule aufmachen"
Ich würde schon Longieren aber jetzt mal von Kindern ausgehend, oft ohne Sattel einheiten machen da man wirklich ein besseres Gefühl für´s Pferd (Pony) bekommt und man einfach fester und tiefer sitzt. Natürlich muss das Pony brav sein und sollte auch nicht zu harte Gänge haben damit sich die kleinen dann nicht so schwer tun
Ich würd die halt an der Longe erstmal mit Sattel reiten lassen bis sie Leichttraben und aussitzen einigermaßen können. Das aussitzen würde ich sowieso ohne Bügel erstmal lernen da man besser in der Bewegung mitgehen kann und sich garnicht erst in die Bügel stellen kann.
Dann würd ich sie ohne Sattel nur mit Halsriemen an der Longe schritt und trab reiten lassen und sobald sie sich sicher fühlen auch galoppieren. Ich würde abwechseln ob mit oder ohne Sattel, damit man für beides ein Gefühl bekommt. Außerdem würde ich viele Gymnastikübungen machen auch mal sowas dass man im trab (vlt auch galopp) einen Becher mit Wasser halten muss ohne ihn umzuschütten (geht natürlich nur bei braven Pferden die sich auch nicht erschrecken wenn Wasser runter tropft). Wenn die Hände dann relativ ruhig sind würde ich dann auch mit Zügel reiten lassen (mit und ohne Sattel) und wenn man dann alle Gangarten mit und ohne Sattel sicher reiten kann dann erstmal noch alleine ohne Longe aber noch nicht in der Gruppe reiten lassen und dann in die Gruppe. Ich würde auch dann noch (für alle Reiter halt dann, wenn es von Pferd her geht) manchmal ohne Sattel reiten lassen zumindest schritt und trab bisschen. Weil ich finde dass man so das Gleichgewicht viel besser halten kann und einfach schneller "eins" wird mit dem Pferd.
Ich wünschte ja ich hätte es so gelernt, zumindest ohne Bügel weil ich glaube dann tut man sich einfach leichter .
Ich fände es auch noch toll ab und zu ohne Sattel aber ohne eigenes Pferd schaut das schlecht aus da es auf den Schulpferden natürlich vom rechtlichen her nicht geht...

lG Eva
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  #10  
Alt 12.07.2010, 21:12
Benutzerbild von Angie
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Angie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Was sollte die Versicherung gegen Reiten ohne Sattel bzw. Steigbügel haben, Eva? Als ich reiten lernte, sind wir im Sommer oft ohne Sattel auf Pferd bzw. Pony gesessen. Steigbügel überschlagen war bei uns auch auf dem Programm, sofern ein Reiter nicht wirklich sehr mit den Schenkeln geklammert hat. (Allerdings hab ich 1973 angefangen, reiten zu lernen.)
Liebe Grüße
Angie
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...denn das größte Glück der Pferde ist ein Reiter auf der Erde!
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