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08.01.2010, 23:05
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Reitlehrer/in
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Eure Lösungsphase
Wie sieht denn eure Lösungsphase aus? - Wie lange dauert sie?
- Was steht auf dem Programm?
- Wechselt ihr häufig die Hand oder macht ihr eine Hand nach der anderen locker?
- Kommt der Galopp früher oder später ins Spiel?
- Gibts Unterschiede Sommer/Winter?
- Wie/was löst eure Pferde am Besten?
- Reitet ihr immer erst V/A oder beginnt ihr schon in "Beizäumung"?
- Wie siehts mit dem Tempo aus? (Gleich flott vorwärts, oder erst "einbummeln" lassen?)
- Löst ihr auf dem Turnier anders?
- Werden eure Pferde schnell locker oder müsst ihr sehr ausgiebig lösen?
Erzählt bitte einfach mal, wie ihr so "löst"...
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08.01.2010, 23:31
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Pferdepfleger
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Meine Stute ist generell sehr steif. Daher brauche ich im Winter eigentlich eine sehr lange Schrittphase (20 Minuten bis zu einer halben Stunde). In den ersten 10 Minuten lasse ich sie ganz gemütlich am hingegebenen Zügel laufen, danach fange ich langsam an, sie aufzunehmen und erstmal große Bögen zu reiten.
Danach kommen Seitwärtsgänge dazu und die Bögen werden ein wenig enger.
Nach der Schrittphase baue ich meist eine kurze Trabphase ein, dabei reite ich viele Übergänge Trab-Schritt und viel auf gebogener Linie.
Dabei versuche ich, mein Pferd schön v/a zu reiten.
Nach der kurzen Trabphase kommt dann auch der Galopp, erstmal v/a und oft auch im leichten Sitz.
Das kann im Winter gut und gerne 40 Minuten dauern, aber da kann man wohl recht wenig machen. Im Sommer bin ich mit der Lösungsphase eigentlich nach einer halben Stunde fertig.
Und was ich geschrieben habe ist auch nur mein theoretisches Konzept, das ich leider nicht jeden Tag anwenden kann, da mein Pferd immer wieder anders drauf ist und ich öfter mal variieren muss.
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Folgender Benutzer sagt Danke zu Zhofi für den nützlichen Beitrag:
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08.01.2010, 23:41
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Administrator
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Also da muß ich mal weiter ausholen, da ich zwar zwei verwandte Stuten reite (Mutter und Tochter) beide aber doch gerade in de rLösungsphase anders gearbeitet werden!
Bei beiden geht natürlich eine lange Schrittphase vorraus, in der ich schon mal Schenkel weichen lasse Schulterherein erarbeite, aber auch Übergänge reite.
Wie lange dauert sie?
Auf die Uhr gucke ich dabei eigentlich nie, da es Tage gibt wo beide schneller gelöst sind und tage wo es länger dauert!
Schätze jetzt mal im Schnitt ohne die Schrittphase mit einzurechnen 15-20 min.
Wechselt ihr häufig die Hand oder macht ihr eine Hand nach der anderen locker?
Bei der Kleinen wechsel ich häufig die Hand- gerade die Wechsel machen sie schön locker. am liebsten aus dem Zirkel wechseln (dazu muß man wissen das unsere Halle 15m breit ist) Also nicht zu kleine /enge Linien, aber auch durch die ganze Bahn wechseln...
Bei der Großen sind die Handwechsel deutlich weniger und wir bleiben eine längere Zeit auf einer Hand auf großen gebogenen Linien
Kommt der Galopp früher oder später ins Spiel?
Bei der Kleinen kommt de rGalopp schneller dran, sie ist auch noch jünger und steht deutlich mehr im Blut- da ist sie doch gehfreudiger!
Die Große braucht erst ihre Zeit im Trab- hört sich witzig an aber sie als Voltipferd löst sich besser im Trab unterm Sattel. Galopp ist ihr so zu "anstrengend"
Gibts Unterschiede Sommer/Winter?
Die Galopparbeit in der kleinen Halle mache ich nicht so ausgiebig, weil man beide da nicht so gut galoppieren lassen kann.
Sobald wir auf den Paltz können, bzw wenn ich in die große Vereinshalle gehe wird auch mehr galoppiert.
Dafür üben wir im Winter mehr die Durchlässigkeit im Schritt.
Wie/was löst eure Pferde am Besten?
die Kleine eindeutig das Galoppieren und die Handwechsel (im Trab).
Die Große die Arbeit auf dem Zirkel und das Zulegen um den "Motor" hinten anzuschmeißen  (sie ist halt lang!)
Reitet ihr immer erst V/A oder beginnt ihr schon in "Beizäumung"?
Mußte gerade mal überlegen wo da die Unterschiede sind *schäm*
Also ich mache da schon ein Zwischending. Die Große hat dickere Ganaschen und da arbeite ich halt viel in Beizäumung, wobei sie aber auch in der Lösungsphase immer wieder ins v/a darf.
Die Kleine wird genauso geritten, im Unterricht mehr in Beizäumung (1x die Woche) dazwischen gibt es aber auch Tage wo nur v/a geritten wird- sie neigt dazu gerne hinter die senkrechte zu kommen.
Wie siehts mit dem Tempo aus?
Die Kleine hat von sich aus einen guten vorwärtsdrang. Wobei richtiges zulegen und abfangen kontraproduktiv für die Lösungsphase ist- da sind wir beide noch zu verkrampft für. Tritte verlängern wird gemacht.
Die Große darf die ersten Runden etwas "bummeln", bedingt durch ihre Größe und Länge mach ich das so, dann wird aber viel zugelegt und abgefangen- das Spielchen schmeißt den Motor so richtig an und erleichtert ihr (und mir  ) die Arbeit ganz schön!
Löst ihr auf dem Turnier anders?
Nein, ich denke gerade die Routine der Lösungsphase bringt Sicherheit für Pferd und Reiter.
Geändert wird das nur wenn ich merke dass mehr Bewegungsdrang da ist, der Boden nicht optimal...
Werden eure Pferde schnell locker oder müsst ihr sehr ausgiebig lösen?
Also wenn ich an die Anfänge mit der Großen denke- haben wir uns schon verbessert- sie ist halt Groß und lang und braucht ihre Zeit um locke rzu werden- ein "zusammenknallen" funktioniert bei ihr nicht und soll auch nicht so sein.
Die Kleine ist da wesentlich schneller und "einfacher" aber sie ist ja auch gute 20cm kürzer!
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lg Gwenie
Einen Schuss Verrücktheit braucht jeder von uns - sonst trifft uns die Normalität mit voller Wucht...
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09.01.2010, 00:25
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Moderator
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Wie lange dauert sie?
20 min. Schritt am Anfang und dann nochmal 15-20 min. Im Winter manchmal auch länger.
Wechselt ihr häufig die Hand oder macht ihr eine Hand nach der anderen locker?
Ich löse eine Hand nach der anderen. Das liegt meiner besser. Bei anderen Pferden kann es auch sein, dass ich öfters die Hand wechsel.
Kommt der Galopp früher oder später ins Spiel?
So früh wie möglich. Meistens schon nach ein paar Runden Trab. Im Sommer öfters auch gleich nach dem Schritt. Die Lütte wird da einfach am besten locker. 6 Runden Galopp ersparen mir 10min traben.
Gibts Unterschiede Sommer/Winter?
Im Sommer galoppier ich früher als im Winter, weil ich da nicht so Angst um die Muskulatur hab. Sonst identisch. Obwohl im Sommer geh ich zum lösen auch mal ins Gelände.
Wie/was löst eure Pferde am Besten?
Ein paar Runden Galopp und dann viele große gebogene Linien im Trab. Also Zirkel, Schlangenlinien usw. Viele Tempi- und Tempowechsel.
Reitet ihr immer erst V/A oder beginnt ihr schon in "Beizäumung"?
Die ersten paar Minuten lass ich die Lütte entscheiden ob sie v/a gehen will oder sich schon ein bisschen aufrichtet. Meistens tut sie letzteres. Nach ein paar Minuten dehnt sie sich dann aber v/a und so arbeiten wir dann weiter.
Wie siehts mit dem Tempo aus?
Von Anfang an gut vorwärst. Ist ja eh sehr lauffreudig.
Löst ihr auf dem Turnier anders?
Nein. Überhaupt nicht.
Werden eure Pferde schnell locker oder müsst ihr sehr ausgiebig lösen?
Früher hat es sehr lange gedauert. Aber wir werden immer besser. Im Moment 20 min. Das ist o.k. denk ich.
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Viele Grüße Wunschtraum 
"Richtig reiten reicht" (Paul Stecken)
"Reiten ist mehr als ein Sport. Reiten ist Gefühl und Vertrauen. Reiten ist eine Lebenseinstellung, voller Faszination, Leidenschaft und Sehnsucht."
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11.01.2010, 11:35
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Wie lange dauert sie?
Bei uns ist es immer unterschiedlich und ist sehr vom Wetter abhängig. Im Sommer geht es schneller als im Winter. Die Zeitsopanne liegt zwischen 15 und 40 min.
Was steht auf dem Programm?
Große gebogene Linien, Volten, Schlangenlinien, Schulter vor, Übergänge
Wechselt ihr häufig die Hand oder macht ihr eine Hand nach der anderen locker?
Ich arbeite auf beiden Händen jeweils das gleiche Programm, auf der hohlen Seite fordere ich weniger Stellung / Biegung als auf der festen Seite, aber durch das Gleichmaß ändert sich bei uns täglich die Schiefe.
Kommt der Galopp früher oder später ins Spiel?
Der Galopp kommt nach der Schrittaufwärmphase, weil sich Else im Galopp besser löst. Ich fordere dann auch schon Tempiunterschiede, damit die Hinterhand nicht weiter pennt
Gibts Unterschiede Sommer/Winter?
Wenn es im Sommer heiß ist, dann mache ich auch mal nur kurzes Programm oder wenn die Spatzeit ansteht, dann achtet ich ebenfalls darauf nicht zu viel zu machen.
Wie/was löst eure Pferde am Besten?
Galopp zum Anfang, Tempiwechsel, große Bogen, Seitengänge
Reitet ihr immer erst V/A oder beginnt ihr schon in "Beizäumung"?
Die ersten Runden lasse ich sie schon in die Tiefe aber danach muß ich mehr dransitzen und aufrichten, damit sie nicht auf der Vorhand latscht. Else ist sehr bergab und vorderlastig, daher kommen Dehnungsphasen immer mittendrin um die Rittigkeit zu überprüfen oder halt zum Schluß, wenn ich rauskauen lasse.
Wie siehts mit dem Tempo aus? (Gleich flott vorwärts, oder erst "einbummeln" lassen?)
Ich achte von Anfang an auf ein gleichmäßiges Tempo, denn nur so habe ich die Möglichkeit, mit meiner Stute vernüftig zu arbeiten.
Löst ihr auf dem Turnier anders?
Nö eigentlich nicht
Werden eure Pferde schnell locker oder müsst ihr sehr ausgiebig lösen?
Es kommt immer darauf an, wie wir beide drauf sind und was ich die Tage davor gemacht habe. Wenn ich sie nur laufen lassen habe oder sie einen Weidetag hatte, dann dauert die Lösungsphase länger als wenn ich am Vortag gearbeitet habe.
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16.02.2010, 22:57
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Pferdepflegerazubi
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Registriert seit: 15.02.2010
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- Wie lange dauert sie?
- schweer zu sagen. Ich bin momentan eher an dem Punkt mein Pferd locker zu reiten zu lernen, das heißt ich hab sozusagen die ganze Reitstunde "lösungsphase" Am Anfang reite ich aber natürlich schon anders.
- Was steht auf dem Programm?
- Als erstes Reite ich am ganz hingegebenen Zügel ca. 10 minuten Schritt. Die ersten 2-3 Minuten lass ich sie so laufen wie sie möchte und bestimmte nur Richtung und das Tempo einigermaßen ( aslo das sie nicht schlurft etc.) Wenn dann alles schön eingelaufen ist, die Steigbügel stimmen etc. fange ich an sie schon über Gewicht udn Schenkel zu biegen udn handwechsel zu reiten. Nach der Schrittphase Trabe ich sie am langen Zügel an und geh erstmal ein paar Runden ganze Bahn damit wir beide uns "einlaufen" Dabie versuche ich an den langen seiten etwas zuzulegen um sie zu wecken. Dann geh im weiterhin am Langen zügel einige Zirkel Handwechsel etc. und nehm sie dann langsam auf.
- Wechselt ihr häufig die Hand oder macht ihr eine Hand nach der anderen locker?
- Am Anfang wechsel ich recht oft, wenn ich wirklich versuche sie locker zu bekommen wechsel ich seltener weil es mir noch recht schweer fällt und ich auf jeder hand 1-2 Zirkelrunden brauche um wieder "klarzukommen". Wenn ich sie richtig locker habe wechsle ich auch wieder etwas öfter.
- Kommt der Galopp früher oder später ins Spiel?
- Später. Der Gallop gehört bei mir mit diesem pferd nicht an den Anfang da es uns der Gallop beiden nicht so leicht fällt.
- Gibts Unterschiede Sommer/Winter?
- Im Winter dauert die Schrittphase und die phase am langen Zügel natürlich länger , ansonsten sind da nicht so die Unterschiede.
- Wie/was löst eure Pferde am Besten?
- Lockerer Trab, viel Langer zügel bzw. Immer wieder abkauen lassen udn große gebogene Linien
- Reitet ihr immer erst V/A oder beginnt ihr schon in "Beizäumung"?
- Ich Arbeite momentan garde m V/A Wenn sie ordentlich am Zügel läfut ist das das Bonbon am ende der stunde was nicht so oft vorkommt, udn duchr die "arbeitsphase" entsteht.
- Wie siehts mit dem Tempo aus? (Gleich flott vorwärts, oder erst "einbummeln" lassen?)
- Am Anfang einbummeln, aber nach ein paar Minuten flott vörwärts , vorallem im Trab.
- Werden eure Pferde schnell locker oder müsst ihr sehr ausgiebig lösen?
- Sehr ausgiebig. Das liegt sowohl am Pferd als auch an mir.
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Und ich vermiss dich, weil du Heimat und Zuhause bist, weil bei dir mein Bauchweh aufhört. Manico♥ du fehlst jeden Tag!
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18.03.2010, 13:21
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Wie lange dauert sie?
Mindestens 20, oft auch 30 Minuten Schritt sind absolut Pflicht. Ein Pferd, dessen Gelenke und Sehnen nicht warm und gut geschmiert sind und dessen Muskeln nicht langsam angewärmt wurden, hat gar nicht die Möglichkeit sich zu lösen. Deshalb reite ich lieber ein bisschen länger Schritt, als mich später nur zu ärgern.
Daran schließen sich je nach Pferd und Tagesform 10 bis 30 Minuten lösende Arbeit im Trab und Galopp an. Wobei ich mich da nicht festnageln lassen würde, weil die Lösungsphase oft fließend in die Arbeitsphase übergeht.
Wechselt ihr häufig die Hand oder macht ihr eine Hand nach der anderen locker?
Ich wechsle immer regelmäßig die Hand. Die Wechsel führen dazu, dass immer wieder andere Muskeln beansprucht werden. So löst sich die Muskulatur besser, als wenn man eine Seite nach der anderen bearbeitet und die gleichen Muskeln damit über einen langen Zeitraum fordert. Mit letzterem begünstigt man eher, dass sich die Muskeln noch mehr verspannen.
Kommt der Galopp früher oder später ins Spiel?
Ein bisschen Trab muss sein, damit sich Sehnen und Gelenke optimal schmieren können. Aber dann kommt der Galopp meistens so schnell wie möglich, also nach ein paar Runden schon, ins Spiel. Durch den besonderen Bewegungsablauf im Galopp wird der ganze Körper benutzt und dadurch lösen sich sehr viele Pferde viel schneller.
Eine Ausnahme bilden junge, unsichere Pferde, die sich im Galopp noch nicht gut ausbalancieren können. Bei solchen Pferden gehört der Galopp ganz klar in die Arbeitsphase.
Gibts Unterschiede Sommer/Winter?
Im Sommer kann es schon mal sein, dass ich die Schrittarbeit ins Gelände verlege. Niemals wird die Schrittarbeit aber unter 20 Minuten verkürzt.
Und auch wenn es noch so warm ist, darf man nie vergessen, dass der Bewegungsapparat von innen heraus angewärmt werden muss. Wärme von außen spielt eine ganz geringe Rolle.
Wenn es so heiß ist, dass die Pferde schnell müde werden, geht das bei mir immer auf Kosten der Arbeitsphase, niemals aber auf Kosten der Lösungsphase.
Wie/was löst eure Pferde am Besten?
- Galopp in zügigem (nicht gehetztem) Tempo auf großen Linien und ggf. im leichten Sitz
- Übergänge innerhalb und zwischen den Gangarten
- Arbeit auf größeren gebogenen Linien (Zirkel verkleinern und vergrößern, große Achten, Schlangenlinien mit 3 Bögen)
- leichttraben in ordentlichem Arbeitstrab
Reitet ihr immer erst V/A oder beginnt ihr schon in "Beizäumung"?
Ganz zu Beginn im Schritt lasse ich das Pferd erst ein paar Runden am hingegebenen Zügel gehen. Zwar achte ich da schon darauf, dass das Pferd fleißig geht, beeinflusse aber noch nicht so sehr.
Nach ein paar Minuten nehme ich die Zügel auf und reite im Schritt am langen Zügel in die Tiefe (aber trotzdem nicht zu tief, damit das Pferd nicht auf die Vorhand kommt). Diese Halshaltung bleibt dann im Wesentlichen die gesamte Lösungphase so. Alles andere erscheint mir auch nicht sehr sinnvoll, da das Pferd sich ja strecken, fallen lassen und den Rücken aufwölben so. Da wäre Beizäumung das völlig falsche Mittel, wenn man die Losgelassenheit noch nicht erreicht hat.
Wie siehts mit dem Tempo aus?
Vorwärts schon, fleißig auch, aber trotzdem ruhig und entspannt.
Mir stellen sich die Nackenhaare auf, wenn ich ständig diese Reiter sehe, die mal gehört haben, dass man zum Lösen vorwärts reiten soll und die dann im Endzeittempo durch die Halle rasen. Da kann kein Pferd jemals locker werden.
Das Pferd soll ja energisch abfußen und flüssig gehen, aber eben nicht schnell werden und ins Rennen kommen.
Löst ihr auf dem Turnier anders?
Absolut nicht. Gerade auf dem Turnier plane ich allerdings ein paar Minuten mehr für die Lösungsphase ein, da es durch die Aufregung natürlich länger dauern kann, bis das Pferd wirklich loslässt.
Aber grundsätzlich mache ich alles (soweit es denn auf dem Abreiteplatz geht) so wie zu Hause um dem Pferd durch diese Routine Sicherheit zu geben.
Werden eure Pferde schnell locker oder müsst ihr sehr ausgiebig lösen?
Das hängt von der Tagesform ab. Und jedes Pferd ist da auch anders. Mein Pony z.B. war immer sehr schnell locker, sie war sowieso ein entspannter Typ (bei ihr war mehr das Problem positive Spannung reinzubringen), da brauchte ich zusätzlich zum Schritt nur 10 Minuten.
Wenn Helli sich aber irgendworüber aufgeregt hat, kann es bei ihr ewig dauern, bis sie absolut locker wird und aufhört sich zu ärgern.
Ich denke mal, so 15 bis 20 Minuten sind es im Schnitt. Aber lieber löse ich länger, als zu kurz.
LG Lelie
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27.06.2010, 13:52
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Ich reite generell min. 10 Minuten Schritt, teilweise auch 25 - 30min. Ich bin das einfach gewohnt von Sancho, dass ich so lange Schritt reite.
Es wird ein paar Runden am ganz langen Zügel herumgetuckert, dann nehme ich sie leicht auf, reite Zirkel, ganze Paraden, Schlangelinien usw.
Nach Handwechseln trabe ich dann meist für 1 oder 2 Runden an, damit Armando abschnaufen kann. Danach wird V/A gearbeitet und zwar immer erst auf beiden Händen.
Die Hand wechsel ich nach ein paar Zirkeln, bis ich denke, dass er locker ist. Dann kommt die andere Hand dran, genau das selbe Spiel.
Ansonsten mache ich das regelmäßig, weil selbst ich es irgendwann langweilig finde. Armando ist so einer, der dann einfach anfängt zu schlurfen, wenn er keine Beschäftigung hat.
Galopp kommt ganz ganz spät, teilweise ja sogar gar nicht. Wir arbeiten recht gut im Trab, haben da ja teilweise schon ein tolles Grundtempo. Wenn wir galoppieren, meist nur 4 - 5 Sprünge, damit er zwar lernt wieder Last aufzunehmen, aber sich nicht überangstrengt.
Unterschiede weiß ich nicht, ob es gibt, weil wir bisher noch keinen Winter hinter uns haben.
Die beste Lösungsübung ist bei uns leichtraben im V/A. Ansonsten Übergänge innerhalb / zwischen den Gangarten.
Ich reite IMMER erst V/A, teilweise auch nur wenig in "Beizäumung".
Armando kommt so einfach super mit dem Rücken hoch und trägt sich selbst. Das gibt schöne Rücken- und Halsmuckis.
So insgesamt würde ich sagen, Armando lässt sich sehr leicht und sehr schnell lösen. Er gibt einem regelrecht vor, wie er seine Lösungsphase gestalten möchte, deshalb entspannt er sich recht schnell. Den Rücken gibt er oft schon ganz am Anfang her.
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