Wie ist denn das bei euch? Reitet ihr gerne KK und HHW?
Ich liiiieeebe diese beiden Lektionen

! Und dementsprechend ist es nur logisch, dass ich sie auch gerne und oft reite.
Fallen euren Pferden diese Lektionen leicht?
Helli fallen diese Lektionen beide sehr leicht, was sicher auch damit zusammenhängt, dass sie sehr sensibel am Bein ist.
Mein Pony kam ganz gut mit dem Kurzkehrt klar, Hinterhandswendungen waren schon schwieriger. Sie war insgesamt etwas triebiger und hatte Probleme mit der Versammlung, weswegen man bei ihr extrem aufpassen musste, dass sie richtig mittritt und nicht nur dreht. Das ging aus der Bewegung heraus und mit einem etwas größeren Bogen beim Kurzkehrt ganz gut.
Wobei habt ihr als Reiter Schwierigkeiten?
Ich meine es manchmal mit dem äußeren Schenkel zu gut und muss da aufpassen, dass ich das Pferd nicht zum kreuzen "zwinge".
In der Hüfte einknicken ist eigentlich nicht so mein Problem, aber trotzdem achte ich darauf in diesen Lektionen verstärkt.
Wie baut ihr die Wendungen ins tägliche Training ein?
Mit Helli hab ich diese Lektionen schon am Ende der Schrittphase geritten um sie aufmerksam zu machen und "zusammenzusammeln".
Bei meinem Pony gehörte es eher in die Arbeitsphase (also zum Lektionen üben, auch fürs Turnier), weil sie da noch nicht so sicher war und erst warm und wach werden musste, um diese Lektionen gut hinzubekommen.
Grundsätzlich reite ich lieber und häufiger Kurzkehrt, weil es meiner Ansicht nach sinnvoller ist, den Fluss aus der Bewegung mitzunehmen. Ein Galopppirouette reitet man schließlich auch nicht aus dem Stand.
Besonders schön finde ich Kurzkehrtwendungen in Verbindung mit Travers und Schulterherein. So bekommt man immer wieder die Kontrolle über Vor- und Hinterhand und kann beide punktgenau dirigieren. Meiner Erfahrung nach hilft das super um Schenkelgehorsam und feinfühlige Reaktionen auf Gewichtshilfen zu schulen. Und das kann man immer und überall brauchen.
Worin seht ihr den Sinn und Nutzen dieser Lektionen (oder auch nicht)?
Schenkelgehorsam und Sensibilität für Gewichtshilfen werden geschult und man selbst als Reiter lernt diese im richtigen Moment richtig dosiert einzusetzen. Wenn man im KK/HHW einmal im Sattel verrutscht und schief sitzt, wird das sofort quittiert.
Man lernt die Hilfengebung, die man für alle Seitengänge braucht in besonders deutlicher Form und in slow motion. Also super als Einstiegslektion.
Beide Lektionen schulen außerdem auf sanfte Weise die Tragkraft und damit die Versammlungsfähigkeit.
HHW finde ich aus dem oben schon genannten Grund des Verlustes des Bewegungsflusses weniger sinnvoll als Kurzkehrt.
LG Lelie