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06.02.2010, 18:24
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Reitlehrer/in
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Der passende/unpassende Sattel und der lange Weg dahin
Hattet ihr schon mal Probleme oder Ärger mit unpassenden Sätteln bzw. mit dem Sattler? Hat sich euer Pferd so sehr verändert, dass der Sattel nicht mehr passte? Passte der Sattel aus anderen Gründen nicht oder nicht mehr?
Ich komme darauf, weil eine Userin in einem anderen Forum grade aktuell dem leidigen Sattelthema zu kämpfen hat und fast jeder Reiter auf dem Gebiet schon positive/negative Erfahrungen gemacht hat. Was habt ihr denn mit der Sattelsuche/Sattelanpassung schon alles erlebt?
Lasst doch mal hören!
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06.02.2010, 22:46
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Moderator
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Für meine Stute war es etwas kompliziert einen passenden Sattel zu finden. Sie hat keine einfache Sattellage.
Jedoch hatte ich einen kompetenten Sattler, der uns die richtigen Modelle mit gebracht hat.
Der Dressursattel musste 1x nach ein paar Monaten, was bei einem jungen Pferd ja nicht ungewöhnlich ist, etwas anders gepolstert werden. Vor 1 Jahr wurden beide Sätte nochmals minimal korrigiert, da sich das Polster gesetzt hatte.
Ich muss sagen, dass ich bis jetzt nur gute Erfahrungen gemacht hab. Mag auch an dem sehr guten Sattler liegen, der sich wirklich Zeit nimmt und sehr viel Mühe gibt!
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Viele Grüße Wunschtraum 
"Richtig reiten reicht" (Paul Stecken)
"Reiten ist mehr als ein Sport. Reiten ist Gefühl und Vertrauen. Reiten ist eine Lebenseinstellung, voller Faszination, Leidenschaft und Sehnsucht."
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06.02.2010, 23:53
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Wir haben zu dem Thema schon die verschiedensten Pferdetypen gehabt.
Helli ist einfach. Sie hatte früher bei meiner Mutter immer den gleichen Sattel, der passte wunderbar. Als sie dann später zurückkam, brauchte sie einen neuen (den anderen gabs längst nicht mehr) und den hat sie bis zum Schluss "getragen". Wurde eben regelmäßig überprüft und die Polsterung ggf. korrigiert, wenn sie sich gebrauchsbedingt verändert hatte. Aber gerutscht oder gedrückt hat da nie was.
Die andere Stute meiner Mutter war da das komplette Gegenteil. Sie hatte eine extram schwierige Sattellage mit wenig Widerrist, dazu überbaut und kaum Schulter. Da rutschte JEDER Sattel erstmal auf die Schulter.
Erster Versuch war ein Albion, der teilweise maßgefertigt war. Passte einige Zeit, dann fing auch der an zu rutschen und wir mussten ihn schweren Herzens hergeben.
Dann hatte meine Mutter den gleichen Sattel wie ich, natürlich ihren eigenen, der ging einige Zeit, dann rutschte auch der trotz mehrfachem Umarbeiten.
Zum Schluss hatte sie dann einen Busse Anky (meine Mutter schämt sich immer, dass das auf dem Sattelüberzug steht...), der von allen Sätteln am längsten gehalten hat ohne das die Rutschproblematik wieder losging.
Den hat jetzt auch das neue Pferdchen geerbt und nach einiger Umpolsterung passt er auch auf den.
Unser uralter VS-Sattel, der noch vom ersten Pferd meiner Mutter ist (und da war er auch schon gebraucht, das war 1995), hat komischerweise bisher immer allen gepasst.
Wir haben auch einen sehr, sehr guten Sattler, der gerne mit einer Osteopathin zusammenarbeitet, damit auch wirklich alles perfekt wird. Er kommt hin und wieder zur Kontrolle und natürlich wenn uns irgendwas komisch vorkommt.
LG Lelie
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07.02.2010, 00:47
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Pferdepfleger
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Beim Thema Sättel habe ich schon jede Menge erlebt. Mein erster Sattler wanderte nach einiger Zeit vor Gericht, da er Sättel geklaut und weiterverkauft hatte. Aber fachlich war er zumindest in Ordnung, er konnte die Sättel wenigstens anpassen.
Mein Sattel war dann zwischendrin bei drei verschiedenen Sattlern zum Aufpolstern, die ihn aber alle drei nicht auf dem Pferd gesehen haben. Ich habe mich an damalige Stallkollegen gewandt, mit der Frage, ob sie einen kompetenten Sattler zum Aufpolstern wüssten und natürlich kannten alle einen. Das habe ich damals auch bedenkenlos geglaubt, bloß jedes Mal kamen die Sättel zurück und passten nicht. Ich frag mich heute noch, wie ich so doof sein konnte und dreimal meinen Sattel zu einem Sattler geben, der ihn sich nicht auf dem Pferd ansieht.
Dann habe ich mich selbst auf die Suche gemacht und eine Sattlerin gefunden, die in einem Reitgeschäft gearbeitet hat. Die kam trotz 40km Entfernung zu mir an den Stall und hat sich beide Sättel in Ruhe angesehen und haarklein festgehalten was gemacht werden muss.
Meinen zweiten Dressursattel, nachdem ich meinen ersten wegen geringem Sitzkomfort verkauft hatte, hatte ich allerdings nicht von ihr. Den habe ich von einer Stallkollegin gekauft, allerdings wurde er dann direkt von meiner Sattlerin angepasst.
Ich bin sehr froh, letztendlich an diese Sattlerin gelangt zu sein. Keine Ahnung, mit wem ich mich ansonsten noch so rumgeärgert hätte....
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07.02.2010, 08:28
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Moderator
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Meine Jaxi war satteltechnisch eine absolute Katastrophe: Kaltblutmix mit viel Bauch und wenig Widerrist, Rückenlänge von einem Pony und Knochen wie ein Saurier. Der ganze Spass dann auch noch in den 1970igern, wo es extrem schwierig war, für nicht 08/15 Pferde was zu finden. Mein erster Kieffer Aachen hat nicht gut gelegen und erst der 3. Sattler konnte ihn einigermaßen bändigen. Gut wurde es dann mit einem Schweifriemen und wir hatten nie mehr Probleme. Von diesem Sattler hatten wir noch einen Feldmann Tölt (Trachtensattel), den hab ich sehr geliebt, der lag bombastisch auch ohne Schweifriemen.
Villy kann Jaxis 2. Kieffer Aachen bis heute mit nur 2 kleinen Änderungen tragen. Um besser sitzen und mit ihm dressurmäßig besser arbeiten zu können, zog der erste Dressursattel der Marke Kloster Schönthal Rittmeister Trenck bei uns ein. Der hat uns dann ewige Zeiten begleitet, bis mir bei einer Fremdreiterin auffiel, dass mein Sattel mit der Reiterin leichttrabte. Ich hab dann meinen Bekannten angerufen und ihm die Symtomatik geschildert. Der kam dann mit einem Auto voller Dressursättel an und hat sich die Bescherung angeschaut. Leider konnte man die Kloster Schönthal Sättel in der Kammer nicht weiten und Villy hatte über die Jahre aufgemuskelt. So wanderte der alte Sattel in unseren Reitverein und hat dort ein Schulpferd beglückt. Villy hat dann den Kieffer Lusitano bekommen. Der wird jährlich kontrolliert und liegt bombastisch. Unser Vorteil ist, dass der Bekannte von mir selbst National bis Klasse S Springen und Dressur geritten ist und zusammen mit dem sehr kompetenten Sattlermeister für alle "Probleme" rund um den Pferderücken eine manchmal auch etwas unkonventionelle Lösung gefunden hat.
Liebe Grüße
Angie
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...  denn das größte Glück der Pferde ist ein Reiter auf der Erde!
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07.02.2010, 10:48
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Also bisher hatte ich Glück und der Sattel von Gwenie paßt auchauf das Stütchen. allerdings ist er jetzt bis zum maximalen geändert, dass heißt wenn man ihn noch weiter verändern müßte dann brauche ich einen neuen.
Bei unserem Pony damals war es nicht ganz so einfach. Hatten einige zzur Auswahl da, aber das Reitergefühl war nicht so dolle (Bratpfanneneffekt) und der den wir dann hatten hat bei täglichem Gebrauch eine Rückenempfindlichkeit provoziert. Letztendlich paßte auch wieder mein Scandica perfekt aufs Pony undich bin damit halt täglich geritten und den Vielseitigkeitsattel hatten wir dann (mit dicken Kissen) beim Springen einmal die Woche drauf.
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lg Gwenie
Einen Schuss Verrücktheit braucht jeder von uns - sonst trifft uns die Normalität mit voller Wucht...
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13.06.2010, 09:49
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Administrator
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Muß mal ergänzen:
Hatte meinen Scandica diese Woche bei einem Sattlermeister den ich wirklich nur empfehlen kann.
Habe ihn angerufen weil cih gerne seine Meinung dazu haben wollte, weil der andere ja sagte dass man da nichts mehr machen könnte.
Dieser jetzt hat sich dran getraut und die Kammer geweitet und alles super toll aufgepolstert, mit einem Material dass eben nicht klumpen kann (ähnlich dem Bettdeckenmaterial)
Dazu hat er noch diverse Nähte erneuert UND den Sattel geputzt/gefettet wieder gebracht und das ganze für 59€!
Der Wahnsinn!
Dazu kam der Tipp- zwei Tage ohne Schabracke zu reiten um besser sehen zu können ob er nicht vll doch zwickt....
Kann den echt empfehlen!
Außderdem macht er total viele Sachen und Trensen auch nach Maß- werde da nächsten Monathinfahren und nach einer Turniertrense ausschau halten.
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lg Gwenie
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13.06.2010, 20:53
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Moderator
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Meine Stute war so ein Katastrophen-Kandidat. Ihr hat kaum ein Sattel passen wollen. Leider war die Auswahl an Sätteln Ende der 70iger Jahren auch nicht so prickelnd wie heute. Unser geliebter Kieffer Aachen konnte einiger Maßen mit Umpolstern und Schweifriemen am Platz gehalten werden. Durch den dicken Bauch und den flachen Widerrist gab es auch bei Mass-Sattlern nur Kopfschütteln. Gut gepasst hat eigentlich nur ein Feldmann-Tölt-Isländersattel. Der hat auch ohne Schweifriemen gepasst, war aber fürs Springen überhaupt nicht geeignet. So war ich dann wieder auf meinen Kieffer-Sattel Plus Schweifriemen angewiesen. Natürlich wurde der Rücken meiner Stute immer wieder vom Tierarzt kontrolliert, weil ja der dauernde Zug an der Schweifrübe nicht wirklich der Hit fürs Pferdchen ist.
Liebe Grüße
Angie
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