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  #1  
Alt 26.01.2010, 01:03
Benutzerbild von Wunschtraum
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Wunschtraum befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Pelham

Hallo,

ich würd mal gerne eure Meinung hören.
Da sich meine Stute bei Springen oft sehr stark macht und dies auch durch viel dressurmäßige Arbeit anscheinend nicht abzustellen ist, bin ich am überlegen es mal mit einem Pelham zu probieren, dass ich mit 4 Zügeln reiten würde um es wirklich nur bei Bedarf einzusetzen.

Gute Idee? Schlechte Idee?

Was für ein Modell? Stange oder doppel-gebrochen?

Stange mit oder ohne Zungenfreiheit?

Metall oder Kunststoff?

5 cm oder 7 cm Anzüge?

Freu mich über Antworten.
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Viele Grüße Wunschtraum

"Richtig reiten reicht"
(Paul Stecken)


"Reiten ist mehr als ein Sport. Reiten ist Gefühl und Vertrauen. Reiten ist eine Lebenseinstellung, voller Faszination, Leidenschaft und Sehnsucht."
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  #2  
Alt 26.01.2010, 07:36
Benutzerbild von Angie
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Angie befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Kannst Du Dir im Stall nicht einfach mal solche Gebisse ausleihen und testen? Jedes Pferd findet ein anderes Gebiss als angenehm, was wohl von Kieferbreite/Maulspaltenbreite und der Dicke der Zunge abhängen kann. Mein Reitlehrer hat gummiüberzogene Gebisse immer nur für hartmäulige Pferde empfohlen, da die etwas radieren. Schlecht find ich die Idee des Gebisswechsels nicht, sinnvoller als ein unnötiger Sturz ist es alle Male. Früher hab ich mein Problem mit einer Springkandare gelöst. Jaxi war für mich im Gelände und beim Springen einfach zu mächtig. Im Ring der Springkandare gab es noch 2 Schlitze, in die man Zügel einschnallen konnte. Wenn ich gesprungen oder raus in den Wald bin, hab ich die Zügel in den untersten Schlitz geschnallt und ich hatte meinen Reitpanzer einigermaßen im Griff.
Liebe Grüße
Angie
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...denn das größte Glück der Pferde ist ein Reiter auf der Erde!
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Wunschtraum (27.01.2010)
  #3  
Alt 26.01.2010, 08:35
Benutzerbild von paulina
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paulina befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Ich würde auch erst mal die Springkandare versuchen, ein Kimblewick. Mit so einem reite ich Rio auch hin und wieder, gerade jetzt im Winter und die ersten Frühlingsritte und zur klassischen Dressur, durch die verschiedenen Möglichkeiten die Zügel einzuschnallen ist es teils wie eine normale Stange zu reiten, oder auch mit Kandarenwirkung.

Generell sollte meiner Meinung nach "Kandarengebisse" mit Kinnkette immer ungebrochen nehmen, Hebelwirkung mit gebrochenen Gebiss ? da erschließt sich für mich kein Sinn

Nicos wird auch mit Pelhalm geritten, vierzügelig, gebrochen wobei ich die Kette dann immer sehr locker lasse, und der "Kandarenzügel" meist locker durchhängt. Einige Pferde kenne ich die werden mit einem Pelham mit Gummistange und dann so ein Pelhamriemchen drin, also mit einem Zügel geritten und die gehen super damit, waren auch sehr heisse Öfen.

Am besten ist es, wenn du dir mal eins ausleihen könntest und testen wie deine Stute darauf reagiert.
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Wunschtraum (27.01.2010)
  #4  
Alt 26.01.2010, 14:11
Benutzerbild von Wunschtraum
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Wunschtraum befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Danke schon mal für eure Antworte.
Im Prinzip würde ich auch eher zur Springkandare als zum Pelham tendieren. Das Problem ist nur, dass man eine Springkandare nach der neuen LPO nicht mehr auf Turnieren verwenden darf. Also bringt es mir nichts dieses Gebiss zu probieren, wenn ich es dann nur daheim verwenden kann.

Ausleihen geht nicht. Es gibt bei uns im Stall zwar 2 Pelhams, aber in 13,5 und 14,5. Die Lütte hat 12,0. Deswegen muss ich wohl oder überl zuerst kaufen und dann probieren.

Ich schwanke eben nur zwischen Stange oder doppelt-gebrochen. Stangen kennt sie nicht, außer Dressur-Kandare. Meine Bedenken sind bei der Stange, dass sie sich zu sehr verkanten könnte, wenn man im Parcours im Eifer ders Gefechts doch mal zu sehr auf einer Seite dran bin.

Zu welcher Länge der Anzüge würdet ihr tendieren? 5cm oder doch 7cm? Macht das viel aus?
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  #5  
Alt 26.01.2010, 20:31
Lelie
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Wie du ja weißt, habe ich Helli hin und wieder im Gelände aus Sicherheitsgründen auch mit einem Pelham mit vier Zügeln geritten. Es war unsere "Notbremse".
Grundsätzlich besteht bei einem scharfen Gebiss wie einem Pelham immer die Gefahr, dass man das Pferd damit zu handlastig reitet. Das Pferd wird eng, verkriecht sich und läuft nicht mehr "von hinten nach vorne".
Das muss man immer bedenken, wenn man ein solches Gebiss einsetzt. Auch wenn man es nicht will, kann es doch leicht passieren, dass man das Pferd zwar ruhig bekommt, es sich vom "Gerittensein" aber extrem verschlechtert.
Schönes Beispiel dazu in der Promistunde mit Dibo im St.Georg vom Januar .
Wenn es trotz allem ein Pelham sein soll, würde ich in jedem Fall eins aus Metall wählen. Gummi "radiert", wie Angie schon geschrieben hat. Wo das positiv sein soll, ist mir schleierhaft. Das einzige, was man sich damit (gerade bei empfindlichen Pferden/Füchsen) produziert, sind Wunden in den Maulwinkeln.
Ich persönlich habe gute Erfahrungen mit einem einfach gebrochenen Pelham gemacht. paulina hat schon Recht, die Hebelwirkung passt vielleicht auf den ersten Blick nicht so zu einem gebrochenen Gebiss.
Aber es geht ja gerade beim Einsatz mit vier Zügel darum, so oft wie möglich nur die "normale" Trensenwirkung zu nutzen. Und da halte ich es für am besten, ein Gebiss zu nehmen, was dem normalen Trensengebiss ähnlich ist.
Wenn es doch eine Stange sein soll, dann eine mit einer flachen, breiten Zungenfreiheit. Irgendwo muss die Zunge ja hin und so ist es für das Pferd am angenehmsten.
Bei der Wahl der Anzüge gibt es zweierlei zu bedenken: Je länger die Anzüge sind, desto stärker ist die Hebelwirkung, das heißt, desto größer ist die Kraft, die aufs Maul wirkt. Aber: Je kürzer die Anzüge sind, desto direkter kommt die Hilfe am Maul an. Damit kommt wirklich jedes kleine Zuppeln (gerade beim Springen nicht unerheblich) am Maul an, was die Anlehnung sehr unruhig machen kann. Kurz ist also nicht gleich weich.
Ich würde deshalb lieber die 7cm-Anzüge nehmen, einfach weil man sie dosierter einsetzen kann und die Verbindung ruhiger ist.
Auf keinen Fall würde ich das Pelham mit Pelhamriemchen benutzen, da man so immer eine Hebelwirkung hat, egal wie locker man den Zügel nur annimmt. Das hat dann schon mehr was von blanker Kandare, ist aber doch sehr ungenau in der Einwirkung. Klingt einfach mit nur einem Zügelpaar, ist aber meiner Meinung nach sehr, sehr ungünstig.
LG Lelie
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Angie (27.01.2010), Gomi (09.08.2010), Skydancer (28.01.2010), Wunschtraum (27.01.2010)
  #6  
Alt 26.01.2010, 20:32
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Skydancer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Ich würde zu gebrochen tedieren. Bin allgemein kein Freund von Stangen. Ich würde auch kurze Anzüge versuchen, wirkt auch direkter.
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Wunschtraum (27.01.2010)
  #7  
Alt 26.01.2010, 20:38
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@ Lelie: Das ist mir schon klar! Ich möchte das Pelham auch nicht dauerhaft verwenden, sondern nur zur Korrektur um der Lütte mal zeigen zu können, das jemand anderes als sie die Zügel in der Hand hat. Mein langfristiges Ziel ist, sie wieder auf Wassertrense zu reiten.
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Gomi (09.08.2010), Skydancer (27.01.2010)
  #8  
Alt 27.01.2010, 14:58
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Skydancer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Ich finde es ist nichts dabei, wenn man ein guter Reiter mit ruhiger, weicher Hand ein gut gymnastiziertes, erfahrenes Pferd mit einem Pelham reitet.
Und wenn sogar nur auf Turnier im Parours um BESSERE Kontrolle zu haben und schneller und direkter einwirken zu können, dann umso besser.
Nur weil das Gebiss "schärfer" ist heißt das ja nicht, dass das Pferd damit geritten wird, weil man es sonst nicht mehr halten kann oder es nicht durchs Genick geht.
Im Parcours ist man meinst flott unterwegs und muss in Bruchteilen von Sekunden Entscheidungen treffen und instiktiv reagieren, weil man sonst unter Umständen auf die Nase geht. Viele Springpferde packen auch "an" und sind trotz gutem Gerittenseins im Parcours übereifriger.

Wenn man mit einem Pelham sich und dem Pferd in einer Situation einen Gefallen tun kann, sollte man sich auch ein Pelham "gönnen" und sich nicht rechtfertigen müssen.

Reinschnallen kann man was man will. Wenn jemand mutwillig oder aus Unkenntnis einem Pferd Schmerzen zufügen will, dann ist es egal was im Maul liegt.
Unsachgemäß benutzt kann alles Schaden anrichten und Schmerzen zufügen.
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Gomi (09.08.2010), Gwenie (28.01.2010), Wunschtraum (05.06.2010)
  #9  
Alt 27.01.2010, 21:13
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Wunschtraum befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat - Nur für Mitglieder - Genau das ist unser Problem. Sie wird beim Springen übereifrig und vergisst alles, was sie in der Dressurarbeit gelernt hat.

Leider haben nicht viele deine Einstellung, sondern man wird schnell abgestempelt als jemand, der alle Probleme mit einem schärferen Gebiss lösen will.
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Gomi (09.08.2010), Gwenie (28.01.2010), Skydancer (28.01.2010)
  #10  
Alt 28.01.2010, 00:23
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Skydancer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat - Nur für Mitglieder - Mir ist aufgefallen, dass es bei diesem Thema meist schwarz oder weiß gibt.
Die einen lehnen alles kategorisch ab und schreien gleich "Tierquäler" und die anderen packen einfach alles in die (sorry) Fresse, damit "der Gaul spurt". Ein vernünfiges Mittelmaß gibt es leider anscheinend selten... Find ich schade.
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