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Zitat von Skydancer
Muss es denn der Sehne helfen, wenn es sich um das "Band" handelt? Das ist doch ein Unterschied der Materie, oder?
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Gute Frage! Das Unterstützungsband heißt zwar Band, ist aber im Prinzip und auch aufgrund seiner Länge eine Sehne. Es läuft ja nach kurzer Zeit mit der oberflächlichen Beugesehne zusammen und ist deshalb in seiner Beweglichkeit auch von dieser (und damit vom entsprechenden Muskel) abhängig. Normalerweise sagt man nämlich, dass Bänder Strukturen sind, die nicht aktiv bewegt werden sondern nur andere Strukturen (Knochen z.B. bei den Kniebändern, Muskeln/Sehnen z.B. beim Fesselringband) an ihrem Platz halten. Das ist beim Unterstützungsband durch die Vereinigung mit der Beugesehne eben etwas anders.
Von der Struktur, also vom Gewebe unterscheiden sich Sehnen und Bänder nicht. Es handelt sich bei beidem um ein straffes, parallelfaseriges Bindegewebe, dass so gut wie gar nicht durchblutet ist und deshalb langsam heilt.
Die Frage ist eben, was du mit dem Compagel bezwecken willst. Willst du die Sehne zur Regeneration anregen, kannst es vergessen. Willst du nur die akute Entzündung (die sich in Schwellung, Wärme, Schmerzempfindlichkeit... äußert) bekämpfen, kann es dir gute Dienste leisten.
Da du ja aber schreibst, dass sie mehr oder weniger schmerzfrei ist und die Schwellung anscheinend auch nicht mehr wesentlich ist, glaub ich, dass du dir das Geld wirklich sparen kannst.
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Zitat von Skydancer
Meines Wissens kann nach einer vollständigen Ruptur durchaus eine dauerhafte Schwellung bleiben, da sich das Band ja zurückzieht und "vernarbt" (falsches Wort?) wenn es ganz durch ist. Was weg ist ist weg...
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Das ist eben genau der Unterschied zwischen den verschiedenen Arten der Heilung. Du kannst Glück haben (bei einem geringen Abstand der Enden, ggf. Thrombozyten-/Stammzellbehandlung), dass du die Sehne dazu bringst neues, normales Sehnengewebe zu bilden. Dieses ist dann später vom nicht verletzten Sehnengewebe nicht zu unterscheiden.
Oder die Heilung läuft nicht ganz optimal (Enden liegen weiter entfernt, Behandlung schlägt nicht optimal an...) und es bildet sich als Platzhalter (siehe auch Muskelfaserriss) bindegewebiges Narbengewebe. Dieses hat eine andere Struktur und ist auch von der Belastbarkeit anders als normales Sehnengewebe.
Zitat:
Zitat von Skydancer
Ist der Wechsel zwischen Wärme und Kälte nicht auch heilungsfördernd bei sowas? Durch die abwechselnde Stimulation, sprich Kühlen - Wärmen durch Salbe - leichte Bewegung - Ruhephase - ... ?
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Ja, da hast du recht. Denn alles das führt dazu, dass die Durchblutung gesteigert wird.
Nur bei einer akuten Entzündung ist die Durchblutung eben schon stark gesteigert, dazu kommt es zur Schwellung und Wärmeentwicklung, was letztlich beides zum Schmerz beiträgt. Deshalb sollte man bei einer Entzündung nicht unbedingt mit Wärme drangehen und deshalb hätte ich dir (wenn sie eben noch eine akute Entzündung hat) davon abgeraten schon mit Back on Track anzufangen.
Dann wäre kühlen besser, weil das erstmal für einen Moment den Schmerz betäubt, das Bein abschwellen lässt und erst dann wieder für eine Steigerung der Durchblutung und damit letztlich der Regeneration sorgt.
Ich hoffe, dass war jetzt einigermaßen verständlich.
LG Lelie