Ah, hier ist also die ganze Geschichte. Klingt ja schonmal nicht so gut. Wie du ja weißt, hatten die Pferde mit denen ich zu tun habe auch schon so ziemlich jede Sehne mal kaputt, Helli auch mal das Unterstützungsband.
Deshalb erstmal meine Frage: Was wurde gespritzt? Wie wird die Stute sonst behandelt? Wie viel Bewegung bekommt sie? Füttert ihr irgendwas zu?
Die Abstände für die Kontrollen erscheinen mir übrigens zu kurz. Sehnen regenerieren sich sehr, sehr langsam und in so einem kurzen Abstand wird man kaum echte Veränderungen feststellen können. Gerade so ein kompletter Riss braucht sicher deutlich über 8 Wochen um zusammenzuwachsen. Da ist es wirklich Geldmachererei alle 10 Tage den Schallkopf draufzuhalten.
Grundsätzlich kann man die Heilung von Sehnengewebe auf zweierlei Weise beschleunigen.
- Man bringt die Sehne dazu neues Sehnengewebe zu bilden. Das kann man mit Stammzellen oder Thrombozyten (= Blutplättchen) versuchen, die direkt in die Läsion gespritzt werden. Außerdem kann man der Sehne helfen, in der man ihr alles, was sie zum Wachsen braucht direkt an Ort und Stelle zur Verfügung stellt, z.B. mit Injektionen von Hyaluronsäure.
- Man versucht die Durchblutung zu steigern, damit insgesamt mehr Nährstoffe an den Ort des Schadens transportiert werden und der Stoffwechsel dort gesteigert wird. Das kann man auf verschiedenste ARt und Weise tun, z.B. mit kurzem (5 Minuten, max. 10) Kühlen unter fließendem Wasser, Retterspitz-Umschlägen, besagten Back on Track-Bandagen/Gamaschen, Franzbranntweineinreibungen, Quarkpackungen... und nicht zuletzt: Bewegung.
Außerdem muss man natürlich darauf achten, dass die Sehne nicht überlastet wird (kein Toben, ggf. Spezialbeschlag).
Ich selber hab die Back on Track-Sachen noch nicht eingesetzt, weiß aber von vielen Leuten, dass sie damit gute Erfahrungen gemacht haben. Aber: Auch mit günstigeren Mitteln (fließendes Wasser...) kann man ähnlich gute Effekte erzielen.
LG Lelie